You are currently browsing the category archive for the '.txt' category.
“Wenn sich eine Katze in einem geschlossenem Behälter befindet, so kann sie entweder tot sein oder noch leben. Man erfährt es erst, wenn man nachsieht - das Öffnen des Behälters entscheidet über den Zustand der Katze. Es gibt jedoch eine weitere Zustandsform, die von Schrödinger übersehen wurde: lebendig, tot oder verdammt wütend.” - frei nach Terry Pratchett
Schrödingers Katze befand sich am Ende ihres letzten Abenteuers an einer Öffnung ihres Kastens, aus der Licht kam. Weil sie neugierig war, was sich dahinter wohl verbergen mochte, ging sie durch die Öffnung.
Hier gehts weiter:
Schrödingers Katze konnte noch nicht viel erkennen, weil sich ihre Augen erst an das intensive Licht gewöhnen mussten. Ihr Geruchssinn allerdings teilte ihr mit, dass sich im Raum viele technische Geräte und Apparaturen befinden mussten, von denen einige ihr bekannt vorkamen, andere nicht. Der heiße, metallisch-staubige Geruch ließ darauf schließen, dass hier ebenfalls eine Art Wissenschaft betrieben wurde.
Instinktiv freute die Katze sich und fasste eine Art vorsichtiges Vertrauen. Es gab also noch mehr Forscher-Menschen; vielleicht waren dies sogar Freunde ihres Wissenschaftlers.
Eines allerdings verwirrte die Katze: Die Luft roch nicht wirklich real - jedenfalls nicht auf die unmißverständliche Weise real, wie sie es von Zuhause gewohnt war.
Abermals kam der Katze ihr fehlendes Konzept vom Verlauf der Zeit in die Quere; was sie störte - aber nicht wissen konnte, denn Zukunft und Vergangenheit gab es für sie nur in dem unmittelbar begrenzten Maße, dass sie wusste, sie hatte etwas zu fressen gehabt und sich aufgrund des Hungergefühls wünschte, es würde bald Neues zu fressen geben - was die Katze also als störende Irrealität empfand, war die simple Tatsache, dass diese Luft älter war, als im Labor ihres Wissenschaftlers - sie befand sich also in irgendeiner Zukunft.
das mädchen in schwarz mit dem hund steht in einer dunklen ecke.
während neben ihr das hochglanzpolierte leben in der schicken straße tobt, scheint sie völlig losgelöst von der welt.
passanten beachten sie nicht; es gibt schließlich schon genug bettler, die in dunklen ecken stehen.
aber das mädchen in schwarz mit dem hund bettelt nicht.
das mädchen in schwarz interagiert nicht einmal mit den vorbeiströmenden massen von menschen, die essen gehen, im kino waren, von der arbeit kommen.
und sich über essen gehen, kinobesuche und arbeit unterhalten.
es ist heiß an diesem tag; vermutlich war es im ganzen jahr noch nicht so heiß wie an diesem tag.
dem mädchen in schwarz mit dem hund scheint dies nichts auszumachen.
sie steht einfach nur da, den kopf stolz nach oben gerichtet, die hand, mit der sie die leine hält, auf dem kopf des riesigen bernsteinfarbenen hundes, der ihr treu ergeben zuhechelt.
ich gehe an der ecke vorbei und schaue ihr in die augen.
das mädchen in schwarz mit dem hund weint bitterlich, stelle ich fest, doch kein laut ist zu hören, kein schulterzucken verrät ihren zustand.
sie steht einfach nur still da, die hand auf dem kopf ihres riesigen hundes, während das glitzerleben an ihr vorbeitobt.
sie schaut mich mit ihren augen an, leer und unfokussiert und doch flehentlich.
eine träne löst sich aus ihrem auge und rollt die wange herunter, ganz langsam, bis sie sich schließlich ablöst und herunterfällt.
ihre augen schauen mich nun bewusst an.
sie fasst einen entschluss und bewegt ihre freie hand; anscheinend will sie mir etwas sagen.
was sie mir sagen will, weiß ich nicht.
manchmal wache ich auf, den lautlosen schrei des mädchens in schwarz mit dem hund auf den lippen
…fandet ihr die katzengeschichte jetzt eigentlich doof, oder wartet jede/r nur auf eine fortsetzung von mir?
… denn ich weiß inzwischen, wo die katze war…
Die Kneipe am Rande der Wüste, dort, wo selbst die Sonne nicht mehr brennt, weil sie sich verbraucht hat, war klein und hatte wenig Besucher; aber diejenigen, die kamen, blieben meist sehr lange.
In dieser Kneipe wurde wenig gesprochen. Die leise Bluesmusik, die von irgendwoher kam und die alles überwältigende Stille der Wüste sorgten für eine unausgesprochene, aber beinah spürbare Erfurcht vor dem Verursachen von Geräuschen. Fast schien es so, als wollte keine der Gestalten, die hier tranken, die erhabene Geräuschlosigkeit brechen. Man hätte sich eh Nichts zu sagen, was den Anderen nicht schon bewusst war.
Denn so unterschiedlich die Menschen gewesen sein mochten, als sie aufgebrochen waren - so laut, so oberflächlich, so verdammt selbstverständlich - die Wüste - der Sand, die Sonne, die Einsamkeit - hatte sie alle reingewaschen. Ehemals bunte Kleidung war ausgebleicht; lange, strähnige Haare säumten wettergegerbte Gesichter. Männer trugen lange Bärte, Frauen schon lange kein Make-Up mehr.
Wer hierher kam, den interessierten Äusserlichkeiten nicht mehr.
Man hatte die Wüste überlebt, sengende Hitze, quälenden Durst, der Sand hatte einen rundgeschliffen.
Die Einsamkeit, dieses unendliche Gefühl des Alleinseins, des Verlassenseins - aber auch des Ein-Seins mit der Welt und sich selber - die Einsamkeit, die es nur in langen mondbeschienenen Nächten in der Wüste gab, wenn aus der Ferne ein Koyote heulte oder vielleicht nur ein laues Lüftchen in einem der spärlich gesäten Büsche raschelte, diese Einsamkeit hatte in denjenigen, die nicht vor Durst, Wahnsinn oder Erschöpfung schreiend und verzweifelt einfach liegengeblieben waren und sich ihrem Schicksal übergeben hatten, die Pforte zu einer neuen Bewusstseinsebene geöffnet.
Es war, als hätte die Sonne ihre Herzen durchleuchtet und als sei nichts als die reine Kontur übriggeblieben, wie bei einem Foto, das zu intensiv belichtet wurde.
