Fool On The Hill (1988) – Matt Ruff

Es gibt Bücher, bei denen beschleicht den Leser mittendrin ein ambivalentes Gefühl: Man möchte die Geschichte möglichst schnell durchlesen, liest Seite um Seite, vergisst die Welt um sich herum, weil man gefesselt ist von der Geschichte – und gleichzeitig liest man dem eigenen Bedauern entgegen, es ausgelesen zu haben.

Dass ich mir allerdings während des Lesens wenig Gedanken über diese Ambivalenz gemacht habe, lag daran, dass der Plot – aus verschiedenen Fäden bestehend – gerade richtig an Fahrt aufgenommen hatte und streng auf die Climax zuging – in der unser Held, der Fool on the Hill, (vielleicht) seine wahre Prüfung besteht.

Dieser Held kommt zunächst nicht sonderlich heldenhaft daher; es handelt sich um den Geschichtenerzähler/Schrifsteller Stephen George, der öfter auf einen Hügel auf seinem Universitätsgelände klettert, um einen Drachen steigen zu lassen.
Stephen ist ein sympatischer junger Mann, der das Kunststück fertig bringt, von vielen verschiedenen Studentengruppen seiner Uni gleichermaßen gemocht und respektiert zu werden. Seine Geschichte wird von Mr.Sunshine erzählt, einem Geschichtenerzähler, der einem griechischen Gott ähnelt – und wie ein solcher auch ordentlich in die Geschichte eingreift. Wie mehrmals durch Mr. Sunshine und auch den Autor Ruff selber angedeutet, wartet am Ende der Geschichte eine Heldenprüfung auf Stephen. Weiterlesen „Fool On The Hill (1988) – Matt Ruff“

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