Morgan Finlay – Latitude (2012) + Verlosung!

(Welcome, dear english-speaking readers! find a more convenient version at the bottom of this text)

Übersetzt heißt „Latitude“ „geographische Breite“ und bezeichnet damit den Abstand eines Ortes in nördlicher oder südlicher Richtung vom Äquator.

Das gleichnamige Album des kanadischen Weltenbummlers verheißt uns also eine Reise oder vielleicht auch eine Standortbestimmung. Oder eben beides.

Und so beginnt es mit dem leicht maritimen „Good Will Running“, dessen voller, satter Klang gleich positiv überrascht. Einige schöne Gitarrenlicks und die dunkle, leicht rauchige Stimme des Sängers passen zur leicht wehmütigen, aber hoffnungsvollen Stimmung – „May our good will outrun our past mistakes“.Wegfahren, um zur Wahrheit zu finden – vermutlich trifft das auch auf das Album zu, das in fünf Ländern entstanden ist.

Musikalisch immer mit den Grundzutaten Gitarre und Stimme, sowie auch des Öfteren im Band-Setup mit Bass, Schlagzeug und anderen Instrumenten, variieren die Stilistiken zum Teil recht deutlich.
So kontrastiert das off-beatige, recht fröhliche „The Price Of Gold“ nicht nur mit seinem eigenen Text, sondern auch mit den melancholischeren Songs wie zum Beispiel „Progress“.

Die bildhafte, lyrische Sprache des Sängers sorgt dafür, dass es immer wieder vielschichtige Bedeutungsebenen gibt, deren Sinn sich vielleicht erst im Laufe der eigenen Entwicklung entschlüsselt – das Album nimmt uns mit auf eine Reise, doch die Erlebnisse müssen wir selber machen.

Die Mehrzahl der Songs behandelt in ihrem Kern Schmerz und Verlust, und gerade das scheint sie so stark zu machen, denn gleichzeitig transportieren sie ein positives Weltbild.

„The Maker’s Hand“ ist ein solches Lied. Mehr geflüstert als gesungen, geht es um den Tod, um Verlust – und um Hoffnung.

„Latitude“ ist ein Album, dass sich eher nicht in den Vordergrund drängt, sondern seine vielschichtige Schönheit in ruhigen Momenten entfaltet – also nichts für eine Party, aber ein gutes Album, um gemeinsam mit einem Freund/einer Freundin auf Reise zu gehen.

Besonders ist auch die Entstehungsgeschichte des Albums: Es wurde „Crowdsourced“, d.h. über ein Onlineportal (in diesem Fall indie gogo) wurden Gelder von Fans und Unterstützern gesammelt, die dafür Einfluss auf die Liederauswahl und die Herstellung der Videos hatten.
In diesem Fall eine klare Win-Win-Situation und ein schönes Beispiel dafür, dass man gute Musik auch ohne großes Label produzieren kann.

Hier kann man das Album komplett hören. – ein Blick auf die Tourtermine lohnt sich!
Homepage von Morgan Finlay.
Mehr Singer/Songwriter

Und mit Win-Win geht es jetzt weiter, in die VERLOSUNG!
Dank Morgan Finlays Großzügigkeit habe ich zwei Downloadcodes bekommen, mit denen sich das ganze Album herunterladen lässt.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr nichts weiter tun, als einen Kommentar zu hinterlassen in dem ihr schreibt, was ihr am Album besonders findet, das gibt dann ein Los fürs Hütchen.
Ein zweites Los bekommt, wer entweder den Tweet

postet – oder im eigenen Blog über das Album schreibt und diesen Artikel verlinkt.
Man kann also maximal zwei Lose bekommen.
Diese Aktion geht ab sofort bis zum Sonntag 12.02.12, 23:59.
Ich werde dann zeitnah die Lose ziehen und die glücklichen Gewinner benachrichtigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

(here be english)

„Latitude“ defines the geographical distance to the north or the south from the equator. Therefore, the eponymos album of the canadian globetrotter promises us a  voyage or a definition of bearings. Or both.

And so it takes off with the slightly maritime „Good Will Running“, which surprises with a full, rich sound. Some nice guitar licks and the dark, slightly smoky voice of the singer fit the melancholic yet hopeful feeling of the song – „May our good will outrun our past mistakes“.

Going away to find the truth – the same probably applies to the album, which was created in five countries. Musically always outfitted with the basic ingredients guitar and voice, sometimes in a band-setup with bass, drums and other instruments, it shows a variety of styles.

The seemingly happy „The Price Of Gold“ contrasts not only its own lyrics, but also with the more melancholic songs, such as „Progress“.

The picturesque, poetic lyrics of the singer are responsible for multiple layers of meaning, which the listener will probably only explore through his or her own development – the album takes us on a trip, but we have to make the experiences ourselves.

The majority of songs comes down to hurt and loss at there core, and whereas it seems to make them as strong as they are, they transport a positive view on the world.
„The Maker’s Hand“ is such a song. More whispered than sung, it is about death, about loss – and about hope.

„Latitude“ is an album that dies not jump right at front of you, but it shows its multilayered beauty in quiet moments – so it is nothing for a party, but a good album to virtually travel away with a good friend.

The genesis of the album is special, too: it has been crowdsourced – via an internet portal (in this case, Indie GoGo), fans and supporters raised money, for which in return they could decide over the track list and the videos.
A win-win-situation for everyone, and a nice example of how to produce music without a major company in the back.

Listen to the album on bandcamp
Morgan Finlays homepage

Thanks to Morgan Finlays generosity, I have two download codes to give away!
All you have to do, just leave a comment telling me what you think is special about „Latitude“ before sunday, 12th february, 11:59 pm.
If you tweet about it and mention @milch_mit_honig (my twitter name), you will be in as well.
Good luck!

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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5 Antworten zu Morgan Finlay – Latitude (2012) + Verlosung!

  1. Jetteken schreibt:

    Reblogged this on einfach.nur.so.

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  2. Jetteken schreibt:

    Ich mag Deine Formulierungen. Immer noch.🙂

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  3. Frank Jung schreibt:

    Von allen drei Alben die ich von Morgan kenne, ist dies offensichtlich sein bestes Werk: teifgründige, prosaische/bildhafte Texte die gesanglich überaus gefühlvoll umgesetzt wurden. Durch eine Vielzahl an Variationen der textlichen Phrasierungen beinhaltet jede Zeile eines Songs irgendetwas Neues, im Gegensatz zu den Gitarrenharmonien, die sich mit relativ konstanter (fester) Struktur durch die Songs ziehen. Was ich trotz Allem Wohlklang ab und zu vermisse sind echte Refrains, über die sich neue Zuhörer die jeweiligen Songs besser Erschließen könnten. Ich denke, die sind dem zeitlichen Rahmen der Songs (meist je kürzer als 3,5 min) zum Opfer gefallen. Die Phrase „Good Will Running“ hätte z.B. ruhig schon nach der 2. Strophe kommen können. Klingt einfach sehr schön … nur kommt sie erst gegen Ende. Schade! Ansonsten ein sauberes, perfekt beladenes Werk. Absolut NICHT mit unnötigen Teilen überfrachtet. Freue mich schon auf dem Gig am 19.3. in Mainz🙂

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