Wer in dieser Bar saß, der mochte die Sonne nicht. Der hasste sie aber auch nicht. Es gab sie einfach, ebenso wie die Wüste.
Es wurde langsam dunkel, und der einzige anwesende Gast beobachtete durch die Fensterscheiben am dunkelblauen, fast schwarzen Himmel gleichzeitig die Sterne und die Reflektionen aus der Bar, sein Bier sorgfältig neben der Kerze in dem über und über mit Wachs bedeckten Halter gestellt.
Die Kerzen spiegelten sich im Fenster, wie auch der Kronleuchter, scheinbar am Himmel schwebend.
In die Ferne erstreckte sich die Wüste, am Horizont zerklüftet und hügelig.
Der Gast hatte diese Wüste überwunden, doch sie hatte ihn bezwungen.
Selbstvergessen starrte er aus dem Fenster und im Kopf war er bei der Geschichte, die das Lied ihm erzählte, mit dem Herzen in der Wüste. Zeit war nebensächlich, und so dauerte die Nacht eine Ewigkeit und nur einen Augenblick gleichzeitig.
Die Kneipe am Rande der Wüste, dort wo selbst die Sonne nicht mehr brennt, weil sie sich verbraucht hat, und die nur von wenigen Menschen besucht wird, die aber lange bleiben, trug den seltsamen Namen Friedhof der Ideen und gebrochenen Träume - denn wer hier eingekehrt war, brauchte schon längst beides nicht mehr…
Anmerkung: Der nachfolgende Text ist mit zehn Seiten für einen Blogeintrag eigentlich viel, viel zu lang. Allen, die wie ich Probleme damit haben, Texte vom Bildschirm zu genießen, empfehle ich die pdf, um sich eine analoge Variante auszudrucken. Das hat auch den Vorteil, dass man die Geschichte - sollte sie gefallen - zusammengefaltet im Portemonnaie mitnehmen kann, sie Freunden zeigen kann, mit ihr arbeiten kann… und so weiter - der Text unterliegt der Creative-Commons-Lizenz by-nc-sa 3.0 - und jetzt viel Spaß!
Es war ein schöner Sonntagmittag - die Sonne schien, in den Büschen vor dem Haus stritten sich die Vögel um eigentlich im Überfluss vorhandene Nahrung, und - wie Tabea Helz zu ihrem Verdruss feststellte - auch im kleinen Cafè unter ihrer Wohnung wurde bereits wieder frenetisch gefeiert. Nicht, dass das nächtliche Feiern bis in die frühen Morgenstunden nicht schon lange ausgereicht hätte, um ihren ohnehin schon kleinen Toleranzbogen Schlagern gegenüber vollends zu überspannen.
Sie hatte es im Guten versucht.
Denen im Café zu erklären versucht, dass es ausreichen würde, den Bass ein wenig herunterzudrehen.
Ihnen erklärt, wie man Schall abdämpfen kann - davon verstand sie etwas, schließlich arbeitete sie als Studiotechnikerin - doch all diese Maßnahmen waren eher kurzzeitiger Natur - spätestens ein Wochenende drauf wurde wieder wie eh und je gefeiert.
Da sie sich nicht ärgern lassen wollte und ohnehin vorhatte, die beinah sommerliche Frühlingsluft zu genießen, beschloss sie, über einen Flohmarkt zu gehen, der jeden Sonntag abgehalten wurde, ganz in der Nähe und mit einem Warenangebot, das ihr und ihrem Freund entgegenkam - Kleidung, Musik in Form von CDs und Schallplatten und allerlei kleinkram - was konnte es besseres geben, als über den Markt zu schlendern, dann in aller Ruhe irgendwo einen Latte Macchiato zu trinken und den Gedanken an den sich nähernden Montag ganz weit davonzuschieben?
Steffen zu überreden würde eine Herausforderung werden, aber einerlei, ob er nun mitkommen wollte, würde sie auf jeden Fall gehen, und so machte sie sich fertig, sommerlicher Rock, eines ihrer Lieblings-Band-T-Shirts, die Haare mit einem Had hochgebunden - und ihre John-Lennon-Sonnenbrille, natürlich. Steffen zog sie immer deswegen auf, aber dann widerum hatte er ein Faible für sonderbare Kopftücher, die ihm, nunja, nicht immer so gut standen, wie er es sich vielleicht vorstellte.
Und so klopfte sie an der Tür zur Kammer und trat ohne weiteres Zögern ein.
Steffen und sie hatten sich drauf geeinigt, dass das schon in Ordnung sei, denn wenn er sich auf seine Arbeit konzentrierte, konnte er manchmal so sehr in seine eigenen Gedanken versinken, dass er nichts mehr um sich herum wahrnahm.
Das hatte insbesondere in den ersten Monaten ihrer Beziehung zu Spannungen geführt, weil Tabea sich vernachlässigt fühlte. Als Zugeständnis seinerseits an ihre Bedürfnisse - und auch, um sich selber nicht ständig zu vernachlässigen - hatte er sie dann dazu aufgefordert, in Zukunft einfach anzuklopfen und gleich einzutreten.
warum begreifen vieles erleichtern, aber manches erschweren kann
gerade eben habe ich zum wohl allerersten bewussten male das wort hanebüchen benutzt. kenntnisarm ob des gebrauchs ebenjenen wortes, habe ich es prompt falsch geschrieben, nämlich mit einem h an einer stelle, die einem hahn die eigenschaft des büchen-seins zugeschrieben hätte, aber das wörtlein hat eher wenig mit federvieh zu tun - es sei denn, dieses lässt sich auf hainbuchenholz nieder. spannend finde ich das wort trotzdem, denn es klingt so fremdartig, so sonderbar, so lustig - und beschreibt doch nur unsinn. hanebüchen ist eine jener unübersetzbaren perlen, die es wohl in jeder sprache gibt.
wäre ich ein sachverständiger gewesen, was sich unglaublich grob verhaltendes fluggetier betrifft, wäre mir natürlich der faux pas mit dem falschen h nicht unterlaufen. doch ich verstand mich in ebendieser sache nicht, und so nahm das unheil seinen lauf.
trotzdem wäre ich lieber ein sachverständiger als ein experte, denn das wort ist so wunderbar direkt. als sachverständiger verstehe ich eine sache - das heißt also, ich kenne mich nicht irgendwie aus oder kann eine gewisse expertise vorweisen, was einen sachverhalt betrifft, sondern mich durchleuchtet das licht der erkenntnis - es ist schließlich mein job, dann etwas von einer sache zu verstehen. nehmen wir meinen angestrebten beruf, die fachkraft für veranstaltungstechnik - ich werde also irgendwann vom fach sein, da fragt man sich, welches fach und ob es auch eine schublade sein könnte und überhaupt, was heißt schon “vom fach?” - im grunde auch nur, dass ich meinen beruf beherrsche. wäre ich sachverständiger, so stünde ich ganz anders da, ich wäre nicht nur vom fach, nein, ich verstünde meinen job in all seinen facetten.
so bleibt mir nur das begreifen und das gefühl, als fachkraft wesentlich glücklicher sein zu können, als ein verständiger der seine ganze weisheit und sein ganzes verstehen dann doch nur anwenden darf, um dem gericht zu erklären, dass der betrunkene raser, wäre er nicht betrunken gewesen, sich vermutlich nicht um den baum gewickelt hätte.
