es sind vielleicht nicht die beeindruckensten alben, aber…

sie sind definitiv sehr besonders für mich. weil sie mich in zeiten und stimmungen versetzen, die ich mal erlebt habe, nach denen ich mich manchmal zurücksehne oder die mir als beeindruckende erinnerung verblieben sind:

moby – play

ich mochte sie gerne, diese knackige, klare kälte, bei der die luft schon ein ganz kleines bisschen nach frühling gerochen hat. hat dann der mp3-player auch noch zufällig mobys „play“ gespielt, dann war ich ganz hin und weg, denn das album erinnert mich immer an den sommer nach neuseeland, als ich in meinem neuen zimmer² in hambergen gewohnt habe – gerade hatte mama einen neuen freund/mann, ich bekam ein neues schwesterlein, hab mich so richtig in den ev.jugend-hype reingelebt und in hambergen mit katharina akte x geschaut.
auch wenn ich nicht ausschließlich gute erinnerungen an den sommer habe, so fühle ich mich, wenn ich „play“ höre, als hätte es mich in diese zeit zurückversetzt. manchmal rieche ich sogar die gerüche von damals oder erinnere mich sehr lebhaft an das gefühl, meine kleine schwester im arm zu halten – und das finde ich unheimlich beeindruckend.

2: riesengroß, schön, mit treppe zum dachboden, mit balkon, mit dachschräge voller postkarten und neuseeland als lichterkette an der decke – selbige hatte mein neuseeländischer kumpel david gestaltet, nachdem er befunden hatte, dass die alte anordnung der lichterkette ihn zu sehr an australien erinnert hatte…

ayreon – the human equation

ich hatte ja schon vom ende berlins geschrieben, und das ist das album, was ich damals gehört habe. ich hatte es gerade so noch bekommen, dann sind erfi und ich losgefahren, um einen schweinekalten sehr geilen winter in berlin zu erleben – als wir am bahnhof zoo ausgestiegen waren und durch die schneewehen stapften, hatte ich kurzzeitig das gefühl, es hätte mich nach sibirien oder kanada verschlagen – zum teil waren autos unter den schneewehen…
kennt ihr übrigens das sibirische klo?

das besteht aus zwei stöcken.

einen zum dran festhalten beim hinhocken.

den anderen, um die wölfe zu vertreiben…

sorry, aber ich fand das witzig.

also: kälte, erfi, timo, franzis freundin, mit der ich sehr spät frühstücken war, der görlitzer park – und zwischen all dem der wunderbare powergesang von irene jansen, immer wieder. manchmal ist es sonderbar, dieses album wieder zu hören, weil ich jetzt jeden tag hier in berlin verbringe.
und vielleicht der görlitzer park als einziger neben dem album geblieben ist.

ein wenig sonniger – wenngleich melancholischer – wird mir, wenn ich „lost in space“ von aimee mann höre. ja, sonnig und melancholisch geht. weil ich das album intensiv während eines sommers auf borkum gehört habe, während ich mich vom zivildienst/der nua:lounge und dem ganzen drumherum erholt habe und auf mein studium wartete – allerdings immer nur abends, wenn alles sich langsam beruhigte und die ruhige stimmung des albums sich voll entfalten konnte – und ein bisschen melancholisch ist es nun einmal, das album.

heißer her gehts mit dem „buena vista social club“ und dessen album, das nils und ich sehr viel gehört haben, wenn wir cocktails gemixt habe. entgültig hängen geblieben ist das album – insbesondere mit „chan chan“erst an dem tag, als wir vormittags am baggersee waren und uns dort die wohlverdiente abkühlung geholt haben – es gibt wenige tage, die ich als genau so heiß im kopf habe, wie diesen.
irgendwann bin ich also losgefahren, um auf dem osterholzer stadtfest cocktails zu machen – bis dann zwei freunde vorbeikamen, mit denen ich mir vorher noch am see war, und der eine mir eröffnete, sein bruder sei bei dem heißen wetter erstickt.
ich habe das album seitdem ein einziges mal gehört.

was mich jedesmal wieder enorm beeindruckt, ist die intensität, mit der diese alben mich wieder in die jeweilige zeit versetzen. es ist nicht nur so, dass ein film in meinem kopf abläuft, den ich mir dann anschaue, sondern ich habe wieder eine genaue vorstellung davon, wie es mir damals ging. wenn man so will, werde ich wieder in meine damalige version zurückversetzt. das geht so weit, dass ich wieder den geruch von limetten rieche (weil wir viel caipirinha gemacht haben in jenem sommer), ich das gefühl habe, wieder mit kat auf dem sofa zu sitzen und akte x zu schauen, oder halt meine kleine schwester schreien höre. wobei das in diesem fall der reale säugling in der wohnung über mir ist 😉

jedenfalls finde ich diese zeitmaschine natürlich einerseits spannend und unterhaltsam, andererseits zeigt sie mir auch, welchen weiten weg ich schon gegangen bin (und alle anderen ebenfalls) – und was noch so alles vor mir liegt.
denn ich hoffe natürlich, dass sich noch viele weitere momente in meinem hirn festbrennen, am besten mit viel, viel toller musik.

p.S.: versprechen eingelöst!

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Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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