Moulin Brun

oder: In Mühlen möchte ich mich nicht bräunen. Eigentlich… also, wenn ich mal darüber nachdenke, möchte ich mich nur in der Sonne bräunen.

na, wieder heimlich die reizwäsche der frau getragen und dann eingepennt?

Unweit meiner Arbeitsstelle befinden sich mehrere Werbeplakate. Soweit, so – manchmal – unterhaltsam.
Seit etwa drei Tagen befindet sich dort ein Poster mit einer braunen Mühle, betitelt „Moulin Brun“ – und in großen Lettern wird drauf hingewiesen, man könne sich in einem dazugehörigen Sonnenstudi richtig schön bräunen.

Meine erste – und laut Kampagne auch beabsichtigte – Assoziation war natürlich das Moulin Rouge in Paris. Doch auch jetzt stellte sich keinerlei Bedürfnis ein, mich zu bräunen. Zum Einen mag das daran liegen, dass ich mehr auf natürliche Bräune stehe – jenen zarten Bronzeton also, der mir vom Sommer erzählt, vom Zeltlager, von Radtouren, von Tagen am Meer, vom Klettern in der Sonne.

Zum Anderen finde ich die Vorstellung einer braunen Mühle einfach komisch – da käme ich mir eher vor wie Kaffee…

Now to something completely different. Sports.

Bei all dem Gehabe, dass gerade um den Spielgrund der deutschen Fußballmannschaft gemacht wird, habe ich versucht, eine Analogie zu meinem Beruf zu finden: würde ich mich so benehmen, wie die Medien es gerade suggerieren, dass die Nationalelf es tut, müsste ich mich tagelang darauf vorbereiten, zur Berufsschule zu gehen, weil die andere Mischpulte haben, als bei uns auf Arbeit. Überhaupt, schon die Bedienung von Computern… es kann vorkommen, dass ich mit Linux, WinXP und Vista arbeite. An einem Tag…
Aber die ganze Nummer hat mich an ein wunderbares Kleinod erinnert.

Überhaupt Fußball.

Ich habe eine höchst wissenschaftliche Erklärung für den Erfolg der Raute:

Neulich träumte ich, ich spielte beim ruhmreichen SV Werder Bremen. Der Trainer hatte uns im neuen Spielsystem aufgestellt, und nach nur einigen Sekunden ging es so drunter und drüber, dass wir promt ein Gegentor einfingen.
Vor dem Wiederanstoß nahmen wir uns also eine Auszeit und sortierten uns um, in die gute alte Raute. Muss ich noch erwähnen, dass wir hoch gewannen?
Ach ja: ich war natürlich der rechte Aussenverteidiger.

Dieses seltsame Gefühl, wenn man beide Hände aneinanderreibt und die eine Hand ist warm, und die andere kalt. Da weiß man nicht, welche Hand es denn nun ist, und der Moment ist so etwas wie bittersüß, denn man erlebt ja diese widerstrebenden Gefühle.

Muss damit zusammenhängen, dass ich nachmittags müde bin, spätnachts aber, wenn ich schlafen soll, noch wachbleiben könnte.

Menschliches Dasein, sonderbar.

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Über sushey

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