überhaupt begreifen.
um mein ganzes erworbenes sachverständnis um eine dimension zu erheben, muss ich - das ist sachdienlich - sie zunächst begreifen. ich setze sozusagen meinen geistigen würgegriff ein, um ein theoretisches problem zu begrabschen, zu betatschen, es gar lüstern zu fingern - um am ende mein verständnis zu vergrößern.
wer allerdings meint, nach einem romantischen tête-à-tête durch ausgiebiges begrabbeln des jeweiligen partners auf verständnis zu stoßen, ist in den meisten fällen auf dem holzweg…
zum schluss:
vertauscht man zwei buchstaben, so wird aus der sinnvollen beschäftigung des arbeitens ein überhastet und nach schießenden cowboys klingendes abreiten.
edit (21.05.): wie ich heute in einem mehr oder minder persönlichen gespräch erfahren durfte, ist abreiten mitnichten eine originäre wortschöpfung, sondern eine altertümlich anmutende bezeichnung für den vorgang des pferd-trockenreitens, nachdem man es vorher ins schwitzen gebracht hat. man lernt halt nie aus…
Ein Strand, mitten im Nirgendwo.
Wellen branden gegen die unberührte Natur, und ginge der Strand nicht irgendwann in bewachsenes Hinterland über, könnte man der Vermutung erliegen, die Welt bestünde nur aus diesem Strand, dem Meer und den vereinzelt auftretenden Felsen.
Selten zerreißt ein Möwenschrei das ewige Rauschen aus Meer und Wind, gefettete Federn in salziger Luft.
Die Sonne wird gleich untergehen; ihr weißlich-helles Tageslicht weicht langsam einem Orangeton, der später in Rot übergehen wird. Ihre Strahlen werden hier und dort vom Wasser reflektiert, Lichtreflexe, die scheinbar über das Wasser tanzen.
Genau an der Brandungslinie, dort, wo die Wellen im Sande verlaufen und nichts als ihre zerfallende Schaumkrone hinterlassen, hockt eine Gestalt.
Sie verharrt regungslos, geschützt durch einen weiten schwarzen Umhang und scheint in den Sonnenuntergang zu starren. Nur der Wind sorgt dafür, dass der Umhang sich manchmal in wildem Zausen verwirft, wieder glättet und manchmal den Eindruck erweckt, sich von seinem Besitzer lösen zu wollen. Die Person verharrt regungslos.
Hinter der Person steht ein gewaltiges schwarzes Pferd, dass - wenngleich nicht regungslos - dann doch sehr, sehr still dasteht. Es scheint abzuwarten, während es ruhig im spärlichen Gras frisst. Manchmal hält es kurz inne, schaut zu der beumhangten Person, ganz so, als wolle es sich vergewissern, dass sie noch dort sitzt, senkt wieder den Kopf und grast in aller Ruhe weiter. Es verfolgt dabei seinen eigenen Rhythmus, kein Rufen der Möwen, kein plötzliches Aufbrausen des Windes stören es dabei.
Genau so, wie das Pferd, ist die Person um Umhang scheinbar unbeeinflusst von der Umgebung. Etwa jede siebte Welle ist größer als die anderen, schiebt die Brandungslinie ein kleines Stückchen nach oben, trägt ein kleines bisschen mehr Sand ab, als die anderen, berührt sogar manchmal den Umhang, doch das interessiert die Person nicht. Der Wind reißt förmlich am Umhang, schneidet, wirft Sand auf, doch das interessiert die Person nicht.
Sie schaut weiterhin unverwandt auf die sich unweigerlich senkende Sonne; bald ist es Nacht, und der Strand und das Meer einzig beleuchtet vom fahlen Licht der Sterne und des Mondes.
Der nächste Morgen kommt, und mit ihm die Jahrmillionen. Noch immer rauschen Meer und Wind, noch immer sitzt die Person am Strand, hat sich nicht gerührt. Noch immer grast das Pferd. Die Zeit scheint unbedeutend, es zählt einzig das Jetzt.
Die Person denkt eine Menge Gedanken, verliert sich in ihnen. Sie denkt zurück an Vergangenes, an Kommendes und an das, was ist. Es gibt eine Menge zu tun, doch erst zur rechten Zeit. Zeit ist unbedeutend, wenn man über sie gebietet.
So vergehen Ewigkeiten, und nach einem Seufzer, der ein ganzes Menschenleben andauert, steht die Person auf und steigt auf das freudig wartende Pferd.
Man hat den Tod noch nie weinen gesehen. Aber er sitzt oft an diesem Strand.
okay, über das ergebnis brauchen wir nicht wirklich sprechen. auch nicht darüber, dass werder gut spielen und trotzdem verlieren kann…
trotzdem war es heute etwas spezieller, werder live zu sehen, denn die übertragung kam direkt aus dem internet - vor gerade mal zehn jahren hatte ich gerade meine erste emailadresse und bin über ein internes 28.8k-modem ins internet gegangen, das größer war, als manche mainboards heutzutage. andere anwendungen als bloße informationsbeschaffung? undenkbar.
und heute perlte ein fußballspiel aus dem netz. klar, auf dem großen bildschirm war die bildqualität nicht berauschend (etwa wie ein schlechtes analoges signal aus den frühen neunzigern) und bei schnellen kameraschwenks oder bewegungen stockte das bild merklich - aber es war grundsätzlich möglich, das spiel zu schauen.
ich bin mal gespannt, was noch so alles möglich sein wird.
… und werder wird glasgow nächste woche aus dem weserstadion fegen, ist ja wohl klar!
1. mein ohr schorft. ob das an der menge schlechter musik liegt, die ich immer wieder genötigt werde zu hören?
2. will ich nicht sexistisch sein, aber: es bringen wirklich nur frauen fertig, ihr shoppengehen auch noch schriftlich zu planen, oder?
