Black Rose / Death By Kite / Black Lips im Magnet

Wenn man (oder in diesem Fall ich) mit schlechter Laune auf ein Konzert geht, bei dem man zwei der drei Bands nicht kennt und von einer zumindest irgendwie den Namen mal gehört hat, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Es wird geil – oder eben nicht.

Angesichts der Tatsache, dass ich den Magnet-Club mit T-Shirt und CD verlassen habe, sollte eigentlich Ersteres zutreffen – kombiniert mit meiner Entscheidung, den Laden vor Beendigung des Gigs der dritten Band zu verlassen, wird das Ganze ein wenig komplexer.

Beginnen wir also von vorn.

Black Rose
Fand ich, waren ein guter Opener. Die Dreierformation ging mit rotzigem Rock’n’Roll ganz gut nach vorne, hat meiner Meinung nach den ganz großen Wurf aber verpasst, weil man das, was sie gespielt haben, so oder so ähnlich schon in tausend Variationen gehört hat. Macht nichts, war trotzdem spaßig, und im Grunde haben sie genau das getan, was eine Vorband tun sollte: das Publikum gut aufgewärmt und unterhalten, ohne dem Hauptact die Show zu stehlen.

Macht euch selbst ein Bild:  http://www.myspace.com/blackrosenola – aber obacht: sie waren nicht ganz so bluesig, wie sie sich auf myspace verkaufen, eher ein bisschen hardrock-lastiger.

Death By Kite
Waren  für mich der Bringer des Abends, der Grund, warum sich das Eintrittsgeld gelohnt hat und die Band, deren T-Shirt und CD ich mitgenommen habe. Death By Kite bestehen aus drei Personen, einem Gitarristen, einem Schlagzeuger und einer Bassistin, die bei Germanys Next Top Model durchaus Chancen hätte – ohne dabei so glatt und nichtssagend wie das typische Model auszusehen. Sie war also sehr hübsch – und das Beste ist, sie konnte auch noch gut Bass spielen 😉
Death By Kite nennen ihre Musik „Powerpop“ – und poppig sind sie auch, das kann man ihnen nicht abstreiten. Aber es ist eher Pop in Richtung tanzbarer Indiepop – und das hat Spaß gemacht! Der Sound der Band lebt recht stark vom sphärischen, halligen Sound der Gitarre und dem hohen, manchmal gezogenen Gesang, der manchmal sachte an Brian Molko erinnert. Die treibenden Basslinien in Kombination mit dem sehr flächigen Gitarrensound erinnern mich immer ein bisschen an Godspeed You! Black Emperor – ohne jedoch den emotionalen Tiefgang zu besitzen.
Live haben sie mir aber auf jeden Fall viel Spaß gemacht, und auch nach mehrmaligen Hören mag ich das Album noch immer – das ist, zumindest bei mir, immer ein gutes Zeichen…
Gux du: http://www.deathbykite.com/, http://www.myspace.com/deathbykite

Black Lips
Waren dann eigentlich die Hauptband des Abends, aber die waren mir zu rotzig, zu punkig, zu kaputt, um mir wirklich Spaß zu machen. Musikalisch passten sie zu den anderen Bands, aber als ich den zigsten Ellenbogen in den Rippen, den wiederholten Fuß auf meinem (ja, das tat weh!) und Bier auf dem Pulli hatte – nach dem zweiten Lied – habe ich mich eines Besseren besonnen, und mir klargemacht, dass ich am nächsten Tag ja auch noch ne Klausur würde schreiben müssen – ich bin also einfach gegangen.

http://www.myspace.com/theblacklips

Trotzdem war es ein schöner Konzertabend, auch wenn ich dann auf dem Heimweg Abschied vom Frühlingswetter nehmen musste und ordentlich nass geworden bin.

Ach ja: ist euch schon mal aufgefallen, dass „Live“ und „Viel“ Anagramme sind?

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Über sushey

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