Katzenjammer

Mit Katzenjammer verbindet man gemeinhin Gemütsverstimmungen und Niedergeschlagenheit, oft gepaart mit einem (un)gesunden Maß an Selbstmitleid.

Der Katzenjammer, den der Rockpalast gestern präsentierte, war ungefähr das genaue Gegenteil; es handelte sich nämlich um eine norwegische Band, die aus vier Frauen besteht, welche sehr beschwingte Musik spielen – der Mitschnitt hat einen solchen Spaß gemacht, dass ich wusste, womit ich den heutigen Music Monday gestalten würde.

Die Musik der vier Damen ist in etwa so vielseitig wie das umfangreiche Instrumentarium, mit dem sie ihre Musik machen: auf der Bühne tummelten sich Bass-Balalalaika, Gitarre, Mandoline, Glockenspiel, Banjo, Kazoo, Klavier, Harmonika, Ukulele, Glockenspiel, Schlagzeug, Milchkannen, etc. – selbstverständlich wechselweise bedient.
Gerade in Hinblick auf die Balalalaika liegt der Assoziation mit Polka und Balkan-Pop sehr nahe, doch die Songs weisen derart unterschiedliche Stimmungen auf, dass man eher Billy bräuchte, als die klassischen Schubladen.  „Blues“ z.B. ist eine schnelle Hillbilly-Nummer, „Virginia Clemm“ tatsächlich eher ein Shanty, und den vier ausdrucksstarken und sehr gut harmonierenden Stimmen ist es zu verdanken, dass Katzenjammer auch a Capella eine gute Figur machen – das Repertorie reicht von zucker-zucker-süß (ein Song über Kuchen, dessen Titel ich vergessen habe) bis derbe-gröhlend.

Auch „Cabaret Punk“ a la Amanda Palmer blitzt hier und da zwischen den beschwingten Takten hervor, und Katzenjammer sind da sozusagen der Overkill, da hier nicht nur eine, sondern gleich vier attraktive, musikalische, starke Frauen auf der Bühne stehen.

Der lustigste Katzenjammer, den ich (bisher leider nur im Fernsehen) erlebt habe – so mein Schicksal, die S-Bahn und alle anderen höheren Mächte wollen, gibts am 5.Mai das Livekonzert in Potsdam.

Offizielle Seite

Evelynevelyn

Photos von
Aktivoslo und
nrk-p3

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Eine Antwort zu Katzenjammer

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