Melissa Auf der Maur – Out of our Minds (2010)

Während Annalena die sehr schöne Idee eines „Akustischen Adventskalenders“ hatte, sah es bei mir musikalisch ja eher mau aus die letzten Wochen…

Abhilfe naht in Form einer sehr hübschen Musikerin, die als Bassistin von Hole und den Smashing Pumpkins auf sich aufmerksam gemacht hat: Melissa Auf der Maurs „Out of our Minds“ wäre in meinem akustischen Adventskalender ein klarer Fall fürs 24. Türchen, und soviel kann ich schon mal sagen: Das Titelbild ist der einzige Aspekt des ganzen Albums, der nicht-so-gelungen ist…

Der Titeltrack setzt die Rahmenbedingungen: der stampfige Rhythmus kontrastiert zur leicht düsteren Grundstimmung, und die schöne, energetische Stimme der Sängerin macht es leicht, dem Credo des Songs zu folgen: „Out of our minds into our hearts“.

Im nachfolgenden Stück wird die Rezeptur nur ein klein wenig verändert; die Nummer geht straight nach vorn – von einem effektvollen Break einmal abgesehen – „Isis Speaks“ ist ein Fall für die Bühne.

Was mir im Laufe des Albums auffällt, ist die scheinbare Leichtigkeit, mit der Melissa Auf der Maur nuancenreichen, energiegeladenen Rock spielt, der zudem sehr zeitgemäß klingt. Trotz verschiedenster Gastmusiker, die sie sich eingeladen hat, bildet das Album ein stimmiges Ganzes, dessen Bandbreite von Nick-Cave-igem Blues (das morbide „Father’s Grave„) über elegischen, geradlinigem Rock („Lead Horse„) bis hin zu Stonerrock (das stark an Queens of the Stoneage erinnernde und hypnotische „The Key„) reicht – alles mit einem leichten Goth-Touch.

Dass Melissa eine gute Songwriterin ist, fällt nicht zuletzt beim schönen Refrain von „Meet Me On the Darkside“ auf – nicht der letzte Versuch der Musikerin, den Hörer auf die dunkle Seite zu ziehen,  und irgendwie drängt sich der Verdacht auf, die dunkle Seite wäre einfach sexier.

Melissa Auf der Maurs dunkle Seite ist es definitiv.

Das Album online hören (Offizielle Homepage von Melissa Auf der Maur.)

Über sushey

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