Da hatte ich eigentlich noch schnell die letzte Viertelstunde von dieser Radioshow hören wollen, musste aber feststellen, dass heute gar kein Sonntag ist.

Dies nur am Rande, gänzlich unpassend ist es aber nicht, denn es geht hier um einen Kalender - besser gesagt, den Bad Usability Calendar der norwegischen Firma Netlife Research. Dieser Kalender ist völlig unbrauchbar, wenns um das Verwalten von Terminen geht, macht aber trotzdem viel Spaß, weil er seinem Namen sehr gerecht wird und dabei sehr anschaulich ist.
Gefunden habe ich das gute Stück über justaddwater.dk, dem Projekt eines dänischen Webentwicklers, der sich viel mit Usability im Netz auseinandersetzt.
Auf dessen Seite wiederum bin ich gekommen, weil ich wissen wollte, wer eigentlich hinter WordPress steckt und - viel wichtiger - was die eigentliche Motivation dieser Menschen ist, die mir - und unzähligen anderen - diese unglaubliche Infrastruktur zur Verfügung stellen. Matt Mullenweg selber scheint ein positiv verrückter Webentwickler und Jazzmusiker, und tatsächlich scheint es noch immer mehr um Idealismus, als schnöden Kommerz zu gehen - solange Google WordPress nicht kauft, fühle ich mich hier also recht wohl.
Warum ich über diesen ganzen Kram schreibe und Videos poste, statt ordentlicher Geschichten? Weil mich gerade ein Phänomen namens Schreibblockade trifft und ich meine Zeit damit verbringe, all diese kleinen Dinge zu tun, die ich nicht tue, wenn ich gerade vor Kreativität platze, wie unzufrieden und auf der Suche nach Inspiration durch Berlin radeln, zum Friseur gehen, mich über Dinge informieren, die ich schon immer mal wissen wollte, Zeit verschwenden, Filme schauen und diesen ganzen Kleckerkram, der die Organisation des eigenen Lebens ausmacht.
Irgendwann kommt er dann schon wieder, der Gedanke, der eine Satz, der mich anspornt, einen der zahlreichen Entwürfe zu erweitern, und dann habe ich wieder das Gefühl, auf Speed zu sein und wirklich fast zu platzen - Döner-Kalle kennt das zu Genüge…
Während ich dies schreibe, fallen mir zwei Dinge auf:
- a) finde ich, dass das “Unplugged”-Album der Fantastischen Vier beinah perfekt produziert ist - transparent, druckvoll, balanciert; ebenso wie z.B. “Blue Lines” von Massive Attack,
- b) hatte ich mal was versprochen und noch nicht umgesetzt. Das wird also mein nächstes Projekt sein.
Angesichts dieser Weltkarte sollte ich genug Motivation haben…
Der erste Teil dieses Posts bestand darin, stichwortartige Begriffe zu sammeln und euch rätseln zu lassen, um was es sich wohl handelt. Wie die meisten vermutet haben werden, handelte es sich um einen Konzertabend im Frannz und meine Gedanken und Assoziationen währenddessen (jedenfalls einen Teil davon). Hier also - blau - meine Gedanken, schwarz der Text dazu.
a.k.a. Ingo Pohlmann / Ben Hamilton im Frannz
Äh, ja. Darum geht es ja eigentlich. Spontan dem Ruf der “Zitty”-Empfehlung gefolgt, nochmal umgedreht, weil Portemonnaie vergessen, aber das war auch nicht weiter schlimm, Zitty schreibt die Zeiten ja auch gerne mal eine Stunde früher auf.
Vorurteil: Der Vollspinner (fast) gleichen Namens
Beinah wäre ich nicht gefahren, es gibt nämlich einen, der heißt Ingo Oschmann, ist eher semilustig und hat mit Herrn Poschmann nichts gemein. Außer etwa 99% des Namens. Der Herr Poschmann hat mit dem Herrn Pohlmann eher gar nichts gemein, was mir aber auch eben erst bei der Suche nach Herrn Pohlmann bewusst wurde. Ähm… zurück mit den Vorurteilen, und whaththefuck ist in meinem Namensgedächtnis schiefgelaufen?!?
Kühler, unpeinlicher Pathos von with or without you
Nachdem ich also das Vorurteil des Namens überwunden hatte, sah ich mich einem anderen Problem gegenüber: Der Poschmann hat ja so Songs geschrieben wie “Wenn jetzt Sommer wär” oder “Der Junge ist verliebt” - beide finde ich nicht wirklich schlecht, aber es schiebt den Pohlmann schon arg in die Schmusepop-Ecke. Da muss ich meine Schubladen wohl neu sortieren, denn “Bruce Lee” erinnert mich nicht nur strukturell, sondern auch mit seinem kühlen, unpeinlichen Pathos an “With Or Without You” und erfreut mich, denn auch das Line-Up (Gitarre A und E, Bass A und E, Schlagzeug nur A, Cello auch nur A) ließ mich hoffen, einige Arrangements zu erleben, die den Schmusepop ein wenig entschärfen.
Flashback nach Hannover / Blackmail
Gerade die beiden eingangs erwähnten Songs haben mich sehr an einen Sommer in Hannover erinnert, in dem sich meine damalige Mitbewohnerin - die ich bis auf ihren Niedlichkeitswahn sehr schätze - diese beiden Lieder angehört hat.
Tagelang.
Ausschließlich.
Sehr laut.
Als sie irgendwann mit dem - natürlich - sommerlichen Album eines berüchtigten Surfers ankam, stand ich kurz davor, jemandem Gewalt anzutun. Ich bin dann lieber aufs Blackmail-Konzert gegangen - das im Übrigen sehr geil war.
Alles in allem brachte mich das damals zu der Überzeugung: Gute Songs hin oder her, dieses Sommergesummse geht mir auf den Sack, ABER: Ingo Pohlmann ist Nur halb so nervig wie Jack Johnson
Und konnte auf der Bühne richtig gut unterhalten. So kam er dann irgendwann nicht umhin, Die Geschichte mit den Tieren nicht nur zu besingen, sondern auch näher zu erläutern. Hat nen Mörderspaß gemacht, auch wenn ich vermute, dass einige der zärter beseiteten Anwesenden angefangen haben werden zu weinen. Dabei ist es gerade das, was ich an Live-Konzerten mag: dass die Musiker immer mal wieder Geschichten erzählen. Geschichten die lustig sind oder traurig, ernst oder eben nicht, und dass sie das manchmal mit ihren Songs und manchmal eben auch ohne ihre Songs tun.
