Heißer Ritt im Wilden Osten

Ein Vorhaben

Die ehemalige Sängerin meiner ehemaligen Band und ich haben heute ein Vorhaben in die Tat umgesetzt, das wir schon im letzten Jahr angedacht hatten, und zwar eine Radtour.

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Wie im Norden

Das wunderbare, tolle Wetter war mehr als prädestiniert dazu, und so machte ich mich des Morgens auf den Weg nach Birkenstein, gabelte sie auf, und wir fuhren nach Strausberg an den dortigen See. Strausberg war bisher immer nur die Endhaltestelle einer Bahnlinie, aber wie Berlin selber, wurde auch Strausberg durch die wortwörtliche Erfahrung viel realer – bzw. anders real als vorher.
Auf dem Weg dorthin haben wir ein mit jeder Menge Landschaft angefülltes Nichts durchquert, das mir aus meinen Zeiten in Norddeutschland mehr als bekannt vorkam: eine langgezogene Straße, ein paar Bäume, sich kilometerweit ausbreitende Felder, auf denen Rüben, Gras und Mais beginnen zu wachsen. Windräder gabs hier wie dort, aber die wachsen wohl kaum mehr…

Dämlich: Die SD-Karte vergessen

keine digiknipse, das muss das razr herhalten...keine digiknipse, das muss das razr herhalten…

In Strausberg selber sowie in allen anderen Orten, die wir durchquerten, konnte ich alle Facetten der berühmten blühenden Landschaften bewundern: Plattenbauten in allen möglichen Stadien und Zuständen, nagelneue Stahbetonbauten neben verfallenden Häusern, Betonplatten statt Asphalt und restaurierte Altstadtmauern und Marktplätze, kurzum: die gesamte Gegend wirkt wie ihr eigener Anachronismus, das verblichene Konsum neben dem Porsche Cayenne.
Ich habe mir fest vorgenommen, einen Photobericht darüber zu schreiben, wenn ich nicht dämlicherweise wieder die SD-Karte im Computer stecken lasse…

Woher kommt nur die geladene Wumme…?

Strausberg selber hat – insbesondere was Altstadt und Seeseite betrifft – einige sehr schöne Seiten.

marktplatz in altlandsberg - wo sind die jugendlichen?!?marktplatz in altlandsberg – wo sind die jugendlichen?!?

Eher nicht so schön war die Familie in unsere Nähe, deren treusorgender Familienvater auf die glorreiche Idee kam, mit seinem besten Freund einen Schießcontest zu gestalten, und zwar, indem sie mit einem Luftgewehr auf eine Flasche schossen, die eigenen Töchter nicht unweit der Schusslinie. Vielleicht sollte man angesichts des ach so verantwortungsbewussten Umgangs einiger deutscher Sportschützen mit ihren Waffen, auch mal ein wenig abseits der Killerspiele schauen.

Bevor wir was sagen konnten, hatten sie ihre Schüsse abgegeben und das Gewehr wieder beiseite gepackt. Aber ein bisschen – verwundert – ob der Szene war ich dann doch.

ziemlich ungewöhnliche methode, das rauchen aufzugeben...ziemlich ungewöhnliche methode, das rauchen aufzugeben…

PBL

Ich habe mir aber davon nur kurzzeitig die Stimmung vermiesen lassen; glücklicherweise haben sie das Gewehr wieder eingesteckt, und dann waren wir auch wieder auf dem Rückweg.
Um dem Stau der nach Berlin fahrenden Autos zu umgehen, sind wir ins Gelände ausgewichen, wo unsere Mountainbikes mal ein bisschen zeigen durften, warum sie so heißen. Das bedeutete gleichzeitig einen kleinen Umweg – was mir aber ganz recht war, denn so habe ich an einem Tag die 100 Kilometer Radeln voll gemacht – jippie! neue persönliche Bestleistung!

Vom Westen in den Osten

Überhaupt habe ich es mehr oder minder zufällig geschafft, Berlin innerhalb von 48 Stunden in West-Ost-Richtung komplett zu durchqueren, denn Samstag war ich auf dem Teufelsberg, klettern. Der Trip in Nord-Süd-Richtung wird wohl nicht so einfach, aber man kanns ja mal versuchen…

Bewegungsreiches Ostern

Ich glaube, so viel und ausdauernd habe ich mich zu Ostern noch nie bewegt. Aber Spaß hats auf jeden Fall gemacht! Morgen habe ich frei, da werde ich mich keinen Zentimeter bewegen…

Moby

Bei solchem Wetter denke ich immer an die Musik von Moby, insbesondere das sehr schöne „Play“-Album. Im Kopf hatte ich beim Nachhausekommen allerdings „Signs Of Love“ – allerdings nicht wegen des Titels, sondern wegen der Zeile „we fly so high, we fall so low“ und des allgemein schönen, leicht melancholischen Aufbau des Songs, der mir sagt, dass die Welt nicht so ist, wie sie sein sollte – aber trotzdem irgendwo schön.

Zeitmaschine

Mehr oder minder zufällig bin ich auf drei Photos gestoßen, die ich auf den Tag genau vor einem Jahr gemacht habe; ich nenne die Serie Gemütlichkeit. Und NEIN, ich rauche nicht. Ich trinke auch nur selten Kaffee, und das Telefon ist auch nicht meins 😉

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Über sushey

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