the sea and cake / the say highs / adrian orange im lido

es ist mal wieder einer dieser arbeitstage, bei denen ich eigentlich denke, ich hätte ja noch ne menge zeit, aber dann ist es doch schon kurz vor acht, und das konzert geht doch schon um neun los und ich hab doch noch keine karte…

zum glück gibt es ja noch kollegen mit autos. wir handelten also aus, dass ich ihm ein bisschen helfe und er mich dafür direkt zum lido bringt. hat alles wunderbar geklappt, karte bekommen, noch eben was gegessen und dann ungeduldig gewartet – vor allem wollte ich in bewegung bleiben, um nicht müde zu werden.

das lido füllte sich nur zögerlich, und so war es erst halbvoll – wenn überhaupt – als die erste band loslegte. lineup: bläserInnen + typischer rockdreier. der gig war geprägt von den, nunja, eigenwilligen sangeskünsten des strandlatschen tragenden gitarristen. er heulte und öddelte vor sich hin und brachte irgendwie was raus.

damit war er aber auch auf einer linie mit dem, was landläufig tanzen genannt wird, denn michael stipe ist eine ballerina gegen ihn.

trotz der spürbaren unsicherheiten, die die band an den tag legte (einzig die schlagzeugerin tackerte wirklich routiniert und sicher vor sich hin) eine sympatische sache, die musikalisch zu sea and cake passten. nach ner halben stunde war es schon vorbei; naja.

die zweite vorband – the say highs – präsentierte sich da weitaus sicherer im sattel; die akkugitarren-/egitarrenkombi funktionierte sauber, der schlagzeuger bietete ähnliches wie seine kollegin vorher, und von den stimmen her war die band super. die beiden gitarristen wechselten sich gesanglich ab, und war für die gitarren galt, gilt hier ebenfalls. der bassist erinnerte mich immer wieder an peter buck – hoffentlich fängt er nicht auch noch an, sich in flugzeugen zu prügeln…

für the say highs allein hätte ich das eintrittsgeld auch bezahlt; inzwischen wurde es voller und voller, sodass ich mich langsam auf den weg ganz nach vorn machte, um den hauptact zu sehen:

the sea and cake.

ich wusste ja nimmer, was für musik die eigentlich machen. jetzt kann ich sagen, dass man sie in etwa dem indiepop zuordnen könnte. wobei das indie weitaus größer ist, als das pop. ihr sound, ihre songs und das treibende schlagzeug haben mich manchmal sehr stark an death cab for cutie erinnert, aber gut, die mag ich ja auch und the sea and cake sind genug sie selbst, um lediglich an die cuties zu erinnern.

so viel zum thema postrock. (uppsala, da habe ich doch was durcheinander gebracht…)

nach einem super auftritt und zwei zugaben gings dann irgendwann um mitternacht zu ende. sea and cake sind nett, wenn auch nicht der oberkiller (um es mit dem fußball zu sagen, quali für den europacup), dafür ist mir die musikrichtung aber auch ein wenig zu poppig. say high und sea and cake hätten auch als double feature geführt werden, weil die beide ungefähr auf augenhöhe sind… was ich natürlich toll finde, da hat man ja zwei tolle bands fürs geld.

a propos: 15 euro ak gehen voll in ordnung. nur die getränkepreise im lido sind mir zu teuer.
adrian orange
the say highs
the sea and cake

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Über sushey

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Eine Antwort zu the sea and cake / the say highs / adrian orange im lido

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