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Zoe Keating | Arnold Kasar | Grüner Salon (Konzert am 25.09)

Am Anfang, so erzählt Zoe Keating, war es auch irgendwie Berlin, das ihre musikalische Karriere bestimmt hat. Nicht nur, dass sie Ableton Live benutzt – was in Berlin programmiert wird – sondern vor allen auch wegen der CD, die sie als Kind geschenkt bekommen hat, und auf der die Cellisten der Philharmoniker nur Cellomusik gespielt haben – mit dem Ergebnis: “Den Sound will ich auch machen!”

Doch der Reihe nach. Denn anders als vor Jahren noch, war Zoe Keating dieses Mal der Star des Abends, und so gebührte Arnold Kasar die Ehre, für sie zu eröffnen. Der Pianist und Musikproduzent verfolgt einen ähnlichen Ansatz, wie Zoe Keating, was das Musikmachen betrifft; sein Instrument allerdings ist das Klavier.

Und so wurde gesamplet und gelayert, was das Zeug hielt, mit der Abwechslung des ein oder anderen “normal” gespielten Liedes zwischendurch. Dass Humor und gute Musik sich nicht ausschließen müssen, zeigt allein schon der Titel “The Piano Has Been Smoking” – und die Musik war gut und sehr abwechslungsreich. Arnold Kasar verfügt über eine beeindruckende Bandbreite an Stilen, die er am Klavier umsetzt.
Auf seiner Homepage gibt es viele Hörbeispiele; unbedingt mal anhören! Weiterlesen »

Das Totenschiff

“Und wenn wir nicht gespielt hätten?”
- “Dann hätte ich mich schon vorher hierhergesetzt und mein Bier getrunken. Und das Buch gekauft”

Es stand buchstäblich auf des Messers Schneide. Ich war nach Dresden gekommen, um mir “Das Totenschiff” anzuschauen. Leider hatten diese Idee nicht viele, und so waren wir zu viert, zwei zahlende Gäste und neben mir einen weiteren glücklichen Menschen, der auf der Gästeliste stand.

Inhaltlich ist das Stück, welches sich stark an der Romanvorlage von Traven orientiert, recht schnell erzählt: ein arbeitsloser Seemann wird angeheuert, auf der “Yorikke”, einem schrottreifen Seelenverkäufer, zu arbeiten. Die Bedingungen sind grausam, die Umstände so unerträglich, dass sich der Ich-Erzähler in Sarkasmus flüchtet:

„Als ich ankam, hatte ich in Erinnerung an normale Boote gefragt:
‚Wo ist denn die Matratze für meine Bunk?‘
‚Wird hier nicht geliefert.‘
‚Kissen?‘
‚Wird hier nicht geliefert.‘
‚Decke?‘
‚Wird hier nicht geliefert.‘
Mich wunderte nur, dass die Kompanie überhaupt das Schiff lieferte, das wir zu fahren hatten; und ich wäre nicht erstaunt gewesen, wenn man mir gesagt hätte, das Schiff muss jeder selber mitbringen“ (Traven, Das Totenschiff; aus wikipedia) Weiterlesen »

Gespartes Geld – jetzt auch gefilmt und gesendet!

Der Artikel hatte (für die mehr als beschaulichen Verhältnisse bei milchmithonig) für ein bisschen Resonanz gesorgt: ein großer Teil der Suchanfragen landet bei Gespartes Geld…, es gibt die sagenhafte Anzahl von 14 Kommentaren bei vier Kommentierenden, eine Nachahmungstäterin, in einer Postkarte einer sehr netten Person hat diese Bezug darauf genommen, dass sie den Artikel toll fand – und ein Redakteur des rbb fand meine kleine Gedankenspielerei so spannend, dass er sie gerne in seinen Filmbeitrag über Kleingeld verwursten wollte.

Der heute beim rbb gesendet wurde.

Es ist mir noch immer ein inneres Grinsen, wenn ich über die Ironie der Situation nachdenke: die Grundlage des Artikels war eine spontane Idee, technisch ein wenig hingeschustert und recht schnell umgesetzt – und dient einem Filmbeitrag über Finanzen.

Nicht, dass ich mich über die 5 Minuten Ruhm nicht freuen würde…

Und damit hat sich bewahrheitet, was einer unserer Nachbarn¹ früher immer kopfschüttelnd gesagt hat, wenn ich mal wieder irgendwelche verqueren Theorien verlautbart habe: “Sascha, eines Tages kommst du noch ins Fernsehen².”
Ja, äh, Moin nach Hause!

Hier ist der Film*:
Direktlink
In Zusammenhang auf der was!-Seite

Der Beitrag wird morgen um neun nochmal wiederholt, falls ihn jemand “in echt” sehen möchte…

¹ unser Dorf war so klein, dass ich ALLE als Nachbarn betrachtet habe.
² ganz genau betrachtet, war ich schon mal im offenen Kanal zu sehen. Aber das zählt nicht³.
³ und das nächste Mal bin ich mit was Substanziellerem im Fernsehen, versprochen.
* wer aufmerksam schaut, entdeckt Diskrepanzen zwischen Film und Artikel. Das liegt unter Anderem daran, dass inzwischen noch mehr Geld in der Dose ist. Und überhaupt – im Fernsehen ist alles ein bisschen anders ;-)

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