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…respekt und anerkennung!
… jetzt also mal ein thema, das ich eigentlich gar nicht mag - aufstehen, grrr! “danke” xandriah für dieses hölzchen, aber einem geschenkten stock schaut man ja nicht auf die maserung
Wann steht Ihr auf?
so spät wie möglich. d.h. meistens um halb neun; je nach veranstaltung aber auch mal halb sechs oder alles dazwischen.
Was macht Ihr nach dem Aufstehen?
auf die uhr schauen, fluchen, wasser ins gesicht, stecker inne ohren und ab aufs rad zur arbeit - ach ja: wenn ich viel zeit habe, vorher noch anziehen
Fotografiert Euren Wecker
äh, wie jetzt?!? mein razr ist mein wecker und die einzige kamera, die ich habe - in einem gerät. sorry.
Stöckchen weiterwerfen
also, vielleicht hat ja lindenkind mal lust dazu. und daniel oder franzi. und blondie…
ach ja: dieses ganze verdammte gold im mund machts sprechen schwer, das habt ihr nun davon!
In etwa zwei Stunden geht es los, das große Finale zwischen Spananien und Schland. Das Brandenburger Tor ist schon völlig verstopft, weswegen mein bester Freund S und ich wohl auch in die Kneipenmeile ausweichen werden. Da wird es zwar auch knackevoll werden, aber weil die ganze Straße guckt, können wir nichts verpassen - selbst, wenn wir auf der Straße sitzen müssen.
Als statistikbegeisterter Nicht-Fan hat S sich die Mühe gemacht, gemeinsam mit mir eine Metaplanwand zu erstellen, aus der eindeutig ersichtlich ist, warum Schland gewinnen muss, und wie hoch.
Das ganze sieht so aus:
Dabei steht das S für Spanien und das D für Deutschland. Wir haben einfach mal alle Punkte aufgelistet, die uns als pro und contra innerhalb von fünf Minuten eingefallen sind. Logisch, dass Spanien die Nase vorn hat wegen des geilen Essens, die deutsche Bratwurst allerdings eine harte Konkurrenz darstellt.
Auch persönliche Belange spielen eine Rolle, und da jeder von uns schon mehrmals verletzende Erfahrungen mit deutschen, aber niemals mit spanischen Frauen hatte, war dies einer der Hauptkritikpunkte an Schland:

Insgesamt konnten wir aber ein positives Resümee für unser Hauptaufenthaltsland ziehen, das laut Metaplan 4:3 gewinnen wird, und zwar natürlich auch wegen
um mal - in aller Bescheidenheit - eine Lanze für den S und für mich zu brechen…
Finale Olè!
p.S.: ich würde das Ergebnis gerne ein wenig korrigieren: trotz Metaplan tippe ich “nur” 2:1, obwohl ich befürchte, dass die Spanier uns den Teutonischen Hintern versohlen werden.

und wenn dann die stimmung richtig kocht und alle diesem brithype hynterherhypfen und alle vermuten, dass jetzt die quotenballade kommen muss, und es eigentlich schon recht spät - oder früh - ist und man das mädchen abgeschleppt hat oder vielleicht auch nicht oder man gibt gerade das vierte bier aus und wo ist eigentlich mein pulli? - dann holte ich die platte raus, weisses label, nur ein song, und das wäre dieser hier.
xandriah ist zwar still, wirft dafür aber gerne mit stöckern um sich, deswegen aus aktuellem anlass die top 6 der besten unwichtigen dinge, macken und gewohnheiten ever:
auf platz 6: ich ziehe mir immer den rechten schuh zuerst an.
5.: mein perfektionismus und mein natürlicher hang zum chaos kollidieren regelmäßig.
4.: manchmal, wenn ich auf klo gehe, mache ich auf dem weg dahin schon mal den gürtel auf und die knöpfe lose - vermutlich, weil mir sonst langweilig werden würde.
3.: ich verliere mich in details. z.B.: eigentlich soll ich für ein referat über - sagen wir mal - elektrischen widerstand recherchieren. eine halbe stunde später weiß ich alles über das hubbleteleskop, wie die mobilfunknetze funktionieren, habe die biographien diverser bands gelesen, am blog geschrieben, nebenbei die programme auf meinem computer geupdated und kann über unterschiedliche kabeleigenschaften in kombination mit verschiedenen boxen referieren. wo hatte ich nochmal begonnen?
2.: manchmal will ich was im internet bestellen und komme bis zu dem punkt, wo es heißt: “bestellung bestätigen” - und verwerfe das ganze wieder.
tritt oft in zusammenhang mit punkt 3 auf.
und *tada* die nummer eins der besten unwichtigen dinge, macken und gewohnheiten - ever:
wenn ich mit mir selber spreche, dann meistens in betont britischem englisch
Hier noch die Regeln für das Stöckchen:
1. Setze einen Link zu der Person, die dir das Stöckchen zugeworfen hat.
2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.
3. Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/Macken/Gewohnheiten.
4. Gib das Stöckchen am Ende deiner 6 Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.
5. Hinterlasse bei jeder der verlinkten Personen einen Kommentar in ihrem Blog, wonach sie getagged wurde.
Ich werfe es weiter an:
daniel
nils
alle anderen haben das stöckchen schon oder ich kenne sie nicht…
okay, über das ergebnis brauchen wir nicht wirklich sprechen. auch nicht darüber, dass werder gut spielen und trotzdem verlieren kann…
trotzdem war es heute etwas spezieller, werder live zu sehen, denn die übertragung kam direkt aus dem internet - vor gerade mal zehn jahren hatte ich gerade meine erste emailadresse und bin über ein internes 28.8k-modem ins internet gegangen, das größer war, als manche mainboards heutzutage. andere anwendungen als bloße informationsbeschaffung? undenkbar.
und heute perlte ein fußballspiel aus dem netz. klar, auf dem großen bildschirm war die bildqualität nicht berauschend (etwa wie ein schlechtes analoges signal aus den frühen neunzigern) und bei schnellen kameraschwenks oder bewegungen stockte das bild merklich - aber es war grundsätzlich möglich, das spiel zu schauen.
ich bin mal gespannt, was noch so alles möglich sein wird.
… und werder wird glasgow nächste woche aus dem weserstadion fegen, ist ja wohl klar!
Da hatte ich eigentlich noch schnell die letzte Viertelstunde von dieser Radioshow hören wollen, musste aber feststellen, dass heute gar kein Sonntag ist.

Dies nur am Rande, gänzlich unpassend ist es aber nicht, denn es geht hier um einen Kalender - besser gesagt, den Bad Usability Calendar der norwegischen Firma Netlife Research. Dieser Kalender ist völlig unbrauchbar, wenns um das Verwalten von Terminen geht, macht aber trotzdem viel Spaß, weil er seinem Namen sehr gerecht wird und dabei sehr anschaulich ist.
Gefunden habe ich das gute Stück über justaddwater.dk, dem Projekt eines dänischen Webentwicklers, der sich viel mit Usability im Netz auseinandersetzt.
Auf dessen Seite wiederum bin ich gekommen, weil ich wissen wollte, wer eigentlich hinter WordPress steckt und - viel wichtiger - was die eigentliche Motivation dieser Menschen ist, die mir - und unzähligen anderen - diese unglaubliche Infrastruktur zur Verfügung stellen. Matt Mullenweg selber scheint ein positiv verrückter Webentwickler und Jazzmusiker, und tatsächlich scheint es noch immer mehr um Idealismus, als schnöden Kommerz zu gehen - solange Google WordPress nicht kauft, fühle ich mich hier also recht wohl.
Warum ich über diesen ganzen Kram schreibe und Videos poste, statt ordentlicher Geschichten? Weil mich gerade ein Phänomen namens Schreibblockade trifft und ich meine Zeit damit verbringe, all diese kleinen Dinge zu tun, die ich nicht tue, wenn ich gerade vor Kreativität platze, wie unzufrieden und auf der Suche nach Inspiration durch Berlin radeln, zum Friseur gehen, mich über Dinge informieren, die ich schon immer mal wissen wollte, Zeit verschwenden, Filme schauen und diesen ganzen Kleckerkram, der die Organisation des eigenen Lebens ausmacht.
Irgendwann kommt er dann schon wieder, der Gedanke, der eine Satz, der mich anspornt, einen der zahlreichen Entwürfe zu erweitern, und dann habe ich wieder das Gefühl, auf Speed zu sein und wirklich fast zu platzen - Döner-Kalle kennt das zu Genüge…
Während ich dies schreibe, fallen mir zwei Dinge auf:
- a) finde ich, dass das “Unplugged”-Album der Fantastischen Vier beinah perfekt produziert ist - transparent, druckvoll, balanciert; ebenso wie z.B. “Blue Lines” von Massive Attack,
- b) hatte ich mal was versprochen und noch nicht umgesetzt. Das wird also mein nächstes Projekt sein.
