Mika sieht so aus,

als würde er immer gleich heulen – meint Melanie.

Ich stimme ihr zu, finde aber auch, dass er wunderbare Musik macht. „Grace Kelly“ klingt wie eine großartige, verlorengegangene Single von Queen, sexy und dreckig, „Big Girls“ kann nicht nur beatmäßig locker den Scissor Sisters mithalten, und das tonale Spektrum seiner Stimme ist unglaublich, irgendwo zwischen James Blunt und Freddie Mercury.
Vielleicht hatte ich Glück, dass ich kein Radio höre, denn wenn die Heavy Rotation mir nicht den Mika vergräzt, dann könnte ich immer mal wieder gerne was von ihm hören. Ab und zu, wie nen Döner, den ich auch nicht immer essen kann (und möchte).

Eher nicht in Bedrängnis, zu viel im Radio gespielt zu werden, kommen – leider – Menschen wie Regina Spektor. Die spielt in der Liga der Frauen, die mit Klavier und Stimme gut umgehen können, witzige Songideen haben und mit einem ständigen Schwanken zwischen Lo-Fi und Elektronikspielereien ein wenig zu abgefahren sind, um in den Mainstream zu geraten. Großartige Frau, wunderschöne Songs!

30 Seconds To Marssind da das Gegenteil: Gestandene Kerle, die mit ihrem Rock ein kleines wenig zu glatt, zu polished sind, um wirklich großartig zu sein. Aber sollte eine Bande Rocker unversehens bei mir einkehren, würde ich auch mit dieser CD das Eis zu brechen versuchen.

Fu Manchu sind nicht nur vielleicht ein bisschen ungehobelter. Der Wüstensand rieselt förmlich aus den Boxen, wenn man sie hört. Gut abgehangener Pökelrock, den man so oder so ähnlich schon tausendmal gehört hat, der aber immer noch Spaß macht. Man will ja das Bier nicht immer nur zu AC/DC trinken… Fu Manchu gehen auf jeden Fall ähnlich nach vorn.

Eher nicht so nach vorne geht Bonnie Prince Billy, auch weil er ordentlich melancholisch ist. Irgendwo ist die Musik, die er macht, ruhiger Rock, vielleicht auch Indie, auf jeden Fall Gitarren- und Gesangsorientiert (das nennt man dann eher Singer/Songwriter) und manchmal die Spur zu langsam, zu ruhig, um sich zum Beispiel auf einer Party durchzusetzen. Sehr schöne Songs zum Teil, die man vielleicht besser allein hört. „Cursed Sleep“ ist der Killer!

Ich schätze, ich werde viel Geld in neue Tonträger investieren müssen…

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Über sushey

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