So gehts doch auch.

Dass ich umgezogen bin, dürfte man mittlerweile mitbekommen haben. War ja auch nicht weit; Luftlinie vielleicht 800 Meter, dazu etwa 12 Höhenmeter. Weiter Richtung Kreuzberg, weiter Richtung Oben.

Noch ist das Zimmer ein mittelschweres Chaos; es mangelt ganz immanent an Schränken und Regalen. Billy ist mir zu – Billy, alles andere wahlweise zu teuer, aus Presspappe-Kunststoff-Holzspäne-Laminat, und – es müsste besagte 12 Höhenmeter transportiert werden…

Haus und Wohnung sind allerdings sehr schön, und da hätten wir den ersten Grund des Umzugs: die alte Wohnung war nicht nur nicht isoliert und im Erdgeschoss, sondern auch sehr feucht. Selbst mit bravem Laut-Anleitung-Lüften war die Feuchtigkeit selten unter 70%.
Auch das Haus selber machte mehr und mehr einen ungepflegten Eindruck, und das lag auch daran, dass der Vermieter sich kaum drum gekümmert hat.
Einmal davon abgesehen, dass die Verwaltungsfirma kaum erreichbar war – wahlweise gab es einen Anrufbeantworter ohne Aufsprechmöglichkeit oder das Telefon war besetzt, Emails wurden nur zögerlich beantwortet – gestaltete sich die Kommunikation, wenn sie denn stattfand, recht unerfreulich und auf der Grundlage von gegenseitigen Androhungen, Beschuldigungen und Erpressungen.

Welch Kontrast ist da der neue Zustand! Haus und Wohnung befinden sich in einem liebevoll gepflegten Zustand, was vermutlich daran liegt, dass die beiden Hausverwalter – Iren Mitte Vierzig – ebenfalls mit im Haus wohnen und den ganzen Tag am Muckeln sind.

Zudem verbreiten sie eine gemütlich-freundliche Atmosphäre, die damit begann, dass sie nach einmaligem Vorstellen meinen Namen wussten. Wie überrascht war ich, als ich beim Einzug mit einem freundlichen „Hey Sascha, how are you?“ begrüßt wurde.

Es ging dementsprechend weiter. Wann immer wir uns begegnen, ist ein bisschen Zeit für ein bisschen Small Talk – was ich als sehr angenehm empfinde. Wenn man mir fair und freundlich entgegenkommt, dann finde ich es dementsprechend leicht, ebenfalls fair und freundlich und entgegenkommend zu sein – eine wahre Wohltat nach dem vorherigen (Nicht)Verhältnis, das mich in seinem Fortschreiten doch recht unglücklich gemacht hat.

Selbstredend, dass auch der Hund der Beiden, der immer im Hausflur liegt, seine regelmäßigen Streicheleinheiten bekommt…

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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Eine Antwort zu So gehts doch auch.

  1. alicia schreibt:

    Hallo Großer, es freut uns sehr, dass dein neues „Zuhause“ jetzt so viel positiver ist. Hatte mir schon so meine Gedanken gemacht. Gruß an alle netten Menschen in deinem Umfeld und evtl hat ja jemand einen Schrank oder Regal über. Bis dann Ma

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