Diesbezüglich legte Imogen Heap eine hohe Messlatte, denn ihr Konzert vor fast genau einem Jahr an gleicher Stelle bleibt für mich immer noch unerreicht, was die Stimmung angeht. Nie hatte ich auf einem Konzert mehr Spaß daran, einfach nur dem Künstler/der Künstlerin zuzuhören.
Da konnte der Cellist, der Extrovertierte, leider nichts dran ausrichten, auch wenn er sich redlich Mühe gegeben hat, die Stimmung anzuheizen. Von ihm stammte irgendwann - während einer der Experimentier-Phasen - ein Geräusch, dass ihn nach eigener Aussage an einen Massagesalon frühmorgens irgendwo erinnerte. Der Sänger fühlte sich eher auf eine Kuhwiese versetzt; für mich klang es nach - vielleicht nicht ganz geglückter - Kopulation.
Das Konzert hat also recht viel Spaß gemacht. Keine Musik, die mich vom Hocker hauen würde - weil man ja alles schon mal so oder anders gehört hat - aber im Allgemeinen bin ich froh, dagewesen zu sein. Ich hab dann kein Mädchen? mitgenommen (ca.75% Mädchenanteil), denn der Gedanke daran, zu Hause dann Rock, Hard Rock? oder gar - Metal - aufzulegen, während sie noch “Der Junge ist verliebt” summt, war mir dann doch zu grausam…
Ben = Ire? Brian Adams?
Ben, das war die Vorband. Also der Ben, das ist in Wirklichkeit nur einer. Der allerdings mit Gitarre und Stimme recht gut umgehen konnte und somit schonmal gut auf den Pohlmann vorbereitet hat. Leider viel zu kurz.
Ach ja: und Trinkgeld vom Schicksal…
And now to something completely different:
… ja, um die hand vor dem, was ich anfasse, zu schützen.
heute habe ich die handschuhe getragen, um das, was ich anfasse, zu schützen.
gosh, die hände sind so spröde, damit könnte man vermutlich glas zerschneiden…
phook the hell!
oder: Musik, das Leben und der verdammte Rest.
oder: Ein gefühlter Montag macht noch keine Woche.
oder: Mehr als zwei oders sind komisch.
oder: werden wir ja sehen…
“Nee, nee, jeh mal nisch zur Jemüsesuppe, der da is uff keenen Fall Vejetarier!” postulierte der Caterer in Richtung seines Kollegen und meinte dabei mein wie zufällig und trotzdem sehr zielstrebig aufs Essen zusteuerndes ich.
Für einen kurzen Moment war ich perplex und in einer Art logischen Kettenreaktion gefangen. Es hatte mich, ehrlich gesagt, nur minder getroffen, nicht als Vegetarier per se erkannt zu werden, dehnt sich meine Fleischabschiedstournee doch schon recht lange, und der mir von zahllosen Hannoveranern verliehene Titel “Schlechtester Vegetarier aller Zeiten” trifft die traurige Wahrheit schon recht gut. Dabei ist es interessanterweise egal, ob es sich um zugezogene Hannoveraner handelt oder nicht.
Jedenfalls, ich war gefangen. Sollte ich eine Gemüsesuppe essen, um dem Vegetarismus zu genügen? Oder - in einer Art vermiedenen Trotz - die Vorhersage bestätigen und nach der Pfefferwurstkartoffelsuppe verlangen? Vielleicht aber - um die erwartete Trotzreaktion erst recht zu bestätigen - gerade die Gemüsesuppe wollen?
Bevor ich mich versah, war die leckere Suppe auf meinem Teller.
Trotzdem fühlt es sich stark nach Montag an, wenn man mit so etwas konfrontiert wird.
Am echten Montag - erkennbar am Kalender und an all den kleinen Dingen, die zwar irgendwann funktionieren, aber bis dahin unglaublich anstrengend und ätzend sind - erreichte mich folgende Meldung:
Universal kauft V2
Äh, das ist jetzt schon ne Weile her, aber manche Mühlen mahlen eben langsam:
Verdammte Scheiße, was soll der Mist?!? V2 galt für mich bisher immer als eine Art musikalischer Himmel, hatten sie doch so Menschen wie Aimee Mann, Tiger Lou, Architecture In Helsinki, The Polyphonic Spree, Dogs Die In Hot Cars oder Underworld unter Vertrag und standen damit für künstlerische Integrität abseits des ganz großen Mainstreams.
Jetzt kommen also diese Pisser von Universal daher und kaufen sich den Laden einfach, um direkt danach alle bisherigen Mitarbeiter herauszuwerfen.
Nun bin ich - im Gegensatz zu meinem Chef - im Raubtierkapitalismus aufgewachsen; da gehört es einfach dazu, dass die großen Haie die kleinen Fische fressen, so naiv bin ich ja nun auch nicht. Aber V2, das war bisher immer der eine coole Fisch, der den Haien gesagt hat: So aber mal nicht, Jungs.
Weil, der wusste: ich kann mich in meiner kleinen Höhle verstecken, und solange ich flinker bin als die großen, bösen Haie, brauche ich keine Angst zu haben.
Hmm. Verschätzt, würde ich sagen.
Jetzt kann man zu Recht fragen: Warum schreibt der Sascha über so nen Scheiß, wo doch unsere Grundrechte zum Teufel gehen und dieser Staat noch unerträglicher wird? Nun denn. Zum einen sollte jeder Amöbe, die halbwegs geradeaus verdauen kann, klar sein, dass der Schäuble alles tut, ausser das Grundgesetz zu schützen. Im Gegenteil, er bombardiert, durchlöchert, unterhöhlt, zerstört und sabotiert es, wo er kann. Und das ganze Parlament zieht mit.
Inzwischen geht es - glaube ich - nicht nur mir so, dass ich mehr Angst davor habe, unrechtmäßig verhaftet zu werden, als Opfer eines Attentats zu werden. Der Unterschied: das Attentat hat wenigstens irgendwann ein Ende, der Schäublewahnsinn beginnt erst…
Andererseits ist Schäublebashen schon fast uncool, weil das gerade alle tun.
Anyway, es muss auch gute Nachrichten geben, sonst wäre es nicht milchmithonig.
Also: Radio Eins (dieselben, die mir die V2-Nachricht überbrachten) hat noch am selben Abend The Great Gig In The Sky von Pink Floyd gespielt (also das mit der Frau, die so: AaaahaaaaaUUuuuuhuuuuuuaaaaaaauauauuuuuuuuuaaaaaaaaaaaoooooohooooooo macht), von dem großartigen Dark Side of The Moon - meiner Meinung nach haben sie nie ein besseres Album gemacht.
