Mein erstes Mal…

Dass ich ein ebook lese.
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit. Immerhin hatte ich ja das schicke Tablet gewonnen, und ein Anwendungsgebiet dieser Geräte ist es ja, auch ebooks darstellen zu können. So hatte ich also die Kindle-App schon von Anfang an installiert und auch mal bei Amazon hereingeschaut, was es denn so gäbe.
Tatsächlich gibt es dort auch einige Bücher für umsonst; z.B. viele Werke von Jules Verne, oder auch Goethes Faust.
Auch ist es möglich, sich von jedem digitalen Buch zunächst eine Art Probeversion herunterzuladen, die man dann später gegen Entgeld vervollständigen kann.
Die öffentlichen Bibliotheken sind leider – auch wegen der stark unflexiblen Haltung der Verlage – noch nicht so weit, wie ich gehofft hatte. Ebooks auszuleihen, ist also eher etwas für die Zukunft (allerdings kann ich mir in der Uniblibliothek viel Fachliteratur herunterladen).
Während der Veranstaltung, die ich gestern betreut habe, überkam es mich dann aber. Verrückterweise habe ich ein paar Wochen vor den nächsten Klausuren unheimlich viel Lust auf geschriebene Worte; ich habe den Eindruck, ich bräuchte jetzt dringend ein Buch, zu Testzwecken natürlich digital.
Nur welchem sollte die Ehre zuteil werden, das erste ebook zu sein?
Ich spielte mit dem Gedanken, Kings Dunklen Turm komplett aufs Tablet zu laden, dann
hätte ich dieses Magnum Opus immer bei mir. Aber ich würde es gerne haptisch erlebbar in meinem Regal stehen haben.
Auch Otherland fiel in die engere Auswahl, aber das habe ich schon mal gelesen – und auf die Längen im Zwischenteil hatte ich nicht wirklich Lust.
…und irgendwie kam ich dann auf Coraline von Neil Gaiman. Es sollte auch nur 4,71€ kosten, und so war es zwei Klicks später auf der Rechenflunder.
Bis jetzt habe ich fünf Kapitel gelesen, und einmal davon abgesehen, dass die Geschichte super ist, macht es tatsächlich richtig Spaß, ein Buch auf diese Art zu lesen.
Die Auflösung des Tablets und die Einstellungsmöglichkeiten der Kindle-App selber sind komfortabel, sodass das Lesen eines Buches – insbesondere im Hochformat – sich auf ein und demselben Gerät anders anfühlt, als z.B. das Lesen einer Email. Der Bildschirm leuchtet selber, sodass ich nicht von einer Lampe abhängig bin, und während die volle Helligkeit in der Tat sehr anstrengend ist, kann ich den Bildschirm genug dimmen, um keine Augenschmerzen zu bekommen.
Auch die Tatsache, dass ich das Tablet in einer Hand halten oder auch gänzlich hinlegen kann, ohne dass mir die Seite verflappt, finde ich sehr praktisch.
Überhaupt praktisch: da ich das Tablet ohnehin überall hin mitnehme, kann ich in Zukunft eine ganze Bücherei mitnehmen, das ist doch was, oder?
Einzig die Preispolitik hier in Deutschland, die gefällt mir überhaupt nicht.

Mehr erste Male:

… Geocachen
… im Babelsberger Filmorchester
… im Hochseilgarten

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
Dieser Beitrag wurde unter ausprobiert, digital life, ich und die welt, lesen abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Mein erstes Mal…

  1. alicia schreibt:

    Schön, daß dir diese Art zu lesen gefällt. Mir fällt es schwer, zu glauben, daß ich so lesen möchte. Kannst du dich damit auf dem Sofa lümmeln und nebenbei naschen, während du liest?????? Aber unbestreitbar… die Bücher sind dann ja nicht mehr so schwer zu tragen und Platz im Regal spart es natürlich auch, es staubt nicht voll und man hat sich immer bei sich, also schon irre praktisch…. nur ein Buch ist ein Buch und überhaupt, was ist mit der Widmung, die ja manchmal drinsteht und somit das Buch noch wertvoller macht. Aber wenn du dir Fachbücher runterladen und dann immer bei dir haben kannst, ist es ja von unvollstellbarem Wert und Vorteil. Nutze es für dich und wenn du ein Buch für mich darauf machst, lese ich es auch. Ma

    Gefällt mir

  2. Ohrenrausch schreibt:

    Mein erstes Mal fand im August statt und war überraschend gut. Das handliche, selbst leuchende und erklärende Kindle-Teil beglückte mich mit echtem Lese-Spass. Doch die Old-School-Papierversion wird es bei mir never ever verdrängen: Ich brauche Papiergeruch, Kaffeeflecken, Eselsohren!!

    Gefällt mir

  3. alicia schreibt:

    Hallo Ohrenrausch, konnte es leider nicht so ausdrücken, aber genau das meine ich. Ma

    Gefällt mir

    • sushey schreibt:

      @mama und ohrenrausch: ihr habt beide natürlich völlig Recht. Kaffeeflecken, Eselsohren und Widmungen gehören irgendwie dazu und lassen sich digital nicht ersetzen. Ausser vielleicht durch Fingerabdrücke
      Aber eines meiner besten Leseerlebnisse war es, Herr der Ringe von einem starken Raucher ausgeliehen zu haben. Bei jedem Umnlättern roch das Buch überraschend angenehm nach Rauch, was toll war, weil Gandalf ja auch ständig raucht.
      Ich glaube eher an eine friedliche Coexistenz, wie bei der Musik: mp3s sind wahnsinnig praktisch, CDs habe ich irgendwie, und Schallplatten liebe ich. Auf keines würde ich verzichten wollen, und so werde ich es mit papiernen und digitalen Büchern auch halten.

      Gefällt mir

  4. alicia schreibt:

    Gesunde Einstellung!! Von jedem Etwas oder besser gesagt Alles zu seiner Zeit. Ma

    Gefällt mir

  5. Pingback: Ludwigvan und Zahnschmerzen bei der Uraufführung « milchmithonig.de

Kommentar? Gerne!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s