Moon

Wir befinden uns in einer nicht sehr weit entfernten Zukunft. Es ist den Menschen gelungen, Helium-3 vom Mond abzubauen, ein Energieträger, der die durch fossile Brennstoffe entstandenen Probleme lösen könnte.

Der Abbau des Helium-3 läuft weitestgehend automatisiert; einzig der Techniker Sam Bell hat sich für drei Jahre verpflichtet, die Routine am Laufen zu halten. Unterstützt und unterhalten wird er dabei von Gerty, einem – ansatzweise – empathischen Computersystem.

Als der Film beginnt, sind die drei Jahre beinahe abgelaufen, und Sam freut sich auf seine Heimkehr zu Frau und Kind. Doch dann beginnen eine Reihe von Problemen, die seine Rückkehr stark in Frage stellen…

Angefangen bei Halluzinationen und beginnender Strahlenkrankheit, scheint auch ausserhalb Sams auf der Station einiges nicht so zu laufen, wie Sam es sich vorgestellt hatte. So wird seine Kommunikation mit der Erde erheblich gestört, Gerty verhält sich freundlich, aber manchmal merkwürdig, und ein Unfall stellt alles in Frage, an das Sam glaubt.

Ich will hier nicht zu viel verraten. Der gut gelungene und überzeugend gespielte Science-Fiction-Film greift einige der Grundthemen menschlicher Zivilisation auf und behandelt sie auf beklemmend reale Weise: Wieviel ist ein Menschenleben wert? Wie weit gehen Firmen für ihren Gewinn? Wieviel Einsamkeit kann man ertragen?

Zum Realismus des Films trägt ironischerweise sein recht kleines Budget bei. So erwartet uns keine aufwändig durchgestylte, fantastische Welt a la Star Wars, sondern eine Zukunft, die in 50 Jahren tatsächlich schon so aussehen könnte. Der Raumanzug von Sam beispielsweise ähnelt stark den aktuellen NASA-Modellen, und auch die Station erinnert eher an die ISS als an die Enterprise.

In anderen Sci-Fi-Streifen würde dies den Spaß mindern; hier trägt die düstere Optik zur Grundstimmung bei; ebenso wie übrigens die sehr gute Filmmusik.

Der Film zitiert vielfach bekannte Themen (z.B. Mensch vs. Computer, „2001 – A Space Oddyssey“) und kann doch dem Genre noch etwas hinzufügen. Was störte, war jedoch die etwas frühe Climax, nach deren Klärung mehr hätte passieren dürfen und müssen, als dann tatsächlich geschah. Trotzdem:

Sehenswert.

Eintrag bei imdb.com

Über sushey

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