Es war das Huhn

und nicht die Nachtigall oder die Lerche,  sondern ein weit entfernt verwandtes Federvieh, nämlich das Huhn, dessen allzu irdisches Dasein britischen Forschern Anlass zu forschen gab.

Ebenjene britischen Forscher hatten nämlich aufgrund einer Fügung des Schicksals plötzlich sehr viel Zeit, und wie das so ist mit den Briten in Krisenzeiten, geben sie sich nur kurzzeitig dem Selbstmitleid hin, um sich dann um die Beantwortung einer der Letzten Großen Fragen Gedanken zu machen, in diesem Fall:

Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Generationen von Menschen, Forschern, Philosophen und FrauenzeitschriftsredakteurInnen zerbrachen sich um diese Frage schon ihre Köpfe, redeten miteinander, diskutierten, hatten Meinungsverschiedenheiten, gerieten in Streit, Rage, handfeste Auseinandersetzungen, versöhnten sich wieder oder auch nicht – aber eines blieben sie letztendlich sich selber und allen anderen schuldig, nämlich die endgültige Beantwortung der Frage.

Die forschen britischen Forscher jedenfalls machten es ihren Romanvorbildern nach und frugen ein Elektronengehirn, das auch eine Antwort liefern konnte.
Glücklicherweise waren die Forscher im Gegensatz zur Romanvorlage weise genug, sich auch um die Frage Gedanken zu machen, und so frugen sie zunächst: „Was war zuerst da?“ – und der Computer benötigte nur einen Bruchteil seiner Grizzillionen Rechenprozesse, die er in der Sekunde rechnen kann, um mit der typisch britischen Antwort: „A decent cuppa tea!“ aufzuwarten – mit leicht ironisch-beleidigtem Tonfall, wie einer der Forscher festzustellen vermeinte.
Flugs reüssierte man die Frage samt Huhn-und-Ei-Teil, und abermals rechnete das Gehirn mit einem deprimierend geringen Teil seiner Kapaziät, um an einem völlig unspektakulären Donnerstag zu verkünden, es sei das Huhn und das sei ja wohl mal klar wie, äh, Hühnerbrühe und überhaupt, wo bliebe eigentlich der Tee?

Damit ist die Antwort ein für alle Mal gefunden.

Das Huhn, also DAS Huhn kam vor Abermillionen Jahren auf die Idee, das Gebären outzusourcen, ein genialer Schachzug, den es mittels eines billigen Proteins in die Tat umsetzen konnte.
Dächten Manager auch so, würden Autos heutzutage auch schlüpfen, anstatt mühevoll zusammengeschraubt zu werden – und bei schlechten Konzerten würde der Künstler mit fauligen Kleinwagen beworfen…

Danken wir also den britischen Forschern, die ein weiteres Rätsel der Menschheit gelöst haben.

Bleibt eigentlich nur eine weitere Frage:

Bleibt Löw unser Bundesjogi? Was waren die Beweggründe des Huhnes, das Ei überhaupt zu legen? Und woher wusste es, wie es aussehen sollte?

Der Computer würde vermutlich antworten:  „In order to have more time for a decent cuppa tea!“

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Über sushey

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