a.k.a. Freiheit für Cuba und ne halbe Schokolade

a.k.a Has there ever been a world of non-wetness?

… ich bin natürlich später dazugekommen als erwartet, sodass 21 Love Hotel schon durch waren mit ihrem Set. Folgerichtig kann ich nichts dazu sagen, ausser meine Mitmusikkonsumenten zu zitieren: “Man hört, dass sie Nick Cave verehrt [die Sängerin], und manche Sachen sind auch gecovert - aber das hat sie laut rausgeschrieen, also finde ich das okay.” - “Irgendwie eingängiger als das, was die jetzt gerade spielen.” - “Weiß nicht. So Musik halt” - so Musik halt. Habs verpasst, das Album zu kaufen, aber dafür gabs ja noch Barbez.

Die widerum für Vieles entschädigten und musikalisch viel versprachen, und zwar allein mit diesem komisch anmutenden Ding, das ich endlich, endlich mal in echt, live UND in Farbe gesehen habe, und zwar von ihr gespielt. Neben dem Theremin befanden sich eine Gitarre, ein Bass, ein Xylophon, eine Klarinette und ein Schlagzeug auf der Bühne - nebst hunderten, gar tausenden von Effektgeräten - allesamt sehr vielversprechend.
Es begann also mit einem Gedicht, sehr ruhig, sehr getragen. Doch in typisch-postrockiger Manier wechselten sich Crescendo und Decrescendo in einem wilden Wechsel ab, und der enorme Dynamikumfang der Musik begeisterte mich, und ließ mich das Rauschen vergessen, das an den leisen Stellen durchaus nervig war.
Postrock wird und wurde ja so häufig verwendet, dass es nur noch ein verwelkendes Klischee ist.

Postrock, Schmostrock, Popostrock.

Vergleiche zu bekannten Bands verbieten sich, vor allem auch, weil Barbez ein klares musikalisches Programm zu fahren scheinen. Die Riffs mäandern vor sich hin, im Wechsel seufzen Klarinette und Theremin klezmermotivisch - vielleicht haben sie mit dem vorgetragenen Gedicht zu tun, ich weiß es nicht. Vom Klang her würde es passen, inhaltlich kann ich weniger Aussagen machen - Sprache ist auch nur Musik mit einem anderen Instrument.

Ich war übrigens im Schokoladen in Mitte. Hätte ich das USB-Kabel für mein RAZR griffbereit, gäbe es Photos. Na gut, dann eben nicht… morgen vielleicht :-)

Ein schöner Abend. Doof, dass ich so nass geworden bin, als ich auf dem Fahrrad heimwärts strudelte, aber gut, so ist es nun mal.