Angesichts dieser Weltkarte sollte ich genug Motivation haben…
iPod
“Guck’ mal!” - Kalle guckt. Und erblickt ein kleines schwarzes, einem Mobiltelefon nicht unähnliches Gerät, das ich stolz in meiner Hand halte. Draußen regnet es Bindfäden, und die Aussicht, dass auch nur ein einziger Mensch heute noch Döner haben will, tendiert gegen Null. Das schlägt sich auf Kalles Gemüt nieder. Er schaut dann immer durch das leicht beschlagene Fenster nach Draußen und lässt ab und zu einen Seufzer ab, der wie eine Mischung aus “hach” und “ach ne” und “ne, ne, ne, Kinners, jetzt aber mal im Ernst. Das könnt ihr doch nicht machen!” klingt - wobei für letzteres ein ziemlich tiefer und inbrünstiger Seufzer vonnöten ist.
Er schaut konsterniert drein und ist anscheinend minder begeistert. Das heißt, minder begeistert ist eigentlich schon zu viel gesagt. Er wirkt eher so, als träte der Energieaufwand dem schieren inneren Unwillen entgegen, nur um mit eingekniffenem Schwanz wieder von dannen zu ziehen. Meine beginnende Enttäuschung sehend, erbarmt er sich dann doch und nimmt das Gerät in seine sich nur zögerlich straffende Hand: “Is dit n mp3-Playa, oda wat?”
Ich bestätige das mit einem Nicken.
“Dit nennst du eenen mp3-Playa? DIT hier is een mp3-Playa, Alter, kieck dir den mal an!” - und ohne zu wissen, wie er sich bewegt haben könnte, ohne die Aufmerksamkeit wenigstens eines meiner Sinne zu erregen, liegt plötzlich ein iPod Touch in seiner Hand, begleitet vom ersten - und sehr, sehr breiten - Grinsen des Tages.
Ein. iPod. Touch.
In Kalles Händen!
Er sieht mein Erstaunen. “Da kieckste, wa? Meene Frau hat ihn mir zu Weehnachten jeschenkt, und ick dachte mir, ick warte uff nen janz besonderen Moment, um ihn dir zu zeigen. Nicht, dass nüscht jeder Moment mit dir besonders wäre…”
Ein leises schlechtes Gewissen nagt in mir, und unterschwellig meine ich zwischen den Zeilen zu hören, ich solle mal wieder öfter vorbeischauen…
Will ich ja! Nur manchmal, da… da geht das einfach nicht, und dann macht man dies und dann das und dann jenes und morgen kommen O2 und schon ist wieder eine Woche vorbei…
“Willste mal sehen? Darfst ihn ooch inne Hand nehm, nennt sich ja “iPod Touch”! Ick hab eene Woche jebrocht, bis ick raushatte, wie man dit Ding anschaltet. Ick und kleene, digitale Teschnik, hah! Nichts gegen meinen Dönerspieß, nischt wahr, wir sind schon durch dick und dünn jegangen, wa?”
Und abermals scheint Kalle sich teleportiert zu haben, denn plötzlich steht er nicht mehr neben mir, sondern neben dem Spieß und tätschelt diesen zärtlich.
Derweil spiele ich mit dem iPod. Ist schon schick gemacht, da kann man nichts machen. Würde mir ja auch gefallen, aber ich habe eine unschlagbare Waffe, gegen die auch das beste Design nicht ankommt: ich weiß, dass meiner die bessere Audioqualität hat, hehe!
Irgendwann geht dann alles seinen sozialistischen Gang. Ich bekomme meinen Döner, Kalle erst nen Anfall und dann doch gute Laune, weil sich endlich jemand erbarmt und einen Döner kauft, und wir reden über alles Mögliche. Darüber, dass ich nie nen mp3-Player haben wollte, weil ich eh lieber CDs höre (naja, aber immer nur eine CD mitnehmen, jetzt wo ich so viel in Berlin unterwegs bin, und auf Arbeit höre ich auch manchmal Musik (die Stühle lassen sich dann besser ausrichten), und so…) und verleben einen netten Abend. Irgendwann gehe ich dann auch wieder, weil morgen tatsächlich eine Veranstaltung von O2 ist.
Dann, als ich im Bett liege und versuche einzuschlafen, durchzuckt es mich wie ein Blitz:
Kalle hat nen iPod?!?
… ich möchte fair bleiben: am Sonntag Abend habe ich zufällig wieder Radio gehört - das Jugendprogramm von fritz - und da hatte der Moderator die witzige Idee, sich mit einigen SchülerInnen am Telefon über den drohenden Schulanfang, das Leben und alles Weitere zu unterhalten - und während dieser Unterhaltung ein Lied herauszusuchen, dass genau auf die Person passt, mit der er telefoniert. Hat sogar ganz gut funktioniert (und er hat echt mal gute Musik aufgelegt, vielfältig und spannend) und war sehr unterhaltsam.
Na bitte, es geht doch!
bitte anklicken und bittebitte NICHT scrollen, NICHT klicken oder irgendwas… einfach abwarten und schauen und…!
Gefunden via
Es könnte so einfach sein: Es gibt doch einen Haufen Menschen, die sich für Musik interessieren. Einige haben sogar Ahnung davon, andere zumindest eine Meinung…
Als ich heute notwendigerweise dazu gezwungen war, die - auf CD aufgezeichnete - Lieblingsradiosendung meiner Mitfahrgelegenheit mit anzuhören, dachte ich ein wenig darüber nach, wie es wäre, wenn es eine Radiosendung gäbe, eine Station gar, die sich ganz dem verschriebe, wozu das Radio mal erfunden wurde: dem geneigten Hörer gute Musik und Unterhaltung zu liefern, und - da ich noch umnachtet von den gestrigen Feierlichkeiten bin, denke ich einen gar unerhörten Gedanken: Hintergrundinfos.
Früher, da gabs das mal. Da wurde sonntags ein Programm zu einem bestimmten Thema gesendet, sagen wir mal: Die Beatles - und der Moderator und dessen Team sind tatsächlich ihrer journalistischen Aufgabe folgend tief in die Materie eingestiegen und haben Qualitätsinfos geliefert: wie funktioniert dieser und jener Song, warum wurde er geschrieben und was ist vielleicht damit gemeint und vor allem wie passt der Song in den Kontext seiner Zeit?
Selbst ndr2 hat lange Zeit den “Popkocher” gesendet, eine fünfminütige Sendung, die sich mit dem technischen Aufbau verschiedener Popsongs beschäftigt hat. Wie groß war meine Freude, als ich letztens zufällig - via Mitfahrgelegenheit - im wahrsten Sinne des Wortes erfahren habe, dass auch Radio Eins eine ähnliche Sendung bietet - besagter Moment war umso schöner, weil ein Musikprofessor gerade “Cornflake Girl” von Tori Amos auseinandergenommen hat, ein Lied, das ich gerne mag.
ZAPP
Eine kurze Wanderung durch die aktuelle Radiolandschaft:
Kanal 1: “… gleich nach der Werbung: Das Beste von Früher, Später, Gestern, Morgen und überhaupt. Nach Robbie Williams kommt ABBA, dann Madonna.” - zapp
Kanal 2: “Like a virgin…. like a viiirrrrgiiiiiin” - zapp
Kanal 3: “… wir sind die Nr. 1 im Norden bei den 15-18-Jährigen, die ausschließlich bei Vollmond Radio hören, und dafür bedanken wir uns mit Alicia Keys, gefolgt von Robbie Williams und ABBA. Aber erst noch ein Evergreen von Madonna!” - zapp
Kanal 4: “…spielen wir nur für DICH” - zapp (ich mag es nicht, wenn ich von meinem Radio geduzt werde)
Kanal 1: “…like a viiiirrrrgiiiin!” - zapp
Kanal 3: “…like a” - zapp
Kanal 5: “…und dann noch Tante Gerda, die hört den Andrè Rieu doch auch so gerne und - darf ich noch jemand grüßen?” - zapp
Kanal 1, wieder: “… und wenn ihr heute morgen die unglaublich lustige Show von unserem Morgenmän (sic!) verpasst habt, dann wiederholen wir sie gleich nach der Werbung für euch. Und denkt dran: nur hier gibts das Beste von Früher, Heute, Morgen, Gestern, überhaupt IMMER, denn wir sind die Nummer Eins unter den 40-42-Jährigen, die Steuerklasse 3 sind, gerne mal in die After-Work-Lounge gehen und morgens um halb Sechs auch schon so unerträglich gut gelaunt sind, wie unsere Moderatoren, allen voran natürlich unser Morgenmän Steffen, der sich für DICH auf einen Misthaufen begeben hat, um davon zu berichten, wie ein Hahn kräht. Was er dabei so alles erlebt hat, wird er DIR in den folgenden zehn Stunden Programm erzählen - und denke dran: nur hier kriegst DU das Beste von Früher, Heute, Morgen, Gestern und überhaupt immer, deswegen nach der Werbung, nur für DICH: Morgenmän Steffen und dann: Madonna, Robbie Williams und Alicia Keys.” - ZAPP
würg!