Solange noch solche Lieder im Radio gespielt werden, gibt es auch noch Hoffnung.
Es ist verdammt scheissenkalt. Jedenfalls fühlt es sich so an. Gefühlt Minus 20, die Uhr an der Ecke verrät mir: doch nur 0 Grad. Aber durch den Nachhauseweg, der scheissenverdammtkalt war, ist die ganze schöne Anduselei wieder verlustig gegangen.
Was bringt es denn, was zu trinken, und zuhause im Bett ist man wieder nüchtern?!?
Ich hätte vieles darum gegeben, direkt aus der warmen, kuschligen, gemütlichen Bar in mein Bett gebeamt zu werden, zähnegeputzt und alles. Aber nein, es geht ja durch die kaltverdammte Scheiße äh, Kälte, und zwar per pedes.
Dabei fällt mir ein, dass das Star-Trek-Team den Beamer nie wirklich ausgiebig genutzt hat. Man könnte sich nämlich ohne weiteres satt beamen, da bräuchte man nichts essen - obwohl einen das um einige interessante haptische Eindrücke bringen würde… - man bräuchte auch nie wieder Angst vor Krankheiten oder Tod haben. Der Computer scannt einen ja eh ein, wenn man gebeamt wird. Entweder bereinigt er die DNA gleich beim Beamen, weil er alle Krankheiten (und deren Erreger, sofern es welche gibt, kennt), oder aber, man scannt jeden Abend seinen Körper ein und hat so eine Art Backup, auf die man im Falle eines Falles zurückgreifen könnte. Damit wäre eigentlich jedes Problem gelöst, und jede Zivilisation, die in der Lage ist, Captain Kirk auf die Menschheit (und schlimmer noch: das All und dessen unendliche Weiten) loszulassen, müsste selbstbewusstverrückt genug sein, um mit der Möglichkeit multibler Personen nicht nur umzugehen, sondern damit auch fertigzuwerden.
Ausserdem könnte man unendlich viel herumprobieren: wie wäre die Welt, wäre ich nur 10 cm groß? Wie fühlt es sich an, zweidimensional zu sein? Wie, wenn der Körper in Scheiben geschnitten ist?
Aber das wollten sie in Star Trek ja nicht. Die haben lieber diese Fluffviecher überall herumlaufen lassen.
Bleibt noch Eines: ich hatte die sehr plastisch vor meinem geistigen Auge erscheinende Vision vierer Krankenwagen, die sich - allesamt unter Blaulicht und damit im Recht wähnend - in der Mitte einer Kreuzung getroffen haben, also in einem Sinne, der da lautet: Das wird teuer. Blechschaden ohne Ende, einer, zwei oder gar drei Krankenwagen umgekippt und die Verletzten, die hinten drin waren, rollen auf ihren Tragen in die vier Himmelsrichtungen auseinander.
Wenn jemand sich inspiriert fühlte, das zu malen: bitte, bitte. Ich würde mich gigantisch freuen.
It’s only Rock’n'Roll but I like it.
…neulich habe ich dieses wort ziemlich nonchalant benutzt.
erst als rotor mich drauf festnagelte, was es denn hieße, kam ich ein wenig ins schwimmen.
und schaute es nach.
und die bedeutung ist…
- ihr seid dran. bitte NICHT nachschauen, sondern die wahre, echte, ehrliche, ungefilterte meinung kundtun. der beste kommentar bekommt einen schokoriegel!
…wenn man dann erstmal so richtig viel arbeitet und ordentlich überstunden macht, dann fällt auch der stärkste geist dem wahnsinn anheim.
ich hatte viel spaß damit, verschiedene geräusche zu emittieren, unter anderem:
ein kleiner, alter traktor (lippen locker lassen, etwas anspitzen und luft durchquetschen, dazu “ö” hauchen)
funkstörung (pfeifen, dazu “hmmmm” machen)
posaune (lippen locker lassen, mit kehle und zunge melodien machen)
sirene (pfeifen, dabei die luft aber einsaugen, den ton wechseln, am besten in einem raum mit viel reflektionsfläche, das gibt tolle stehende wellen)
… und so tun, als sei das alles völlig natürlich, wenn der chef komisch guckt und kopfschüttelnd an dir vorbeigeht ![]()
… verkündete ein Fahrgast in der Bahn mit der Inbrunst der Überzeugung und und in gruslig-herrlicher DD(Her)Rischer Intonation.
Zweihundert Meter weiter überquerten wir die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, um in den - nunmehr überall vorhandenen - Westen zu fahren…
muhahahahahar! *schaumvormmundkriegundaufdembodenroll*

da werde ich hingehen, ticket ist schon bestellt!
Als Kind wollte ich immer soweit zählen, wie ich konnte, weil ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, dass die natürlichen Zahlen tatsächlich bis ins Unendliche weitergehen. Es musste doch irgendeine letzte Zahl geben, und ich wollte wissen, was für eine das ist. Und weswegen das die letzte Zahl sein würde, denn prinzipiell war mir schon klar, dass die natürlichen Zahlen immer weiter gehen würden. Es traf sich also gut, dass ich eh Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hatte, also habe ich ganz unbildlich und abstrakt keine Schafe gezählt, sondern die Zahlen selber. Das reichte dann…
Logischerweise bin ich nie weit gekommen, aber bis 3000 habe ich es geschafft, jede Zahl einzeln.
Später habe ich dann nachgerechnet, dass ich - eine Zahl pro Sekunde vorausgesetzt - gerade mal bis knapp 32 Millionen im Jahr kommen würde, wenn ich mich den ganzen Tag mit Zählen beschäftigte, was mir vieeel zu wenig war, und weil ich Dinge wie Sikutrecker oder Lego oder andere Tagträumereien sehr viel spannender fand, habe ich die Sache mit dem Zählen recht schnell aufgegeben.
Irgendwann tauchte dann eine Geschichte in der Schule auf, über einen Menschen, der grundsätzlich alles gezählt hat, was ihm in die Quere gekommen ist. Ich glaube, wir hatten diese Geschichte in Deutsch und sie war irgendeine Parabel, aber es kann auch sein, dass sie uns in Mathe nahegebracht wurde.
