actually, it has been a soul sunday…

die simpsons und der soul…… und darum wird es auch musikalisch gehen.

eine freundin von mir hatte geburtstag, und weil sie keine lust hatte, den so wirklich zu feiern, gleichzeitig aber soulmusik sehr gerne mag, waren wir am samstag im lido, beim dortigen berlin beat explosion – mini – festival.

live gesehen haben wir

the fay hallam trinity – deren beschreibung von einem prägnanten 60ies/70ies hammondsound durchaus nicht übertrieben ist. the hay fallam trinity haben geschwurbelt, was das zeug hielt und dabei selbst vor einer coldplay-coverversion in hammond, bass und schlagzeug nicht halt gemacht. überhaupt habe ich lange gebraucht, um mich davon zu überzeugen, dass sie wirklich ohne gitarre spielen, weil es klanglich so super gepasst hat. diese band hat einfach für spaß gesorgt und ist des anhörens – auf platte oder live – auf jeden fall wert, auch wenn sie mir ein bisschen zu lahm, zu lieb waren.

vielleicht ja, weil eben die gitarren fehlten.

von denen hatten the jaybirds dann aber genügend zu bieten; sie waren weniger psychedelisch als the hay fallam trinity, haben dafür aber lupenreinen, r’n’b-infizierten rock’n’roll geboten – genau richtig; nach den entpannteren tönen gings hier mal mehr zur sache. kaum zu glauben, dass wir es mit österreichern zu tun hatten, soviel groove hatten die…

der rest des abends war eine 60/70s beat/mod/soulparty, die sich musikalisch sehen lassen konnte. klar, irgendwann hat man den typischen rhythmus raus, und „aaaa-huuuuu“-chöre sind auch nur manchmal wirklich lustig. dass es aber trotzdem ein sehr vergnüglicher abend war, lag nicht nur an der netten begleitung, sondern auch daran, dass ich – als erwiesener soul-nicht-experte – das gefühl hatte, dass die djs sehr genau wissen, was sie da tun – und wenn djs ihren job verstehen, dann können sie (beinah) auflegen, was sie wollen, denn dann passt die setlist einfach gut und alle haben spaß.

flankiert wurde dieser samstag/sonntag von völlig unsouligen tönen: während ich eigentlich nach der piratensongs-cd suchte, bin ich über paradise lost gestolpert – von eben jener band, 2005 schon veröffentlicht.

dass die scheibe sich seitdem bei mir in dauerrotation befindet, liegt daran, dass die herren düsteren, aufwendig produzierten metal spielen, der trotzdem – wie ich finde – sehr melodisch ist. klar hat das album manchmal seine seichten, schon fast kitschigen momente, aber der krachige opener „don’t belong“ oder das riffmonster „all you leave behind“ zeigen ganz klar, wo der hammer hängt.
obwohl sie mich manchmal vom sound her ganz entfernt an linkin park erinnern – sägendes gitarrenriff zu langgezogenem verzerrten gesang und wabernden keyboards – würde ich paradise lost ganz klar vorziehen – weil sie trotz ihrer vielfalt sehr integer sind und irgendwo authentischer klingen.
„forever after“ hat schon industrielle züge, einige sounds erinnern stark an depeche mode, und insgesamt gefällt mir das album im moment mit jedem hören mehr und mehr.

mein plattenspieler ist da! wann ich zeit habe, ihn zu kaufen, weiß ich noch nicht, aber erstmal besteht zumindest die theoretische möglichkeit, wenn ich mal vor ladenschluss da vorbeikomme…

wir werden es sehen hören!

zum abschluss noch ein kleines schmankerl: ich habe mal in hannover ein praktikum beim musiklabel swamp room  gemacht, das mit gleichbetiteltem psychedelic festival weltberühmt ist  (wie auch die künstler – nur leider kennt sie keiner ;-P) und mit der mandra gora lightshow society eine sehr interessante psychedelische/krautrockband hervorgebracht hat.
das festival selber ist eine sehr spannende erfahrung; was bei musikrichtungen wie „horrorpunk“, „bat cave“ oder „acid fuzzrock“ aber auch nicht weiter verwunderlich ist. also: nicht von der grellbunten aufmachung abschrecken lassen und schauen, was es da so gibt, der mann hat ahnung von musik!

bleibt mir gewogen; bis zum nächsten mal!

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Über sushey

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