Presenting: Radio No Bullshit
Sinnfreies Beschweren ist meine Sache nicht, ich gestalte lieber. Also habe ich mir überlegt, wie super es wäre, einen Radiosender zu machen, der ein wenig anders ist, als all die anderen. Zum Beispiel:
- keine Werbung. Es muss doch möglich sein, auf Werbung zu verzichten, oder nicht? Das Kapital setzt sich dann zusammen aus Gebühren und, äh, Bestechungsgeldern für gute CD-Besprechungen
- keine Eigenwerbung. Dafür gibt es Internetseiten und Promo-Cds. Meine Hörer sollen den Sender an der Musik, nicht am alle 30 Sekunden eingespielten Jingle erkennen.
- erkennbare Programmstruktur. Menschen haben unterschiedliche Musikgeschmäcker. Warum nicht daraus einen Vorteil machen, und ein Programm stricken, dass gleichzeitig abwechslungsreich und in sich stringent ist? Wenn die Zuhörer wissen, dass Mittwochsabends zwischen 20 und 24 Uhr nur, sagen wir, französische Popsongs aus den Siebzigern laufen, dann können sie sich drauf einstellen.
Und sich auf Michaels Metalstunde am Sonntagmittag freuen. Nur spasseshalber könnte man ein paar Stunden lang Programm zum Thema “Das Beste von Früher, Heute, Morgen und überhaupt” machen…
- Hintergrundinfos. Herrje, darum sind sie doch alle Journalisten. Geschichten über Musik(er) gibts auch heute noch viele zu erzählen, und warum sollte man nicht mal eine Sendereihe bieten, in der erklärt wird, wie z.B. die Beats von Timbaland funktionieren? Oder die Entstehungsgeschichte des Grunge aufrollen (schön, dann könnte man endlich mal andere Bands als Nirvana bringen) ?
- kein unerträglich gut gelaunter morgenmän. oder morgenwomän, um der genderdiskussion willen. Wär das nicht schön, wenn der Radiomoderator morgens genauso muffelig wäre, wie ich? Und millionen anderer Menschen?
- kein Duzen. Überhaupt spricht das Radio mich kaum persönlich an, sondern macht einfach - Musik.
Das Ganze hieße Radio No Bullshit, und die ModeratorInnen wären interessierte Musikliebhaber, die sich nicht damit abfinden können, dass es im Ozean der heutigen Radiosender nur ab und zu winzige Inselchen guten Programms gibt. Man stünde idealistisch hinter dem Ganzen, aber niemals dogmatisch. Die Promo-Cds wären begehrte Sammlerstücke, und im Gästebuch stünden Kommentare wie: “Danke, ihr habt meinen Musikhorizont erweitert. Ich hätte nie gedacht, dass XY auch sowas gemacht hat.”
Radio No Bullshit würde den ein oder anderen Preis bekommen, und der würde seine Macher dazu anspornen, noch härter am besten Programm der Welt zu arbeiten.
Beep.
Beep.
Oh, sorry. Mein Wecker klingelt. Ist ein Radiowecker, und der unerträglich gut gelaunte Morgenmän erzählt gerade, dass auf der Autobahn alle ganz langsam gefahren seien - wegen des Schnees - und dass er deswegen beinah zu spät im Studio war. Es folgen: Ein Jingle und “Like a virgin… like a viiiiiirrrgiiiiin”.
Bullshit, denke ich und erinnere mich vage an einen Traum. Kam Madonna drin vor?
Als ich am Samstag Licht gehängt habe, war es gewiss nicht das erste, und vermutlich auch nicht das letzte Mal, dass ich - mit wechselnden Gesprächspartnern - darüber philosophiert habe, was geschähe, würde durch eine - wie auch immer geartete - Zeitreise einer der “klassischen” Komponisten (ich meine damit die Leute, die dieses komplizierte Zeugs zwischen 1400 und 1920 geschrieben haben und nicht die Epoche an sich) in unsere Zeit versetzt werden.
Also, ich meine jetzt nicht irgendwelche stereotypischen Entsetzens-/Entzückungsschreie über das, was Besuchern aus der Vergangenheit magisch erscheinen wird. Vielmehr geht es mir um die schier unendlichen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, die wir mittlerweile so selbstverständlich benutzen.
Mit einem stinknormalen Synthesizer kann man ganze Orchester ersetzen, Effektgeräte machen die abgefahrensten Sounds möglich; von den Möglichkeiten des Samplens mal ganz abgesehen.
Das müsste ein wahres Paradies für einen jungen, experimentierfreudigen Menschen wie Mozart sein, müsste der sich doch nicht alles komplett vorstellen, sondern könnte sich mal eben selber vorspielen, wie sein Orchester klingen würde. Aus der Zauberflöte wird Der Magische Moog, eine Kleine Nachtmusik würde er vielleicht mal eben nebenbei auf seinem Sony Ericsson zusammenbasteln, da gibts doch dieses DJ-Musik-Bastel-Tool. Und - er war ja dann doch ein wenig egozentrisch - er könnte sämtliche Spuren nach eigenem Gusto selber einspielen.
Natürlich wäre er der Haus-und Hof-Produzent von Queen, und hätte maßgeblichen Anteil an Bohemian Rhapsody gehabt - vermutlich hätte es um einiges dramatischer geklungen…
Was würde ein Ludwigvan tun, sagen - und vor allem - spielen, hätte er ein Continuum unter seinen Fingern? Man mag es sich kaum ausdenken. Wobei der Gute vermutlich in erster Linie völlig begeistert von Hörgeräten und guter PA gewesen wäre… und ich glaube, Beethoven hätte viel Spaß am ProgRock gehabt, der kracht ja so schön und ist trotzdem manchmal höllisch komplex. In seinen schlimmen Momenten, wenn die Taubheit und sein Temperament ihn am meisten genervt hätten, wäre er dann zum Grunge gewechselt.
Bach - ja, der gute alte Johann Sebastian. Pink Floyd? Eher Archive, die sind nicht so verdrogt… Wobei, der war ja musikalisch eher ein bisschen strenger, das passt widerum zu Pink Floyds aufwändigen Bühnenshows. Wäre schon spannend zu beobachten, wie JSB und Roger Waters sich um die musikalische und inhaltliche Ausrichtung der Band streiten und David Gilmour sich im Hintergrund ins Fäustchen lacht, weil er natürlich weiß, dass die Band ohne sein unnachahmliches Gitarrenspiel verloren wäre…
Pink Floyd lebten aber ja - wie so viele andere Bands auch - durch die elektronischen Spielereien, die sie so benutzt haben.
Überhaupt gehe ich mit dem guten rotor d’accord, wenn ich annehme, dass diese Komponisten vermutlich völlig begeistert von den Möglichkeiten elektronischer Musik gewesen wären (deswegen auch die vielen Keyboards) - schließlich haben sie schon zu ihrer Zeit hauptsächlich auf dem Klavier gespielt und sich die anderen Instrumente und Stimmen vorgestellt oder später in Begleitung hinzugefügt. Was gäbe es also Besseres für einen klassischen Komponisten, als ein Interface, dem er - theoretisch - beliebige Stimmen hinzufügen könnte? Vor allem, weil klassische Musik davon lebt, ein Thema zu wiederholen, es zu variieren, verändert zu benutzen und so weiter. Statt also einfach die Noten eines Themas in umgedrehter Reihenfolge abzuspielen, kann man auch ein ganzes Riff komplett vorwärts arrangieren und rückwärts wiedergeben.