Warum mir allerdings diese Gedanken kamen, als ich gerade den Sound für eine Veranstaltung über die Integrationsfähigkeit von Sport abgemischt habe, das kann ich nicht sagen…
caffeine is discovered by pierre-joseph pelletier. it is known to contribute to irrability, depression, diarrhea, insomnia, and other disorders (i’ll take mine black)
Dieses Zitat - von wem es stammt, weiß ich nicht mehr - aus dem Jahr 1821 begleitet mich, seit ich in Neuseeland war. In meiner typisch-krakeligen Schrift auf eines dieser kleinen, quadratischen Notizzettelchen geschrieben, faltig, befleckt und langsam am Ausbleichen, hat es bis jetzt überlebt. Ich habs manchmal als Zitat für milchmithonig gebraucht, und was ich daran so schön finde, ist der letzte Hinweis: “i’ll take mine black”.
Ich stelle mir dann immer vor, dass zwei Personen im Cafè sitzen, sich unterhalten, und dann eine/r dieses Statement bringt, während die (vermutlich weibliche) Servicekraft vorbeikommt, die zuhörende Person sich einen Kaffee mit Milch bestellt, und die andere - geistig noch im Monolog - völlig selbstverständlich einen schwarzen Kaffee bestellt.
Während ich versucht habe, mich über verschiedene HiFi-Begrifflichkeiten zu informieren (partiell provoziert durch die noch immer vakante Plattenspielerstelle), bin ich auf eine Seite geraten, die ausrechnen kann, welche Menge Koffein ausreichen würde, um mich zu töten - und was viel spannender ist - welche Mengen typischer Getränke diese Menge bereitstellen würden.
Die Top Five meiner favorisierten tödlichen Getränke:
5: Kaffee.
Trinke ich selten, aber wenn, dann sehr heiß, sehr stark und mit ner Menge Milchundzucker - und dann auch gerne.
103,58 Tassen würden mich umbringen.4.: Schwarzer Tee.
Trinke ich viel, sehr viel. Manchmal verbringe ich Tage damit, wahlweise zu trinken, oder auf Klo zu gehen…
236,9 Tassen sollte ich aber nicht toppen, sonst toppen die mich…3.: Fritz Kola.
Liefert sich immer wieder ein Rennen mit Afri, weil ich beide sehr gerne mag - manchmal das eine mehr, manchmal das andere.
133,67 Fritzen, und ich muss mich nie wieder entscheiden.2.: Afri Cola.
Siehe Fritz Kola.
Nach 125,11 Flaschen wird alles Afri.1.: Kakao…
es gab Zeiten, da habe ich reagiert wie ein Kaffeetrinker, wenn ich keinen Kakao hatte. Mittlerweile bin ich Kummer gewohnt.
2226,89 Tassen, und ich bin ein Kummerfall…
Leider habe ich keine Angaben darüber, wie schnell man diese Menge Koffein aufnehmen muss, oder wie schnell das Koffein wieder abgebaut wird im Körper - aber ich gehe mal davon aus, dass ich nach 2226,89 Tassen Kakao auch ganz andere Probleme habe…
Eher weniger Probleme mit Koffein haben die Protagonisten im Film “Coffee and Cigarettes” von Jim Jarmusch, einer losen Aneinanderreihung von Kurzfilmen, die JJ im Verlauf der letzten 20 Jahre gemacht hat, Vorgabe: die Protagonisten konsumieren Kaffee und Zigaretten. Witzige Idee, nett unterhaltsam, aber nicht immer spannend.
Wie Schriftsteller immer wieder auf die Idee kommen, sich in Cafès oder Ähnliches zu setzen, um zu schreiben, verstehe ich allerdings nicht so wirklich. Kaffee kann ich auch zuhause machen, und wenn ich nach Johnny Cash auf die Idee komme, Ladytron zu hören, dann kann ich das einfach tun… aber allen das ihrige!
Dieser Blogbeitrag löste das Ganze aus, hier ist der Koffein-Rechner.
p.S.: während des Schreibens dieses Beitrags habe ich eine Kanne Tee ausgetrunken…

… im Gegensatz zu malcolm gehe ich immer gut mit meinen Kopfhörern um
… aber das wäre mal was für meine Kollegin Marni, deren Telefonhörerkabel sich *ständig* wieder verwuselt…
…der Begriff ist bestimmt nicht neu, aber ich habe ihn neu erfunden, nach einer netten ePlauderei heute über eCQ - ähm sorry, ICQ.
… und ePlaudern ist auch das, was ich jetzt gleich tun werde, denn dies hier ist nur eine Gedankensammlung, einer Plauderei nicht unähnlich, denn im Unterschied zu einer Unterhaltung oder Diskussion geht es wild und ungeordnet gedankenstrommäßig hin und her.
… her mit dem Plattenspieler! Doch ungeahnterweise tue ich mich schwer mit der Entscheidung. Noch ein paar Überstunden mehr und eine Nummer besser kaufen? Oder guten Player, sehr gute Nadel UND (weil der Player “nur” gut) noch ein paar Platten dazu?
… wie z.B. das neue Album von Hard-Fi, dass ich gerade via WebWheel höre und das mir echt mal gefällt. (clix du, hörs du selber!)
… ob die Idee des WebWheel ist eigentlich recht klasse. Habenseite: man kann ein ganzes Album vorhören. Für umsonst, völlig legal und so. Nichthabenseite: man muss jeden Track einzeln weiterclicken, das nervt mich als Albumhörer.
… eher kein Album gehört habe ich in Offendorf. Trotzdem fehlt es mir…
… genauso wie diesem Text einiges fehlt, ein roter Faden vielleicht oder eine Art Erzählstruktur.
… ach ja: man findet diese Seite auch unter dem Suchbegriff “blohm+voss schwul”, was ich persönlich recht amüsant finde
… macht alles nix, findet der
ePlauderer
… und zwar in Offendorf. Zwei Wochen Urlaub von der Welt, wie wir sie kennen, um dann mit neuer Energie das letzte Quartal dieses Jahres anzugehen…
Vielleicht kann/werde ich zwischendurch schreiben, so genau weiß ichs noch net.
Falls ihr wissen wollt, was so abgeht…www.zeltlager-offendorf.net und da unter Webnews, da wird jeden Tag ein - von Teilies geschriebener - Bericht stehen.
Bis dahin alletjute, wa?
p.S.: 1500 page views! wow!

…oder, wie in diesem fall, das internet.
es geht um dinge, die ich verloren habe, aber gerne wiederhätte. oder vielleicht auch verliehen habe, so genau kann ich das nimma sagen, weil ich so ein sozialer luschi bin, der dinge herausrückt, ohne sie gegenzeichnen zu lassen…
die top 10 der verlorenen dinge:
1. mein grauer o-dorf-pulli.
war bis vor kurzem noch da, kann also eigentlich nur bei meinen eltern, vielleicht bei sven oder so sein… erkennbar am
kaputten rechten ärmel
2. mein blauer o-dorf-pulli.
der schon länger weg ist, und irgendjemand wusste auch, wo der vielleicht ist. hat nen gelben fleck hinten drauf.
