mad music munday

Ahem. Da wollte ich eigentlich nen kleinen Text über Musik, das Leben und umzu schreiben, und dann bleibe ich – nebst Anruf, Amazon-Paket-Herausgebeservice und Essen, äh – hier hängen. Es ist doch jedesmal wieder Dasselbe…

Ach ja, ich bin bis Level 53 gekommen, dann mochte ich nimmer von vorn anfangen, vor allem, weil die Finger jucken. Hätte mir vorher das Chipsalz abwischen sollen…

Now to something completely different.

Neulich war ich mal wieder im Plattenladen. Das Weihnachtsgeld wollte schließlich irgendwie unter die Leute gebracht werden, und ich hatte keine Lust mehr auf irgendwas, das hier bei mir herumsteht oder liegt.

Während ich also die Cds rechts liegen ließ (denn das tun sie, wenn man zu den Platten geht), erhaschte ich aus den Augenwinkeln ein Bild, das mir bekannt vorkam, und es kam, wie es kommen musste:

Es liegt vor mir.

Klar, ich hätte es auch bei Amazon bestellen können, aber da wäre mir der Spaß des Jagens entgangen. 43 Songs also, die sich mit Piraten, Seeleuten oder einfach ganz allgemein mit dem Leben abseits des Festlands beschäftigen. Schräg ist es eher nicht in dem Sinne, wie ich es erwartet hatte, sondern sogar erstaunlich ernst(haft) – der tatsächliche Produzent Hal Wilner hat sehr viele bekannte Namen versammelt, die echte Chanteys – so nennt er sie liebevoll – vertont haben.
Herausgekommen ist ein Album, das sicherlich nicht Jedermenschen Sache ist, denn die Musik ist zum Teil sehr roh produziert und hat naturgemäß einen sehr folkigen Touch. Vielleicht kann man es mit einem Islay vergleichen; man riecht förmlich das Salz und die Meeresluft, ab und an riecht es ein bisschen nach Fisch, und man muss dem Aroma Zeit geben, sich zu entfalten. Aber die Menschen mit den großen Namen werden selbigen gerecht, allen voran Nick Cave mit zwei tollen Songs und Bono mit einer beeindruckenden Performance.
Kein Album, das man mal so nebenbei hört, und vor allem keins für alle Stimmungen – aber für manche. Ernster, als ich dachte, besser, als ich vermutete.

Eher gar nichts für alle Stimmungen ist das Album „a love of shared disasters“ der englischen Band „Crippled Black Phoenix“. Das Album lässt sich am besten anhand seiner Covergestaltung beschreiben.

bird.jpg

So düster und zugleich schön wie das Bild, ist nämlich auch die Musik. Slo-Mo-Rock, Folk, Psychedelia, ganz große – aber eben hauptsächlich eher gedeckte Stimmungen – shared disasters eben. Laut.de hats da schon ganz gut getroffen, wenn auch ein wenig zu reißerisch formuliert. Aber besser könnte ichs eh nicht…

Favez hingegen rocken so straight nach vorne, dass es eine wahre Freude ist. Manchmal hört man ihnen ein klein wenig an, dass sie aus dem Emo/Hardcore-Lager kommen, aber was sie auf „Old and Strong in the Modern Times“ präsentieren, hat sehr steinerne Hände und Füße. Sozusagen das kleine Energiebündel für zwischendurch; man mag kaum glauben, dass es sich um Schweizer handelt. Mein ehemaliger Mitbewohner Andi hat sie mal live gesehen; und jetzt beneide ich ihn schon ein bisschen…

Überhaupt ist Musik bei mir immer stark mit Erinnerungen verbunden; manche Alben bringen mich sofort in eine bestimmte Zeit, an einen bestimmten Ort zurück. Ich lege es ein und bin wieder da, atme wieder diese Luft und weiß wieder, was ich damals gedacht habe, fühle, wie es mir damals ging…

Mehr davon beim nächsten Mal, versprochen!

Über sushey

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Eine Antwort zu mad music munday

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