Wer weiß also, was so passieren würde, tauchte auf einmal ein DJ Haendle hinterm Plattenteller auf? Oder der Wu-Tang-Clan mit dem neuen Mitglied Ash’N'Berg statt in die 36 Chambers, auf die Jagd nach den 12 Notes gehen würde?
edit, 11.12.:
Mein Chef sagte heute, spontan auf diese Frage angesprochen: “Du meine Güte, Mozart wäre so eine Art Dieter Bohlen. Überleg doch mal, bei seiner Kreativität, der hätte einen Output… über Jahre hinweg wären die Hitparaden voll mit seinem Zeug. Natürlich würde der auch feiern ohne Ende, mit Drogen und Frauen und diesem ganzen Schweinekram. Und Bach… der muss bei Pink Floyd spielen!”
Na sowas…
da ich gerade schriftlich nicht so kreativ bin (gux du tagebuch), müssen andere herhalten.
wie passend, dass ich gerade über einen kleinen artikel über werders anscheinende neue taktik, der verletzungsmisere entgegenzukommen, gestolpert bin…
wie das ganze technisch funktioniert, wissen icanhazcheesburger und calvin…
eine sache bewegt mich dann aber doch: nicht, dass ich was gegen owomoyela hätte, ganz im gegenteil, ich mag ihn eigentlich gerne. aber warum klont werder nicht diego oder den lutscher?!?
fußball und bier gesellt sich gerne, darum hier ein beitrag, der mich sehr zum schmunzeln brachte, und wieder an die alte geschichte mit dem beweis aus der thermodynamik brachte, dass man energietechnisch gesehen abnimmt, wenn man 2° kaltes bier trinkt:
mann pinkelt sich aus lawine frei
ich denke mir ganz schnell wieder eigene sachen aus, versprochen…
phook the hell!
oder: Musik, das Leben und der verdammte Rest.
oder: Ein gefühlter Montag macht noch keine Woche.
oder: Mehr als zwei oders sind komisch.
oder: werden wir ja sehen…
“Nee, nee, jeh mal nisch zur Jemüsesuppe, der da is uff keenen Fall Vejetarier!” postulierte der Caterer in Richtung seines Kollegen und meinte dabei mein wie zufällig und trotzdem sehr zielstrebig aufs Essen zusteuerndes ich.
Für einen kurzen Moment war ich perplex und in einer Art logischen Kettenreaktion gefangen. Es hatte mich, ehrlich gesagt, nur minder getroffen, nicht als Vegetarier per se erkannt zu werden, dehnt sich meine Fleischabschiedstournee doch schon recht lange, und der mir von zahllosen Hannoveranern verliehene Titel “Schlechtester Vegetarier aller Zeiten” trifft die traurige Wahrheit schon recht gut. Dabei ist es interessanterweise egal, ob es sich um zugezogene Hannoveraner handelt oder nicht.
Jedenfalls, ich war gefangen. Sollte ich eine Gemüsesuppe essen, um dem Vegetarismus zu genügen? Oder - in einer Art vermiedenen Trotz - die Vorhersage bestätigen und nach der Pfefferwurstkartoffelsuppe verlangen? Vielleicht aber - um die erwartete Trotzreaktion erst recht zu bestätigen - gerade die Gemüsesuppe wollen?
Bevor ich mich versah, war die leckere Suppe auf meinem Teller.
Trotzdem fühlt es sich stark nach Montag an, wenn man mit so etwas konfrontiert wird.
Am echten Montag - erkennbar am Kalender und an all den kleinen Dingen, die zwar irgendwann funktionieren, aber bis dahin unglaublich anstrengend und ätzend sind - erreichte mich folgende Meldung:
Universal kauft V2
Äh, das ist jetzt schon ne Weile her, aber manche Mühlen mahlen eben langsam:
Verdammte Scheiße, was soll der Mist?!? V2 galt für mich bisher immer als eine Art musikalischer Himmel, hatten sie doch so Menschen wie Aimee Mann, Tiger Lou, Architecture In Helsinki, The Polyphonic Spree, Dogs Die In Hot Cars oder Underworld unter Vertrag und standen damit für künstlerische Integrität abseits des ganz großen Mainstreams.
Jetzt kommen also diese Pisser von Universal daher und kaufen sich den Laden einfach, um direkt danach alle bisherigen Mitarbeiter herauszuwerfen.
Nun bin ich - im Gegensatz zu meinem Chef - im Raubtierkapitalismus aufgewachsen; da gehört es einfach dazu, dass die großen Haie die kleinen Fische fressen, so naiv bin ich ja nun auch nicht. Aber V2, das war bisher immer der eine coole Fisch, der den Haien gesagt hat: So aber mal nicht, Jungs.
Weil, der wusste: ich kann mich in meiner kleinen Höhle verstecken, und solange ich flinker bin als die großen, bösen Haie, brauche ich keine Angst zu haben.
Hmm. Verschätzt, würde ich sagen.
Jetzt kann man zu Recht fragen: Warum schreibt der Sascha über so nen Scheiß, wo doch unsere Grundrechte zum Teufel gehen und dieser Staat noch unerträglicher wird? Nun denn. Zum einen sollte jeder Amöbe, die halbwegs geradeaus verdauen kann, klar sein, dass der Schäuble alles tut, ausser das Grundgesetz zu schützen. Im Gegenteil, er bombardiert, durchlöchert, unterhöhlt, zerstört und sabotiert es, wo er kann. Und das ganze Parlament zieht mit.
Inzwischen geht es - glaube ich - nicht nur mir so, dass ich mehr Angst davor habe, unrechtmäßig verhaftet zu werden, als Opfer eines Attentats zu werden. Der Unterschied: das Attentat hat wenigstens irgendwann ein Ende, der Schäublewahnsinn beginnt erst…
Andererseits ist Schäublebashen schon fast uncool, weil das gerade alle tun.
Anyway, es muss auch gute Nachrichten geben, sonst wäre es nicht milchmithonig.
Also: Radio Eins (dieselben, die mir die V2-Nachricht überbrachten) hat noch am selben Abend The Great Gig In The Sky von Pink Floyd gespielt (also das mit der Frau, die so: AaaahaaaaaUUuuuuhuuuuuuaaaaaaauauauuuuuuuuuaaaaaaaaaaaoooooohooooooo macht), von dem großartigen Dark Side of The Moon - meiner Meinung nach haben sie nie ein besseres Album gemacht.
Solange noch solche Lieder im Radio gespielt werden, gibt es auch noch Hoffnung.
Es ist verdammt scheissenkalt. Jedenfalls fühlt es sich so an. Gefühlt Minus 20, die Uhr an der Ecke verrät mir: doch nur 0 Grad. Aber durch den Nachhauseweg, der scheissenverdammtkalt war, ist die ganze schöne Anduselei wieder verlustig gegangen.
Was bringt es denn, was zu trinken, und zuhause im Bett ist man wieder nüchtern?!?
Ich hätte vieles darum gegeben, direkt aus der warmen, kuschligen, gemütlichen Bar in mein Bett gebeamt zu werden, zähnegeputzt und alles. Aber nein, es geht ja durch die kaltverdammte Scheiße äh, Kälte, und zwar per pedes.
Dabei fällt mir ein, dass das Star-Trek-Team den Beamer nie wirklich ausgiebig genutzt hat. Man könnte sich nämlich ohne weiteres satt beamen, da bräuchte man nichts essen - obwohl einen das um einige interessante haptische Eindrücke bringen würde… - man bräuchte auch nie wieder Angst vor Krankheiten oder Tod haben. Der Computer scannt einen ja eh ein, wenn man gebeamt wird. Entweder bereinigt er die DNA gleich beim Beamen, weil er alle Krankheiten (und deren Erreger, sofern es welche gibt, kennt), oder aber, man scannt jeden Abend seinen Körper ein und hat so eine Art Backup, auf die man im Falle eines Falles zurückgreifen könnte. Damit wäre eigentlich jedes Problem gelöst, und jede Zivilisation, die in der Lage ist, Captain Kirk auf die Menschheit (und schlimmer noch: das All und dessen unendliche Weiten) loszulassen, müsste selbstbewusstverrückt genug sein, um mit der Möglichkeit multibler Personen nicht nur umzugehen, sondern damit auch fertigzuwerden.
Ausserdem könnte man unendlich viel herumprobieren: wie wäre die Welt, wäre ich nur 10 cm groß? Wie fühlt es sich an, zweidimensional zu sein? Wie, wenn der Körper in Scheiben geschnitten ist?
Aber das wollten sie in Star Trek ja nicht. Die haben lieber diese Fluffviecher überall herumlaufen lassen.
Bleibt noch Eines: ich hatte die sehr plastisch vor meinem geistigen Auge erscheinende Vision vierer Krankenwagen, die sich - allesamt unter Blaulicht und damit im Recht wähnend - in der Mitte einer Kreuzung getroffen haben, also in einem Sinne, der da lautet: Das wird teuer. Blechschaden ohne Ende, einer, zwei oder gar drei Krankenwagen umgekippt und die Verletzten, die hinten drin waren, rollen auf ihren Tragen in die vier Himmelsrichtungen auseinander.