3. oasis - (what’s the story) morning glory? (cd von der (manchmal) größten band der welt)
4. prefab sprout - aber die will ich eigentlich nicht wiederhaben…
5. a space oddissey von stanley kubrick (dvd) war teuer. will ich wiederhaben. du weißt, dass du sie hast!
6. american beauty (dvd) rest siehe punkt 5. ist wieder da
7. meine kindheit. verdammt. jetzt gibts nur noch erinnerungen…
8. meine kleine gitarre. ja, die mit den nylonsaiten. ja, die in münster steht…
9. alle cds, die mir mal in amsterdam gestohlen wurden
10. alles, was ich vergessen habe - ihr wisst, wer ihr seid. seid doch so nett, und gebt dem lieben sascha sein spielzeug wieder, sonst kann er nimmer größzügig sein, und das wollen wir doch alle nicht, oder?
geschenke dürft ihr selbstverständlich behalten, es geht ausdrücklich um dinge, die eigentlich mir gehören und an denen mir mehr liegt als an dem materiellen wert, den sie repräsentieren.
eigentlich ist heute wieder ein mad music munday, aber ich habe schlicht nicht genug neue musik gehört, um hier was anständiges zu schreiben.
dafür ist die konzert-review von the sea and cake (gucks du) heute unter den “featured posts” bei wordpress; rob reliant von den say highs hat sogar persönlich vorbeigeschaut und nen kommentar hinterlassen!
deswegen hab ich gleich eine neue review über das dream theater - konzert in der zitadelle geschrieben - auch wenn es jenseits aller hoffnungen ist, dass von den guys jemand vorbeischaut…
google liebt milchmithonig; selbst bei so abwegigen kombinationen wie “dortmund kindergarten” bin ich auf platz 8…
wäre heute ein richtiger mad music munday, hätte ich auch über die dandy warhols geschrieben, die neben “bohemian like you” auch noch drei richtig gute alben gemacht haben. vor ein paar jahren noch everybodys darling, sind sie nur leider völlig in vergessenheit geraten.
vorhin haben sie mich genervt, aber boozoo bajou sind eigentlich auch eine erwähnung wert, sind sie doch eine ambient-/dub -band, die sich hinter thievery corporation nicht verstecken müssen. eher im gegenteil. aber grad kann ich mich net auf sie einlassen, weil ich gitarren will, viele gitarren.
die gibts bei den smashing pumpkins zuhauf; ein kurzes überfliegen von deren neuem album gab mir den eindruck eines guten, wenngleich nicht bahnbrechenden albums, das die 00er jahre einfach verschlafen hat.
was fehlt? bilder. jede menge bilder. die werden kommen, versprochen.
angesichts der uhrzeit sollte ich diesen beitrag wohl eher “ruby tuesday” nennen…
neil gaimans blog (gucks du) ist laut einer unabhängigen schätzung von irgendjemandem (wer, weiß ich nimmer, aber es stand im spiegel, wird schon jemand gewesen sein, der/die sich damit auskennen sollte) auf einen wert von etwa einer million dollar geschätzt worden.
davon ausgehend, dass der wert des blogs sich aus seinem inhalt ergibt, steht herr gaiman (sehr kreativer und guter autor, comiczeichner und geschichtenerzähler) vor einem nicht unerheblichen problem: sein blog ist nur so viel wert, weil er es mit inhalten füttert.
er kann es also nicht an - sagen wir mal, herrn eden - verkaufen weil der nicht so viel geld hat, weil damit schlagartig der wert des blogs ins nonexistenzielle fallen würde (das wäre aber auch bei, sagen wir, frau müller so, lieschen mit vorname), denn das käme ja nun nicht mehr von herrn gaiman.
dieses theorem funktioniert natürlich nur unter streng wirtschaftlichen aspekten; herr eden oder frau müller könnten natürlich trotzdem ein ideelles interesse daran haben, das blog zu kaufen.
herr gaiman steht also vor dem paradoxon, etwas zu besitzen, das nur einen wert hat, weil er es besitzt und das schlagartig seinen wert verliert, wenn er es nicht mehr besitzt - wirtschaftlich gesehen.
das ist irgendein sonderbares zwischending aus ideell und verrückt.
herrn gaiman indes sollte es nicht sonderlich viel schlaf rauben, sollte er mittlerweile doch in der lage sein, sich mit seinen veröffentlichungen mehr als gut über wasser zu halten.
und das ist widerum gut für herrn eden und frau müller, sein blog ist nämlich wirklich sehr unterhaltsam!
Liebe Leute…
ich denke, nicht nur für Kalle war es sehr ungewohnt, mal wieder bei milchmithonig vorbeizuschauen, sondern auch euch hat sich ein schockierendes Generalupdate geboten…
Im Unterschied zu allen bisherigen Facelifts bin ich diesmal auf ein komplett neues CMS umgestiegen, und zwar WordPress.
Die Gründe dafür sind vielfältig, und auch mir selber ist der Umstieg gar nicht so leicht gefallen. So fehlerhaft und primitiv es war, mochte ich das alte mmh-system sehr gerne.
Leider fehlten mir viele Dinge, die ich nur hätte hinzufügen können, hätte ich meine php-Kenntnisse innerhalb kürzester Zeit exponentiell vergrößert, und dazu gehören so Dinge wie Cross-Browser-Compatibility, Sortier-und Durchsuchmöglichkeiten, der Kalender links, die Tag-Cloud und auch die Kommentarmöglichkeit, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Im Gegenteil: ich erwarte, dass ihr fleißig Kommentare hinzufügt.
Zudem kann ich selber nun von jedem Rechner mit Internetanschluss aus darauf zugreifen und brauche nicht mehr meinen alten html-editor und mein ftp-programm…
Was gut ist, weil mein Rechner sich in einen Haufen Elektroschrott verwandelt hat und es bis zum neuen Rechner noch ein Weilchen dauern kann.
Milchmithonig ist für mich wie eine alte Beziehung, in der es beide Protagonisten geschafft haben, in aller Freundschaft auseinanderzugehen: sie wird ein schöner Teil meiner Vergangenheit sein.
Genug des Pathos. Auch hier gibts genug für mich zu tun, und da ist das Texteschreiben noch das Mindeste.
Auf ein Neues, für euch, mit euch!
Sascha





mildly pissed off
zoe keating
zuletzt habt ihr gesagt...