Danke für die Rosen, Axl – aber das wär doch nicht nötig gewesen…

19-11-08_0212

Ich hatte mich ja schon lange gefragt, welche tausendfach angekündigte Veröffentlichung es eher in die Regale schaffen würde, Chinese Democracy oder Duke Nukem Forever. In meinen wildesten Phantasien lag Duke Nukem unterm Weihnachtsbaum meiner Enkelkinder, und der Soundtrack des Spiels käme – ja genau, vom bedauernswerten Rest der Gunners.

Eben gerade habe ich das neueste Machwerk von Axl und „Karaokeband“ gehört, wie laut.de so schön treffend einen Namen für das Konsortium Guns’N’Roses-ferner Musikanten gefunden hatte – und bin zwar nicht vom Hocker gehauen, aber durchaus angenehm angetan.

Chinese Democracy“ steht in Sound und Songs einem „echten“ G’N’R-Album in nichts nach. Es gibt zwar keinen Überknaller wie „Sweet Child of Mine“ oder dergleichen, doch in seiner Gesamtheit ist „CD“ ein solides, wenn auch recht homogenes Rockalbum.
Die ersten beiden Tracks „School of Rock Spain“ und „Shackler’s Revenge“ geben ein amtliches Brett vor, und dann pendelt sich das Album auf ein Level, mit dem man sich gut anfreunden kann, „Better“ ist vermutlich der designierte Stadionrocker und „Street of Dreams“ dann die unvermeidliche Ballade.
Zwischenzeitlich hängt das Album ein wenig, wird mir Axls Trademark-Gesang auch zu sehr zu einer Heulerei, aber das ist nun mal seine Stimme.
Am Ende steigert sich „Chinese Democracy“ noch einmal.

Kein großes Album – insbesondere wenn man die Wartezeit bedenkt – aber ein sehr gutes und kurzweiliges. Daumen hoch.

Now to something completely different – Sports.

Ich war eben mit einem Kollegen in der T-Hall, das ist eine der zahlreich in Berlin vorhandenen Kletterhallen. Wir sind Bouldern gegangen, das ist eine Disziplin, bei der man nicht „richtig“ klettert – also im Sinne von hoch und so – sondern auf kleinen Strecken das Klettern an schwierigen Stellen wie Überhängen trainiert. Macht nen Sauspaß, ist mörderisch anstrengend, und quasi nebenbei bekommt man Arme wie Popeye und – hoffentlich- nen Bauch wie Brad Pitt – der übrigens in „Burn After Reading“ eine verdammt bescheuerte Rolle verdammt gut verkörpert. Guter Film, so nebenbei.
Jedenfalls habe ich eine Strecke geschafft, und zwei andere versucht, von denen eine mein neues Ziel ist. Es ist Die Rote Strecke, und wenn ich es schaffe, regelmäßig zu klettern, gibts regelmäßig Updates.

Weil ich ja nun versuche, mit Motivation bei der Sache zu sein, ist mir eine neue iPod-Version eingefallen:

der iFrig.

ist ein besonders motivierter mp3-Player, zu dessen herausragendsten Eigenschaften gehört, schon beim Sich-Nähern des Musikkonsumenten zur ersten mp3 zu greifen und sie voller Inbrunst abzuspielen. In Gegenwart anderer mp3-Player verhält er sich allerdings manchmal aggressiv; man hat schon von zwei sich bis zum Tode bekämpfenden iFrigs gehört, die sich gemeinsam in einem Raum befanden.
Nutznießer des ganzen war der Zune-Player, und das will nun wirklich niemand, oder?
Sportfans finden im iFrig den idealen Begleiter, denn sein Durchhaltevermögen übersteigt das mancher Marathonläufer bei weitem.
Der iFrig bietet dem Hörer vollsten Musikgenuß, und das rund um die Uhr.
Allerdings ist er schnell beleidigt, wenn man seinen Einsatz nicht zu würdigen weiß und spielt dann nur noch Lieder ab, die man nicht mag…

sauber! bouldern, chinese democracy, duke nukem und iFrig in einem Artikel, wer hätte das gedacht? Ich hätte wetten sollen…

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Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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