Wenn jemand sich inspiriert fühlte, das zu malen: bitte, bitte. Ich würde mich gigantisch freuen.
It’s only Rock’n'Roll but I like it.
… verkündete ein Fahrgast in der Bahn mit der Inbrunst der Überzeugung und und in gruslig-herrlicher DD(Her)Rischer Intonation.
Zweihundert Meter weiter überquerten wir die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, um in den - nunmehr überall vorhandenen - Westen zu fahren…
Neulich ist die älteste Deutsche verstorben.
Mal abgesehen von der Unmöglichkeit dieser oder ähnlicher Formulierungen - schließlich gibt es ja immer eine älteste Deutsche - erinnerte mich der Bericht über ihr langes Leben - das im Kaiserreich begann, zwei Weltkriege, eine Mauer, eine Wiedervereinigung und den Schritt von der Kutsche zum Auto, vom Rechenschieber hin zu Youtube überdauerte - an einen Gedankengang, den ich im Gespräch mit meinen Großeltern und beim Nachdenken über meine eigene Zukunft oft habe:
Was mag wohl noch so kommen?
Mir geht es dabei weniger um die drängenden gesellschaftlichen Probleme, auf die wir zusteuern - Klimawandel und dessen Folgen, Energieverbrauch, Globalisierung in all ihren Facetten - sondern ich frage mich, welche Herausforderungen mir das Leben allein in (alltags)technischer Hinsicht stellen wird - und wie ich diese meistern werde.
Allein mein Opa - obwohl mitnichten der älteste Deutsche oder überhaupt nahe dran - ist mit Pferdefuhrwerken aufgewachsen; mittlerweile gibt es Autos mit DVD-Player und iPod-Dock, die via Internetverbindung die beste Route heraussuchen und im Notfall von allein zum Stehen kommen können.
Es hat eine enorme technische Entwicklung stattgefunden, deren Rasanz meinen Opa zu kauzig anmutenden Verhaltensweisen nötigt. Beispielsweise kämmt er sich vor dem Telefonieren die Haare oder beklagt sich beim Thema “Alkohol und fahren” halbernst darüber, dass Autos - im Gegensatz zu Pferden - nicht von allein nach Hause finden, wenn er mal einen über den Durst trinkt.
Manchmal frage ich mich dann, ob ich dereinst erfundenen Dingen und Strukturen erstens ähnlich offen gegenüberstehen (er mag Autofahren) und zweitens auch ähnlich unverständig entgegentreten werde - schließlich kann ich nur nackt oder ungewaschen telefonieren, weil ich die Technologie verstehe…
Ein Punkt, der mich dabei unwahrscheinlich nervt, ist die Tatsache, dass ich mir nicht vorstellen kann, was sein wird - ist ja auch logisch, denn sonst wäre ich derjenige, der es erfände. Klar, es gibt Dinge, die ich als möglich erachte, wie das Beamen, automatisiertes Auslesen von Gedankentendenzen, fliegende Autos…
Wann wird allerdings der Punkt erreicht sein, an dem Halbwissen und Vorstellungsvermögen (ich weiß, wie ein Transistor funktioniert. Wie zwei, vier, acht… zusammengeschaltet werden können, auch. Wie ein Pentium Dualcore im Detail funktionert, nicht mehr - aber es ist keine Magie im Spiel…) sich in Unverständnis verwandeln?
Wann werde ich das erste Mal sagen: “das ist ja Zauberei” , so wie Oma es tut, wenn ich ein Photo mit dem RAZR mache und es meiner Schwester schicke?
Einen Vorteil habe ich gegenüber meinen Großeltern: ich glaube nicht, dass wir noch einmal so allumfassende Revolutionen erleben werden, wie es die Schritte zum industriellen respektive Informationszeitalter waren. Nein, unsere technischen Revolutionen werden subtiler sein, mehr vom Brodeln der digital-globalisierten Welt verschleiert werden. Der Schritt von analogen zu digitalen Speichermedien war größer, als der z.B. von der DVD zur Blue-Ray-Disk.
Ich bin es gewohnt, in einer Welt aufzuwachsen, in der viele Dinge automatisiert ablaufen. Wenn ich irgendwann ein Interface benutzen werde, das beispielsweise auf Sprachkommandos, auf Gesten oder auch nur Gedankenströme reagiert, dann werde ich wissen, dass hochkomplexe Rechenvorgänge mir das abnehmen, was ich in dann grauer Vergangenheit getan haben werde: tippen. Und dass auch tippen nur bedeutet, einige Transistorschaltkreise so zu beeinflussen, dass sie zu anderen Ergebnissen kommen.
Mein zweiter Vorteil wird sein, dass ich - nebst allen anderen meiner Generation - mehr oder minder gezwungen bin, mein Leben lang dazuzulernen. Allein das Führen dieses Blogs, meine Arbeit und viele andere alltägliche Dinge setzen eine Fülle von Kompetenzen voraus, die die Generation Großmutter weniger dringend brauchte, und folglich nur begrenzt trainiert hat. Sie mussten sich nie mit der Benutzerführung eines Mobiltelefonmenüs herumschlagen, weil es das nicht gab, als Oma 24 war.
Vorstellbar wäre auch, dass es zu einer großen Energiekrise, dem Sieg des Kapitalismus über die Menschlichkeit oder der großen Flut kommen könnte. Einerlei, ob positiv oder negativ, ich frage mich, wie ich (re)agieren werde.
Und wann ich meine Enkel das erste Mal darum bitten werde, mir den Musikmikrochip - der unter meine Haut implantiert wurde und ausgehend von meinem Gemütszustand Musik komponiert - so zu programmieren, dass er nicht immer nur Classic Rock a là Placebo spielt…
Eine spannende Zukunft
Eine vergangene Zukunft
Eine Zukunft, die nicht werden sollte
…oder so…
gerade eben lag aus einem mir unbekannten grund ein katzenkorb samt plastikunterlage mitten auf dem gehweg.
während ich noch überlegte, wo der wohl herkäme, und dass ich ihn gleich beiseite räumen will, erledigte das schon die person vor mir.
das besondere: der typ - etwa mein alter - trug eine schwarze hose mit buntem aufschrieb, einen grünen kapu, zerrissene jacke, nieten, piercings und einen irokesenschnitt, war also zumindest nach außen hin ein punk, jemand also, der gerne mal von anderen schichten als “asozial, “gammler” oder ähnlich tituliert wird, meistens mit dem nachsatz: “geh doch erstmal arbeiten.”
ich weiß nicht, ob er arbeitet. vielleicht ist er ein arsch und pöbelt gerne herum, vielleicht trägt er punk nur zum spaß, vielleicht will er sich wirklich gegen die gesellschaft wenden - ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal.
aber eins weiß ich genau: ich hab noch nie nen krawattenträger etwas derartiges machen sehen…
ich latsche also über die straße, eben noch von nem taxifahrer ferngeblendet, weil bösartigerweise bei rot über die ampel gegangen, als ein sich kollege auf der anderen straßenseite der - für ihn grünen - ampel nähert und dabei immer langsamer wird.
mich noch wundernd, ob das eine neue methode ist, geld zu machen oder ob ich eine neue straßenquerungsregel (noch) nicht verstanden habe, hält der taxifahrer direkt auf mich zu:
“ist die straße hier links rein die xy-straße?”
- was ich mehr oder minder bejahen kann (die erwähnte straße ist keine unbekannte, ich wusste nur nimmer, ob direkt hier oder eine weiter und war ein wenig verblüfft ob der frage, anm.d.verf.).
weg fährt er, die konsternierte fahrgästin wortlos mitnehmend…
Als Kind wollte ich immer soweit zählen, wie ich konnte, weil ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, dass die natürlichen Zahlen tatsächlich bis ins Unendliche weitergehen. Es musste doch irgendeine letzte Zahl geben, und ich wollte wissen, was für eine das ist. Und weswegen das die letzte Zahl sein würde, denn prinzipiell war mir schon klar, dass die natürlichen Zahlen immer weiter gehen würden. Es traf sich also gut, dass ich eh Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hatte, also habe ich ganz unbildlich und abstrakt keine Schafe gezählt, sondern die Zahlen selber. Das reichte dann…
Logischerweise bin ich nie weit gekommen, aber bis 3000 habe ich es geschafft, jede Zahl einzeln.
