Mad Music Munday

Es ist schon wirklich lange her, dass ich mal über Musik geschrieben habe. Die eine oder andere Rezension hat natürlich ihren Weg hier hinein gefunden, aber ansonsten war die Musik hier eher unterrepräsentiert in letzter Zeit.
Darum hier meine letzten Hörerlebnisse, und die eine oder andere Rezi wird sich wohl auch draus ergeben…

Mumford and Sons – Sigh No More

Mumford and Sons - Sigh No More

Ich vermute, dass die Single „Little Lion Man“ schon unendlich oft im Radio gespielt wurde und dementsprechend alle Radiohörer bereits genervt sind… für mich gibt sich allerdings die Möglichkeit, eine Band völlig unvoreingenommen kennenzulernen und ein leichtes Deja-Vu-Gefühl zu haben – an dem einen oder anderen Radio komme ich dann ja schon mal vorbei.
Jedenfalls ist „Sigh No More“ ein Album, dass zunächst in der „ganz nett“-Ecke gelandet ist, und ganz nett ist ja bekanntlich die kleine Schwester von „Sch…“ – glücklicherweise habe ich das Album dann doch noch ein paar Mal öfter gehört und festgestellt, dass hinter dem energetischen Folk-Rock mehr steckt als das reichlich präsente Banjo und die charismatische Stimme des Sängers.
Mir gefällt z.B. der climaktische Aufbau von „Dust Bowl Dance“, das leise, aber intensive „I Gave You All“ oder auch das melodramatische „Thistle & Weeds“.
Ein gutes Debüt!

Mumford and Sons – offizielle Page.
Rezension auf laut.de

Bon Iver – Bon Iver

Bon Iver - Bon Iver

Bon Ivers Zweitling ist zum Glück recht aktuell – ich bin also nicht mehr so ganz hinterm Mond🙂
Auch Bon Iver besetzt im weitesten Sinne das Folk – Genre. Seine Songs kommen allerdings deutlich introvertierter daher, ganz so, als hätte er das Albumcover vertont.
Mächtiger, teilweise vollgepfropfter Stereosound umrahmt die poetischen Texte – das Album verlangt nach Aufmerksamkeit; es erschließt sich nicht sofort, woran wohl auch die Abkehr vom typischen „Strophe-Strophe-Refrain-Strophe“-Schema ihren Anteil trägt.
Das widerum macht für mich einen Mehrwert aus – das Album wird schlicht nicht so schnell langweilig…
Bon Iver ist ein recht introvertiertes, schönes Album für lauschige Herbstabende.
Und an alle Berliner: am 01.11. in der C-Halle!

Bon Iver – Offizielle page.
Rezension auf laut.de – wieso es allerdings nur drei Punkte bekommen hat, weiß ich nicht; vier wären meiner Meinung nach gerechtfertigt gewesen.

Um einen weiteren Aspekt des Folk auszuleuchten, ist das dritte Album eines, was offiziell zeitgleich mit diesem Blogartikel erscheint – knackfrisch also.
Es handelt sich um

Feist – Metals

und befindet sich mittlerweile als Schallplatte in meinem Besitz🙂
Meine Zuneigung dem Album gegenüber habe ich schon auf twitter kundgetan
und bin nach wie vor begeistert, insbesondere auch im Vergleich zum Vorgänger „The Reminder“. Der bändelte mit dem Pop an – insbesondere das sehr eingängige „1,2,3,4“ dürfte vielen Werbungschauenden bekannt sein.
Auf „Metals“ geht Feist einen anderen Weg. Vertrackter als zuvor, vielschichtiger und tiefer. Stimmlich besser denn je, und auch hier erschließt sich das Album erst nach wiederholtem Hören – unter den Kopfhörern, versteht sich.
Dabei ist das Album keinesfalls unnahbar – es ist nur einfach nicht so offensichtlich eingängig wie sein Vorgänger.
Mit „Metals“ ist Feist ein großes Album gelungen, das deutlich mehr Ecken und Kanten aufweist, als das auch-nicht-schlechte „The Reminder“ – und gerade deswegen so gut ist:

Feist – offizielle Page inkl. Albumstream
Rezension auf laut.de

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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2 Antworten zu Mad Music Munday

  1. Jetteken schreibt:

    ‚Mumford and Sons‘ waren meine meistgespielte Roadtripmusik als es nach Portland ging.🙂

    Gefällt mir

  2. Pingback: Mumford & Sons – Babel (2012) « milchmithonig.de

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