Kajaken

Freitag Nachmittag, 17:30 Uhr: Ich komme nach einer viel zu langen Schicht bis auf die Knochen durchnässt aus dem Seilgarten – wie schon den Tag zuvor – habe noch nichts eingekauft und die Kollegin, welche mich eingeladen hat ist krank – kurzum: ich habe wirklich überhaupt keine Lust, mich sozusagen ohne über Los zu ziehen, auf Kajaktour zu begeben.

Freitag Abend, 23:00 Uhr: Ich sitze gemeinsam mit fünf mir ehemals wildfremden Menschen – die sich übrigens gegenseitig auch nur teilweise bekannt waren – am Lagerfeuer in Märkisch Buchholz und wir schnabulieren das reichlich vorhandene Essen. Die Stimmung ist gut, von Regen keine Spur, und auch die erkrankte Kollegin hat sich für den kommenden Morgen angekündigt.
Meine Unlust ist einer Freude darüber gewichen,doch standhaft geblieben zu sein und jetzt die nächsten zwei Tage mit netten Menschen auf und am Wasser verbringen zu können.

Der Campingplatz, morgens um 9:00 Uhr

Die abends durchaus lautstark vertretene Jugendgruppe konnte uns nicht von dem urig-gemütlichen Schlaf abbringen, den Luftmatratze und Schlafsack mit sich brachten, und so legten wir am Morgen mit zwei Zweierkajaks, einem Einerkajak und einem Kanu ab – glücklicherweise stromabwärts.
Die Eingewöhnungsphase mit meiner Paddelpartnerin ging erfreulich schnell, und alsbald flitzten wir nur so über das Wasser – so schnell, dass wir regelrecht überrascht wurden, als wir auf die erste Schleuse trafen.
Das Schleusen ging entspannt zur Sache, ebenso die Weiterfahrt.
Die jeweiligen Bootsbesatzungen waren recht glücklich miteinander, was sich natürlich der Gruppenstimmung als zuträglich erwiesen hat.

Nicht die schlechteste Aussicht, oder?

Zwischendurch entfernten wir uns – scheinbar – unendlich weit von der Zivilisation.
Bis wir auf eine Ansammlung von Wassergrundstücken trafen, zu denen sich auch ein Hotel gesellte, in dem wir einkehrten zwecks Kaffee und Kuchen (also Bier und Apfelstrudel). Anschließend stellten wir fest, dass man vom Steg des Hotels aus ganz hervorragend tollkühne Wassersprünge machen konnte.

Irgendwann waren wir dann an unserem Übernachtungsort, der ungleich rustikaler war, als der vorherige Campingplatz – aber so gewollt. Wir landeten in einer kleinen Bucht am Rande des Waldes, und ich konnte mich nicht so ganz der Vorstellung entziehen, auf einer Insel zu sein…

Der Abenteuerfaktor steigt...

Die sanitären Einrichtungen sind schick, wenn auch spartanisch

 …ganz verlassen konnte diese Insel aber nicht sein, denn wie wir am nächsten Morgen festellten, hatten wir Besuch vom Fuchs, der sich über unsere Essensreste hergemacht hatte.

Vom vorherigen Sonnenschein war nicht mehr viel übrig; es tröpfelte hin und wieder, regnete glücklicherweise aber nicht wirklich.

Schleusen gabs auch keine mehr, dafür Brücken

Und so machten wir uns auf die letzte und anstrengenste Etappe: da wir mehrere Seen durchquerten und auch den „Moddergraben“, konnten wir uns nicht mehr auf die Strömung verlassen; auch der Wind war heftiger und pustete uns hier und da entgegen.

Doch das bei weitem gefährlichste Abenteuer stand uns noch bevor:

Die Begegnung mit den wilden Tieren:

Nicht im Bild: das versenkte Kanu.

Kurz vor unsere Ankunft trafen wir auf eine Gruppe gewaltbereiter Schwäne. Glücklicherweise waren wir alle geistesgegenwärtig genug, uns am anderen Ufer entlangzuschieben…

Und dann war es geschafft: ein kurzer, schöner Wochenendtrip von ca. 25 Kilometern Länge, von Märkisch Buchholz über Hermsdorf (wir erinnern uns) nach Schwerin.

Wer selber mal möchte: Kanusport Dahmeland

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
Dieser Beitrag wurde unter ich und die welt, leben, sommer, wech abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Kajaken

  1. Pingback: Das Kaffeetablett « milchmithonig.de

  2. alicia schreibt:

    Beneidenswert schönes Wochenende. Wie heißt es doch so schön? Manchmal stimmt alles. Ma

    Gefällt mir

  3. Anna schreibt:

    Der Kajak-Bericht.
    Klingt doch nach einem gelungenen Wochenende.
    Wir haben gestern darüber nachgedacht am Wochenende in die Schweiz zum Klettern zu fahren.

    Gefällt mir

Kommentar? Gerne!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s