Später habe ich dann nachgerechnet, dass ich - eine Zahl pro Sekunde vorausgesetzt - gerade mal bis knapp 32 Millionen im Jahr kommen würde, wenn ich mich den ganzen Tag mit Zählen beschäftigte, was mir vieeel zu wenig war, und weil ich Dinge wie Sikutrecker oder Lego oder andere Tagträumereien sehr viel spannender fand, habe ich die Sache mit dem Zählen recht schnell aufgegeben.
Irgendwann tauchte dann eine Geschichte in der Schule auf, über einen Menschen, der grundsätzlich alles gezählt hat, was ihm in die Quere gekommen ist. Ich glaube, wir hatten diese Geschichte in Deutsch und sie war irgendeine Parabel, aber es kann auch sein, dass sie uns in Mathe nahegebracht wurde.
Warum mir allerdings diese Gedanken kamen, als ich gerade den Sound für eine Veranstaltung über die Integrationsfähigkeit von Sport abgemischt habe, das kann ich nicht sagen…
caffeine is discovered by pierre-joseph pelletier. it is known to contribute to irrability, depression, diarrhea, insomnia, and other disorders (i’ll take mine black)
Dieses Zitat - von wem es stammt, weiß ich nicht mehr - aus dem Jahr 1821 begleitet mich, seit ich in Neuseeland war. In meiner typisch-krakeligen Schrift auf eines dieser kleinen, quadratischen Notizzettelchen geschrieben, faltig, befleckt und langsam am Ausbleichen, hat es bis jetzt überlebt. Ich habs manchmal als Zitat für milchmithonig gebraucht, und was ich daran so schön finde, ist der letzte Hinweis: “i’ll take mine black”.
Ich stelle mir dann immer vor, dass zwei Personen im Cafè sitzen, sich unterhalten, und dann eine/r dieses Statement bringt, während die (vermutlich weibliche) Servicekraft vorbeikommt, die zuhörende Person sich einen Kaffee mit Milch bestellt, und die andere - geistig noch im Monolog - völlig selbstverständlich einen schwarzen Kaffee bestellt.
Während ich versucht habe, mich über verschiedene HiFi-Begrifflichkeiten zu informieren (partiell provoziert durch die noch immer vakante Plattenspielerstelle), bin ich auf eine Seite geraten, die ausrechnen kann, welche Menge Koffein ausreichen würde, um mich zu töten - und was viel spannender ist - welche Mengen typischer Getränke diese Menge bereitstellen würden.
Die Top Five meiner favorisierten tödlichen Getränke:
5: Kaffee.
Trinke ich selten, aber wenn, dann sehr heiß, sehr stark und mit ner Menge Milchundzucker - und dann auch gerne.
103,58 Tassen würden mich umbringen.4.: Schwarzer Tee.
Trinke ich viel, sehr viel. Manchmal verbringe ich Tage damit, wahlweise zu trinken, oder auf Klo zu gehen…
236,9 Tassen sollte ich aber nicht toppen, sonst toppen die mich…3.: Fritz Kola.
Liefert sich immer wieder ein Rennen mit Afri, weil ich beide sehr gerne mag - manchmal das eine mehr, manchmal das andere.
133,67 Fritzen, und ich muss mich nie wieder entscheiden.2.: Afri Cola.
Siehe Fritz Kola.
Nach 125,11 Flaschen wird alles Afri.1.: Kakao…
es gab Zeiten, da habe ich reagiert wie ein Kaffeetrinker, wenn ich keinen Kakao hatte. Mittlerweile bin ich Kummer gewohnt.
2226,89 Tassen, und ich bin ein Kummerfall…
Leider habe ich keine Angaben darüber, wie schnell man diese Menge Koffein aufnehmen muss, oder wie schnell das Koffein wieder abgebaut wird im Körper - aber ich gehe mal davon aus, dass ich nach 2226,89 Tassen Kakao auch ganz andere Probleme habe…
Eher weniger Probleme mit Koffein haben die Protagonisten im Film “Coffee and Cigarettes” von Jim Jarmusch, einer losen Aneinanderreihung von Kurzfilmen, die JJ im Verlauf der letzten 20 Jahre gemacht hat, Vorgabe: die Protagonisten konsumieren Kaffee und Zigaretten. Witzige Idee, nett unterhaltsam, aber nicht immer spannend.
Wie Schriftsteller immer wieder auf die Idee kommen, sich in Cafès oder Ähnliches zu setzen, um zu schreiben, verstehe ich allerdings nicht so wirklich. Kaffee kann ich auch zuhause machen, und wenn ich nach Johnny Cash auf die Idee komme, Ladytron zu hören, dann kann ich das einfach tun… aber allen das ihrige!
Dieser Blogbeitrag löste das Ganze aus, hier ist der Koffein-Rechner.
p.S.: während des Schreibens dieses Beitrags habe ich eine Kanne Tee ausgetrunken…

die wäsche ist gewaschen (danke, mama!) und ich empfinde es noch immer als eigenartig, dass von mama gewaschene wäsche fremdartig riecht - weil ich es ja nicht mehr gewohnt bin.
ein langer und sehr ereignisreicher urlaub neigt sich seinem unvermeidlichen ende zu. dabei war ich doch noch gar nicht in budapest… werde ich wohl auf den nächsten frühling verschieben (müssen).
die zwischenzeit werde ich mir mit meinem neuen plattenspieler vertreiben (den ich hoffentlich morgen endlich kaufen kann, wenn ich nicht vorher das ganze geld versaufe…), und wenn ich den vor mir stehen habe und das schwarze gold zum ersten mal rotiert, dann wird offendorf für mich abgeschlossen sein, dann ist der urlaub endgültig vorbei, dann bin ich mit dem kopf wieder hier. frei ist er ja schon, dank eben jenes zeltlagers.
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inzwischen ist alicia eingeschult - herrjemine, war die aufgeregt! - mein kleiner neffe hat den werder-strampler mal wieder getragen (dank des 2:1 gegen frankfurt), und im grauen berliner frühherbst wärmt die erinnerung an schöne hühnersuppe.
auch wenns wetterbedingt kein wirklicher sommer war, schön war er doch. schön anstrengend, schön ereignisreich, schön spaßig.
und mein pullover? ist das einzige kleidungsstück, das noch nicht gewaschen wurde. weil er so weich ist und ich befürchte, dass ist er danach nicht mehr. weil er nach dem feuer riecht, das wir am letzten tag gemacht haben. weil ich grad keinen anderen tragen will…


cannot unhear what i heard…
“Around the Sun” von R.E.M. sei, so schrieb (vermute ich) einer der geschätzten Schreiberlinge vom musikexpress, das eine Album, von dem er sich wünschte, sie hätten es nicht geschrieben.
Bis dahin nämlich hatten die vier drei aus Athens, Georgia schon viel in ihrem Leben getan, nur eines nicht: ein doofes Album geschrieben. Dann kam “Around the Sun”, welches einen faden Beigeschmack hatte und letzten Endes genauso identitätslos wie das weiße Cover geblieben ist.
Um das Album näher zu beschreiben, reicht es, “Automatic For The People” zu nehmen, und die Seele, den Gänsehautfaktor, abzuziehen, sich “New Adventures in HiFi” anzuhören - freilich ohne das Sonntagabend-Abgefuckt-Homeless-Gefühl - oder auch “Monster” ohne die rohe, lärmende Energie.
Selbst das meiner Ansicht nach überbewertete “Out of Time” mit seinen catchy Popsongs, oder das introvertiert-experimentelle “Up” haben viele, viele Momente, die “Around the Sun” fehlen, und das sind die Momente, die dem Album ein Gesicht geben, irgendwas, an das man sich erinnert.
Schade. Aber: vergessen wirs und warten aufs nächste Killeralbum von R.E.M.
Das kommen wird, ganz bestimmt.
Ganz bestimmt wiederkommen wird der 24. Januar. Gleichbetiteltes Lied von Lambchop ist leider der einzige Lichtblick (aber was für ein geiler!) vom Doppelalbum “AwCmon/NoYouCmon”, das ich mir gekauft hatte, weil - wieder mal - der Musikexpress es mir empfohlen hatte. Man hätte aus den quälend langweiligen zwei Stunden eine annehmbare Dreiviertelstunde machen können, was ich ursprünglich auch vorhatte, Brenner sei dank.
Dass dieses Projekt in Vergessenheit geraten ist, sagt eine Menge darüber aus, was Lambchop mir bedeuten…
Eher bedeutungsschwanger texten Prefab Sprout vor sich hin, und zwar so schlecht, dass ich sie ursprünglich für Furyähnliche englischtextende Deutsche gehalten habe. Nix da! Es sind Angelsachsen.
