riverside / dream theater in der zitadelle spandau

man muss sich diese location mal auf der zunge zergehen lassen: mitten in einem fluss gelegen, schön restauriert und gepflegt, mit einem wunderschönen innenhof, in dem das konzert open air stattfand, präsentiert sich die zitadelle.

heute würde es endlich so weit sein, dass ich meine lieblingstheatertruppe mal live sehe, und ich bin echt gespannt, ob sie den hohen erwartungen standhalten können.

zunächst sind allerdings riverside dran, die thematisch sehr gut zu dream theater und der zitadelle passen, die machen nämlich sehr sphärischen rock/metal, der eine ganze ecke ruhiger daherkommt, als das, was dt später präsentieren werden.

insideout bezeichnen ihre musik als artrock gepaart mit düsterem metal; letzteres habe ich nicht so vernommen, ersteres hingegen wohlwollend zur kenntnis genommen.
leider geht recht viel von der atmosphäre aufgrund der anlage unter (dt werden später dasselbe problem haben). so ist die ohnehin schon nicht so durchsetzungsfähige (aber im sound der band sehr passende) stimme des sängers manchmal gar nicht zu hören; ähnliches gilt für den keyboarder. was übrigbliebt, schwurbelt schön vor sich hin. ich mag lange songs, und ich muss es auch nicht immer komplex haben, solange die stimmung eines songs an sich gut ist.
was sie ist.
riverside haben potential und klingen laut der auskunft eines freundes auf cds auch wesentlich kerniger, als jetzt gerade in der zitadelle.

nach etwa einer stunde ist es schon vorbei, und dream theater übernehmen das feld.
leider haben auch sie probleme mit der anlage; zum teil ist der gesang – auch zweit- und drittstimme – komplett verschwunden, was ich schon ärgerlich finde.

über die musik von dream theater brauche ich nicht mehr viel schreiben; während des zweistündigen gigs machen sie eine schöne reise durch ihre eigene bandgeschichte.
im wesentlichen konzentrieren sie sich auf die alben „images and words“, „six degrees of inner turbulence“ und natürlich „systematic chaos“.
„octavarium“ wird fast gar nicht beachtet, was ich komisch finde, weil sie doch noch letztes jahr gesagt haben, das sei ihr bestes album.

bei einer band, die dermaßen ihre technische perfektion zur schau stellt, achtet man eher auf die fehler, die sie tatsächlich mal machen. also: john petrucci hat ein riff völlig in den sand gesetzt; jordan rudess hat da sehr schnell reagiert und ein keyboardsolo eingelegt.
sich dann aber später sage und schreibe ein einziges mal verspielt.
ich schwöre: es ging ein raunen durch das publikum, weil: man hatte noch nie nen fehler von ihm gehört…

so war das konzert insgesamt für mich eine gute sache, wenn auch nicht das erhoffte highlight.
aber das hatte ich schon vor zwei jahren in hannover befürchtet, weswegen ich sie dort nicht gesehen hatte.
die sehr guten dvds, die ich oft schaue/höre, haben da die messlatte wohl ein wenig hoch gelegt.

trotzdem: ein schöner abend.
riverside
dream theater
zitadelle spandau

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Über sushey

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