Prolog

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Es ist ein merkwürdiges Gefühl, das mich gerade schlaflos sein lässt. Das große Abenteuer steht unmittelbar bevor, doch gerade fühlt es sich noch unendlich weit weg an – und ein anderer Urlaub, eine andere Welt, neigt sich dem Ende zu.

Die vergangenen zwei Wochen waren sehr besonders, und sie als „Zwischenetappe“ auf dem Weg nach Island zu betrachten, wird den Erlebnissen der vergangenen Tage nicht ansatzweise gerecht. Sie waren so dicht gepackt mit Gesprächen, Treffen, Grillen, Orten, Vergangenheit, Grillen, Vorbereitungen, Gegenwart, Grillen und Zukunft, dass auch schon das Eiswettessen meiner Tante und meiner Mutter scheinbar unendlich weit zurück liegt, weil in den zwölf Stunden seitdem ein weiteres Grillen bei Freunden, zwei, drei Details fürs Gepäck und ein Besuch des Weserstrandes in Rechtenfleth – wo ich vor etwa 15 Jahren zuletzt war – liegen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich zwei Wochen am Stück in der alten Heimat war, seit ich von hier weggegangen bin, und jetzt geht es erst richtig los – Samstag ist die Einschulung meines kleinen Neffen, und Sonntag Abend werde ich in Elmshorn sitzen, mal wieder grillen, und die letzten Details mit Philipp planen und packen, um dann am Montag früh endgültig aufzubrechen.

Wir werden uns in Dänemark mit den dort campierenden Tante und Onkel treffen, worauf ich mich sehr freue – und uns Schritt für Schritt bzw. Kurbelumdrehung um Kurbelumdrehung Island nähern.

Das Gepäck, welches ich physisch bewegen kann – und muss – ist größtenteils gepackt; der Schlafsack darf noch etwas atmen, bevor ich ihn in die Tasche stopfe.

Im Kopf muss ich allerdings erst einmal ein bisschen Platz schaffen, was vermutlich ein paar Kilometer in Anspruch nimmt (der erste Schritt ist dieser Blogpost) – zu eindrücklich und letzten Endes auch voll waren die vergangenen Tage.

Die eine Schwester, die sich im Seilgarten eine Etage höher getraut hat als noch im vergangenen Jahr, die andere, die sehr gastfreundlich und über alle Maße großzügig war. Die vielen tollen Begegnungen mit Freunden und Familie und auch dem ein oder anderen Bekannten, was beide Parteien gleichermaßen überrascht hat. Haake Beck. Das Fußballtraining mit dem Neffen, der so stolz drauf ist, dasselbe Trikot wie Sebastian Mielitz zu tragen – er will Torwart werden…Die Tante, die ihr eigentlich gutes, aber kaum benutztes Fahrrad hervorkramt.
Viele, viele Kilometer mit dem Rad, teilweise bei großer Hitze, und an Orte, die ich lange nicht gesehen habe.

Und so wurde aus einer Zwischenetappe ein Prolog, ein Vorspann zu etwas anderem nicht minder Großem, aber völlig Verschiedenem. Was könnte hier besser passen, als der Titel des ersten Albums von Sigur Rós, das ich je gehört habe:

„Ágætis byrjun“

Ein guter Anfang.

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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2 Antworten zu Prolog

  1. Jeschy schreibt:

    Viel Spaß Euch beiden, Neid.

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  2. sushey schreibt:

    Danke! Und manchmal, bei besonders viel Gegenwind, bin ich neidisch auf die, die zuhause im Warmen sitzen…

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