Leider kann ich mich an den Titel des Albums nicht erinnern, und wiederfinden gerade auch nicht, was ich aber recht emotionslos hinnehme.
Das Einzige, was dieses Album für mich bedeutsam macht, ist die Tatsache, dass es die erste CD ist (und auch die bisher einzige),
die ich gekauft, aber nicht zu Ende gehört habe - ich bezweifle, dass ich den ersten Track überhaupt ganz gehört habe…
Ach ja: Lambchop und Prefab Sprout sollen angeblich zur guten Seite des Country gehören. Ich frage mich langsam: gibt es da überhaupt eine gute Seite…?
Gänzlich der (vermeintlich) guten Seite hat sich Neal Morse verschrieben. Ich wurde auf ihn aufmerksam, weil er ein richtig guter Progger ist, der schön komplexe und trotzdem gut hörbare Songs schreibt. “Testimony” ist musikalisch auch nicht schlecht, aber inhaltlich schon arg darauf fokussiert, dass der gute Neal Gott gesehen hat oder wird oder vielleicht gerade sieht und deswegen alles furchtbar wunderbar ist. Das kann er auch gerne tun und finden, aber sowas gehört ins Reader’s Digest und nicht auf eine CD, pfui! Oder wenn, dann wenigstens besser vertextet.
Weitere Griffe ins Klo:
- Dieser verdammte Brithype.
“Aber, aber” werdet ihr da sagen, “wie kannst du sowas sagen, die sind doch alle richtig cool, die Kaiserchiefarcticmonkeybabyshambleuswklone. Du hast doch keine Ahnung. Hast du sie dir mal richtig angehört?”
Leider ja. Geschlagene vier Stunden lang im indiesten Club Hannovers. Immer wieder dasselbe: Tanzbarer, treibender Beat, pseudocooler Text, angezerrte Gitarren und ab und zu mal irgendein Special Effect. Super.
Und etwa so spannend wie Forsthaus Falkenau. - “Slow Sunday”
Habe ich live in Hannover gesehen. Kommen ihrem Titel musikalisch erstaunlich nahe und sind in etwa dasselbe wie ungewürzter Tofu: eine gute Idee, leider völlig fad umgesetzt. - napster.com mit einer völlig unbrauchbaren mp3-Flatrate.
Damit wir uns richtig verstehen: ich finde es okay, für Musik zu zahlen. Nur will ich dann auch ein Produkt, das seinen Preis wert ist. Musikflatrate, das klingt dann erstmal richtig toll: nen Zehner pro Monat und ab geht die Post.
Leider hat man damit auch die musikalische Seele an napster verkauft, weil sämtliche von dort gekaufte Musik ein wertloser Haufen Datenmüll ist, sobald man die Flatrate nicht mehr bezahlt.
Schade, gute Idee, bekloppte Umsetzung.
Jetzt muss ich aufhören. Ich brauche gute Musik, Tom Waits z.B. oder auch Imogen Heap oder Alle Alben Von R.E.M. Vor Around The Sun, oder The Shins…
“Ich bin bislang davon ausgegangen, dass es Aufgabe des Innenministers ist, den Rechtsstaat zu schützen. Jetzt könnte man zur Auffassung kommen, man müsse den Rechtsstaat vor dem Innenminister schützen.”
Was der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschuss - Sebastian Edathy (SPD) - da so locker vor sich hingesagt hat, macht mir (und vielen, vielen anderen) große Sorgen und Bauchschmerzen.
Es gab Zeiten, in denen hatte ich das Gefühl, der Schäuble sei zwar auf der dunklen Seite der Macht, aber an sich ganz vernünftig und einer, mit dem man irgendwie reden könne.
Dann wurde er Innenminister, und spätestens seitdem habe ich das Gefühl, das vieles, was diesen Staat erträglich machte - Dinge wie ein einigermaßen verlässliches und funktionierendes Grundgesetz und die Annahme, dass die meisten Menschen zwar nicht unbedingt Engel, aber auch keine Verbrecher sind - nicht nur abgeschafft, sondern regelrecht torpediert werden unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Terror, so sehr, dass selbst der Herr Köhler sich genötigt sieht, den Bluthund zurechtzupfeifen - natürlich sehr sanft, weil der Präsident ja nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen will (warum eigentlich nicht? Der Köhler ist doch eigentlich ein mutiger vernünftiger).
Jedenfalls macht die Entwicklung mir Angst; da kommt eine aktuelle Aktion mir ganz recht: Man kann beim Bundesinnenministerium bis zu drei Exemplare des Grundgesetzes bestellen. Eins sollte man eh immer zuhause stehen haben, ein anderes kann man irgendwelchen Nazis in die Hand drücken, und das Dritte - ja, das schicken wir sofort wieder zurück ins Ministerium, damit Herr Schäuble nicht vergisst, dass er gerade im Begriff ist, etwas zu zerstören, das uns allen irgendwie ermöglicht, einigermaßen frei und unbescholten zu leben.
Weil: der eingängliche Konjunktiv ist überflüssig. Man muss die Verfassung vor dem Innenminister schützen.
Zum Thema:
gg bestellen
auch son beitrag
richtig gruslig
Zum Launch des iPhone dachte ich mir, es wäre mal wieder ein der Zeit, einige neue iPods vorzustellen.
Schließlich wird ja schon jetzt munter gemutmaßt, wie das neue iPhone aussehen könnte (kiek mol an) und bei Apple selber dürfte die Hexenküche auch schon seit Ewigkeiten auf Hochtouren laufen.
Hier also ein paar neue Eigenkreationen (und hier die alten):
iSche
Ist insbesondere für männliche Jünglinge aus der Türkei ein unerlässliches Gerät, das nicht nur als Gebetskettenersatz dient. Nein, die “iSche Kochstu”-Version macht auch hinterm Herd eine gute Figur.
Die “iSche Machstualles”-Deluxe-Version kann sogar eigenständig den Haushalt führen, Kinder bekommen und Pullover stricken und ist somit das perfekte Tool für den Jüngling von heute.
Um das zarte türkische Gemüt zu schonen, kommen grundsätzlich alle Versionen des iSche mit Schleier.
Der iNkaufswagen
ist der klobigste, aber auch brauchbarste aller iPod-Nachkommen. Seine überlegene Gitterstruktur erweitert die Speicherkapazität des iNkaufswagen auf Fertigpizza, Milch, Chips, kleine Kinder - kurzum alles, was nicht niet-und nagelfest ist.
mp3-Liebhaber werden sich allerdings an einem Makel aufreiben: aufgrund der erwähnten Gitterstruktur ist das Gerät für digitale Daten gänzlich ungeeignet.
Um trotzdem Musik mit dem iNkaufswagen hören zu können, wird der Kauf von - Vorsicht, Oldschool - CDs oder gar Schallplatten empfohlen sowie alternativ der Erwerb eines stinknormalen iPods.
Mit der unglaublichen Kapazität des iNkaufswagen wird allerdings kein iPod mithalten können.
Weitaus weniger verlässlich, aber ungleich spannender ist der iNstein,
der in starker Konkurrenz zum “Hawking”-mp3-Player von Microsoft steht.
Audiophile werden sich allerdings wegen der natürlicheren Klangwiedergabe eher für den iNstein interessieren.
Es gibt eine nahezu unendliche Vielzahl von iNsteins in verschiedenen Dimensionen unseres Multiversums; die späteren Generationen lassen sich jedoch ausschließlich nur in den USA finden.
Die herausragendste Fähigkeit des iNstein ist die abstrakte, relativ genaue Titelsuche, die mit erstaunlich einfach formulierten, hochkomplexen Ergebnissen aufwartet.
Ungenutzte Rechenkapazitäten nutzt der iNstein, um nach schwarzen Löchern zu suchen…
In den Bereich der Mystery-Pods gehört der iSberg,
der leider aufgrund eines Produktionsfehlers immer zu einem Siebtel aus der Tasche herausschaut, was angeblich den Satiriker Max Goldt zu dem Ausspruch: “Dieses Ding wird noch mal mein Untergang!” nötigte.
Was er damit sagen wollte, ist bislang ungeklärt.
Leo diCaprio besitzt angeblich 20 der guten Stücke, deren einziges weiteres Merkmal der relativ kühle Klangcharakter ist.
