Passiv? Aktive Phantasie!

hexenhaus | manfred hartmann

hexenhaus | manfred hartmann

Neulich hatte ich ein wenig Zeit an den Fingern, und weil ich grad in Hausbaustimmung war (vermutlich ein kleines Vermächtnis von meinem Vater) und sowieso gerne in Konzepten und Projekten denke, dachte ich über den Bau eines Passivhauses nach – mir gefällt der Gedanke an ein Haus, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht.

Mein Konzept umfasst natürlich Solarzellen und – panels.  Erstere, um Strom zu produzieren (unser Geschäftsführer hat die Photovoltaikanlage in unserer Firma mal als „Goldesel“ bezeichnet, da muss also was dran sein…), Letztere, um Warmwasser sowohl fürs Duschen, als auch zu Heizzwecken zu produzieren.

Da das Haus nach Passivstandart luftdicht ist, müssen die Räume so angelegt werden, dass es allein schon durch die Anordnung zu Luftzirkulation kommt. Den Rest erledigt die Lüftungsanlage samt Wärmetauscher, die nicht nur innerhalb einer Stunde die komplette Luft austauschen, sondern auch dafür sorgen, dass so gut wie keine Wärme nach aussen abgegeben wird.
Nebeneffekt: Insekten haben keine Chance… Auf Wiedersehen, ihr blöden Mücken!

Geheizt wird über die Solarpanels; bei gleichzeitiger Nutzung der Erdwärme müsste man komplett auf eine herkömmliche Heizung verzichten können. Natürlich gibts keine Radiatoren im klassischen Sinne mehr; vielmehr werden analog zum Luftstrom Schleifen in den Fußboden und die Wände gelegt. An Stellen, die besonders warm sein sollen, könnte man über eine Infrarotheizung nachdenken – die hat den Vorteil, dass sie nur die Haut, nicht aber die Raumluft erhitzt, was enorm viel Energie spart.

Lehmputzwände sehen nicht nur schick aus, sondern sorgen durch die Annahme und Abgabe von Feuchtigkeit und Wärme für ein angenehmes und ausgeglichenes Raumklima.

Selbstverständlich würde ich die durch das Haus versiegelte Fläche mit einem Dachgarten ausgleichen. Da dieser quasi ein abgeschlossenes Biotop darstellen würde, könnte man hier auch seltene Pflanzen ansiedeln.
Fleischfressende Pflanzen z.B. – wegen der Mücken…

Einzelne Fenster würde ich so gestalten, dass die insbesondere im Winter viel Energie aufnehmen, im Sommer allerdings einen Großteil des Sonnenlichts reflektieren. Das lässt sich über entsprechende Reflektoren / Absorber realisieren.

Ach ja: das Klo spült entweder mit Regenwasser, oder dem Abwasser vom Duschen.

Paradiesisch, nicht wahr? Niemals wieder einem der verbrecherischen Energieversorgungsunternehmen auch nur einen Cent in den Rachen werfen… ausser BP, denn die sind einer der größten Hersteller von Solarzellen…

Das Paradies hat natürlich einen Haken: Es ist sehr teuer. Allein die Isolation der Wände wäre vermutlich 15-20% teurer, als bei herkömmlicher Bauweise. Auch die Solargeschichte würde sich erst innerhalb einer Dekade bezahlt machen. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass man – plant man das Ganze gut durch und nutzt alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten – einen so großen Mehrwert schafft, dass sich die höher Anfangsfinanzierung lohnt.
Immerhin wäre mir das Gefühl, unabhängig von Energieversorgern und fossilen Brennstoffen zu sein, sehr, sehr viel wert.

Ich müsste dann nur noch Brieftauben züchten, und wäre auch noch unabhängig von irgendwelchen Telekommunikationsfirmen, hehe!

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Über sushey

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