Drum’n’Bass und Rock’n’Roll im Li’n’Do sowie Psychedelic Rock im Festsaal Kreuzberg

Meine Damenundherren, ich präsentiere stolzest: Ein „Concerto“-Doublefeature auf milchmithonig.de!

Viele (insbesondere ich) hätten es nicht für möglich gehalten, doch in der letzten Woche war ich tatsächlich nicht nur auf ZWEI Konzerten, sondern habe auch jetzt die Muße (und den Teeinflash), das ganze zu vertexten. Dauert ne Weile, weil meine Hände jetzt zittern… aber davon bekommst DU, lieber Leser ja zum Glück nichts mit. Du darfst dich in aller Ruhe zurücklehnen, vielleicht nebenbei schon mal youtube oder myspace scharfmachen, um Näheres zu den Bands zu erfahren – und bitteschön ein Heißgetränk deiner Wahl trinken.

Am 18. war ich im Lido, um mir Radio Harlekins und DOGS anzuschauen.
Die Musik der beiden Clowns war ganz schön abgefahren, weil handgemachter Drum’n’Bass.
Einer der beiden also hinterm Schlagzeug, der andere spielte Bass, beim Singen haben sich beide abgewechselt, und im Allgemeinen haben sie es ganz schön krachen lassen – und sind dabei immer schön oldschool geblieben, manchmal mit ein paar Breakbeats – das hat Spaß gemacht, auch wenn sich die Songstrukturen doch recht zuverlässig wiederholt haben.

Dem Hauptact fehlte eigentlich ein „The“ vor dem Bandnamen, denn sie haben – wie so viele vor ihnen und nach ihnen vermutlich auch – retro – Rock’n’Roll geliefert, der ja gerade sehr beliebt ist. Dabei hat mir gefallen, dass sie ein bisschen retroiger wirkten als viele der angesagten „The“-Bands – was ihnen in meinen Augen bzw. vielmehr Ohren viel Authentizität gegeben hat. Die beiden Gitarristen haben gebrezelt, was das Zeug hielt, die Rhythmussektion hielt gut dagegen, und der Sänger schien – einigermaßen – wahnsinnig betrunken zu sein, was seinem Gesang – stimmlich etwa zwischen Mike Skinner und Damon Albarn – viel Kante verliehen hat. Insgesamt war der Auftritt recht solide, hat aber meine Ressertiments gegenüber britischen The-Bands nicht wirklich abgebaut – aber eben auch nicht weiter unterstützt.
Warum ich solch ein komisches Gefühl hatte und ständig auf unerwartete Gags gewartet habe, wurde mir erst klar, als ich kurz dachte „der Sänger sieht ja aus wie Eric Idle in den Siebzigern“ – als ich mir ebenso klar gemacht habe, dass er es nicht ist, konnte ich dem Ganzen wesentlich konzentrierter folgen.

Gestern war ich dann zum ersten Mal im Festsaal Kreuzberg, einem schnuckeligen kleinen Venue am Kotbusser Tor.
Von der Größe und dem Gemütlichkeitsfaktor her etwa mit dem Frannz vergleichbar, wurde es ganz schön eng, als sich so um die hundertdreißig Menschen Urlaub in Polen und Black Mountain anschauen wollten.

Erstere haben es – ähnlich wie Wolfgang’s Vacation – zu zweit mehr krachen lassen, als die anderen zu fünft, letztere waren dafür verspielter, komplexer und – besser. Beide Gruppen haben viele drogengeschwängerte Retrosounds durch die ebenso attribuierbare Luft geschossen, sodass der Zitty-Vergleich „Pink Floyd trifft auf Black Sabbath“ tatsächlich ziemlich gut hinkam. Das ist ja einer meiner Hauptkritikpunkte an Pink Floyd, dass sie – insbesondere später – nicht so wirklich gerockt haben.
Black Mountain schon. Einzig der Gesang der Sängerin war ein wenig nervig; sie hatte zwar an sich eine schöne Stimme, hat aber mit einem sonderbaren Tremolo gesungen, was manchmal wie ein Wiehern klang.

Egal, Spaß haben sie gemacht, nett wars auf jeden Fall, und ich denke, ich werde mal wieder amazon bemühen…

Dogs

Beschreibung vom Lido
Soundmag hat auch was zu sagen

Urlaub in Polen
Black Mountain

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Über sushey

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