Abermals mein Dank an Apple, die immer wieder spannende und innovative, wenn leider auch manchmal hoffnungslos überhypte Geräte und Ideen herausbringen.
eigentlich ist heute wieder ein mad music munday, aber ich habe schlicht nicht genug neue musik gehört, um hier was anständiges zu schreiben.
dafür ist die konzert-review von the sea and cake (gucks du) heute unter den “featured posts” bei wordpress; rob reliant von den say highs hat sogar persönlich vorbeigeschaut und nen kommentar hinterlassen!
deswegen hab ich gleich eine neue review über das dream theater - konzert in der zitadelle geschrieben - auch wenn es jenseits aller hoffnungen ist, dass von den guys jemand vorbeischaut…
google liebt milchmithonig; selbst bei so abwegigen kombinationen wie “dortmund kindergarten” bin ich auf platz 8…
wäre heute ein richtiger mad music munday, hätte ich auch über die dandy warhols geschrieben, die neben “bohemian like you” auch noch drei richtig gute alben gemacht haben. vor ein paar jahren noch everybodys darling, sind sie nur leider völlig in vergessenheit geraten.
vorhin haben sie mich genervt, aber boozoo bajou sind eigentlich auch eine erwähnung wert, sind sie doch eine ambient-/dub -band, die sich hinter thievery corporation nicht verstecken müssen. eher im gegenteil. aber grad kann ich mich net auf sie einlassen, weil ich gitarren will, viele gitarren.
die gibts bei den smashing pumpkins zuhauf; ein kurzes überfliegen von deren neuem album gab mir den eindruck eines guten, wenngleich nicht bahnbrechenden albums, das die 00er jahre einfach verschlafen hat.
was fehlt? bilder. jede menge bilder. die werden kommen, versprochen.
angesichts der uhrzeit sollte ich diesen beitrag wohl eher “ruby tuesday” nennen…
natürlich konnten einige mails nicht zugestellt werden (siehe tagebuch)…
eine fehlermeldung fand ich besonders schön:
Hi. This is the qmail-send program at tama.pair.com.
I’m afraid I wasn’t able to deliver your message to the following addresses.
This is a permanent error; I’ve given up. Sorry it didn’t work out.
das programm scheint ja richtiggehend zu bedauern, dass es die mail nicht zustellen konnte, wenn ich nur wüsste, wie ich es trösten kann…
rotor hat auf seinem blog - neben haufenweise anderem ebenfalls tollen kram - unter anderem einen link auf diese sehr tolle katzenseite gesetzt. jetzt kann man die welt auch mal aus der perspektive der kleinen tiger sehen…
ich vermisse milchmithonig. auch wenn wordpress tolle möglichkeiten bietet - noch sind wir uns recht fremd.
ich habe die letzten zwei stunden oder so damit verbracht, ziellos durchs internet zu surfen, videos zu schauen, mich versucht zu erinnern, welche bookmarks ich so hatte und damit eines der projekte vernachlässigt, die ich gerade jenseits des computers pflege. dammit! morgen werde ich mich zügeln.
mein stil ist anders, als vorher beim alten milchmithonig. aber ich finds ganz gut.
Nein, obwohl gerade deren wunderbares “Gong” aus den Lautsprechern schallt, geht es gerade mal nicht um die isländische Ausnahmeband.
Die heutige Siegesrose ist für mich der Bremer Stürmer Markus Rosenberg, den ich aufgrund seiner effektiven Kurzeinsätze zwischendurch schon “5-Minuten-Rose” getauft hatte.
Heute war es nicht ganz so effektiv… aber mit einem Tor durchschnittlich alle 30 Minuten hat er Hertha fast alleine weggeschossen, da können wir ihm das schon verzeihen…
Erstaunlich fand ich, dass man die ganze Zeit über fast nichts von den Herthafans mitbekommen hat.
Klar standen wir im Werder-Block, aber wenn wir dann ruhig waren, kam überhaupt nichts.
Das war in Hannover z.B. anders, und auch die Bayern- oder Paulifans waren in Bremen lebendiger.
Am Rande des Spielfeldes sozusagen habe ich dann Karina getroffen, die ich zuletzt vor fünfunddreissig Jahren in der vierten Klasse gesehen hatte.
Da braucht es also eine dreieinhalb-Millionen-Stadt und knapp 80.000 Fußballfans, um eine Person zu treffen, die früher einmal im 10 Kilometer entfernten Uthlede gewohnt hat, und deren Geburtstagspartys immer sehr toll waren. Damals haben wir Dr. Albarn gehört und haben im familieneigenen Pool herumgeplanscht.
Das Essen und das Entertainment waren auch immer super, aber als zehnjährige waren wir da wohl auch recht leicht zufriedenzustellen…
Wie schön Berlin sein kann, da vergisst man doch glatt den Winter. Ein wunderbarer Frühling, selbst das S-Bahnfahren macht Spaß (ich musste ja bis in den westlichsten Zipfel), das Olympiastadion ist eindrucksvoll, und ein 4:1 ist natürlich viel schöner, als das schnöde UEFA-Cup-Geckicke der letzten Tage.
Nur an eines kann ich mich nicht gewöhnen: nur Gast in einem Stadion sein, das war schon in Hannover so.
Völlig berechtiger- aber unpassenderweise habe ich neulich in der Straßenbahn über die insbesondere von mir innig geliebten iPods nachgedacht - um spontan mit ein paar neuen Kreationen aufwarten zu können:
iLiner:
Dieses gute Stück ist perfekt für die Bahn. Kann eine vernünftige Menge Musik speichern (vielleicht so zehn Gigabyte), ist klein, leicht, handlich, rosa und zudem an der Unterseite mit einem kleinen Stift ausgestattet, der es ermöglicht, die Linien im Auge nachzuziehen, die man eben so nachzieht mit einem iLiner.
Der Stift selber kommt in den Farben Schwarz, Weiß, Grün, Rot, Blau
Eher rustikal gestaltet sich da das Modell
iSbein:
Empfohlen von führenden Schlachtern. Der iSbein ist der größte und schwerste iPod mit gleichzeitig der geringsten Speichermenge, da die Haxe ja irgendwo Platz finden muss.
In Zeiten der Not sehr zu empfehlen! Das Deluxemodell kommt mit allen Songs von Stefan Raab vorinstalliert.
Leider ist das Ding für Vegetarier eher nicht so geeignet. Deswegen gibt es das besonders schöne und ästhetische Modell
iSblume:
Der Hersteller versichert, dass keine Tiere für die Produktion dieses Gerätes leiden mussten. Was die Attraktivität dieses kleinen, aber sehr feinen Gerätes nur erhöht.
Ganz in weiß gehalten, mit Transparenzen und abgesetzten Mustern spielend, ist dieser iPod nicht nur für Vegetarier ein Genuss. Die strenge Symmetrie kokettiert mit der Einmaligkeit eines jeden Gerätes, denn die Muster sind bei jedem iSblume anders gestaltet.
Deswegen kommt der iPod mit Identifikationsnummer sowie den bereits aufgespielten Songs “Ich ess Blumen” von den Ärzten, sowie “Ice Ice Baby” in zahlreichen Versionen, für Kinder auch noch die Rolf-Z-Version mit dem Smash-Hit “Winterkinder”.
Speziell meinen fernöstlichen Erfahrungen verdanke ich die Idee des
iSpy:
Für Stasi-Mitarbeiter (offiziell und inoffiziell) und alle, die ständig versuchen, ihre Nachbarn anzuschwärzen und ihnen irgendwelche Illegalitäten nachzuweisen.
Der iSpy ist noch kleiner als der iPod Shuffle, aber voll ausgestattet mit allem, was der ambitionierte Nachwuchsspion braucht: nebst einer hervorragenden Kamera, die auf Nachtsicht umgeschaltet werden kann, einer Abhörvorrichtung und dem innovativen Selbstzerstörungsmodus kann man über die optional zuschaltbaren iSatellites von überall auf der Welt auf den iSpy zugreifen.
Der Selbstzerstörungsmechanismus wird aktiviert, sobald man eine beliebige Melodie von Jack Johnson pfeift - der Countdown richtet sich dann nach der Länge des Liedes.
Eine weitere Besonderheit des iSpy ist der Unsichtbarkeitsmodus: einmal aktiviert, ist der iSpy nahezu unauffindbar - leider.
Spannend ist jedoch die Kombination aus Unsichtbarkeit und Selbstzerstörung; der scheinbar aus dem Nichts auftauchende, sieben Zentimeter hohe Atompilz erfreut sich als Partygag wachsender Beliebtheit.
Aber Vorsicht: die Nachbarn könnten zuschauen…
Ich bedanke mich bei Apple für die Erfindung dieses Gerätes; mehr noch für dessen großartige Benennung, die mir diesen Quatsch überhaupt erst ermöglicht.






mildly pissed off
zoe keating
zuletzt habt ihr gesagt...