Kulturschock in Reykjavik

Wir sind nun schon eine ganze Weile in Island. Quasi Halbzeit des gesamten Trips, und ein gutes Drittel der Fahrt durch die Vulkaninsel ist gemacht.
Direkt nach der Abfahrt von der Faehre sind wir dann gleich mal 600 Meter hoch gefahren – anstrengend – und alle Menschen, die wir auf der Fahrt kennengelernt haben, ueberholten uns mit ihren Jeeps, Bussen und Autos. Viele davon feuerten uns an und winkten noch mal – sehr nett.
Insbesondere interessiert mich ja auch, was die alle so erleben, und ich bin mal gespannt, was sie mir so schreiben – ich habe ne Menge Email-Adressen gesammelt.

Dann auf die F910 durchs Hochland.
Um es kurz zu machen: es war der Hammer. Die Piste selber ist groesstenteils unglaublich geroellig (man denke an einen sehr schlechten Feldweg mit Kopfgrossen Steinen, und das war der GUTE Teil…), und auch die Erfahrung, in der Wueste inmitten in der Vulkanasche zu sein, ist sehr besonders. Es war wie am Strand, nur mit SCHWARZEM Sand…

Einen Sandsturm haben wir durchquert, erreichten auch deswegen die Askja (das „Tor zur Hoelle“) erst mitten in der Nacht. Nachdem wir in den Hoellenschlund geblickt hatten, ging es weiter durch den weichen Sand, das heisst: 20km Schieben.
Naja…

Das Hochland ist karg und unbewohnt, und wirklich hart zu Mensch und Material. Dabei hatten wir viel Glueck mit dem Wetter, es war ein bisschen feucht und sehr kalt, sodass die Fluesse, die wir furten (also durchwaten, bei 1° kaltem Wasser…) mussten, eher Rinnsale waren.
Fotos kann ich gerade leider keine posten, aber reiche ich nach.
Nach fast einer Woche in der Wueste erreichten wir dann wieder die Zivilisation (ASPHALT und glatte Strassen!!!) und wurden richtiggehend belohnt: abends sassen wir in einer 40° heissen Quelle neben einem kleinen Dorf auf der Wiese – wir fuehlten uns wie neugeboren!

Nie zuvor habe ich das Land bewusst gerochen – aber die Wueste spart auch mit Geruechen, sodass wir auch diese Erfahrung machen konnten.

Reykjavik ist dagegen ein richtiger kleiner Kulturschock – Freitag angekommen, Kneipentour, Samstag Touristenprogramm – unter anderem waren wir im 12tonar, einem sehr tollen Musikladen, wo einem Espresso angeboten wird und man darf Musik hoeren, so viel man will.

Ich habe mir jede Menge Bands aufgeschrieben, das gibt noch mal nen eigenen Artikel…
Dort bekamen wir auch den Tipp eines Umsonst-Konzertes von Of Monsters And Men – sehr geil!

Nun werden wir noch ein paar Postkarten schreiben, und dann geht es ab in den Nordwesten – die Westfjorde warten!

Das wird noch mal ne ganz eigene Strecke, und ich hoffe, wir haben nicht so viel Gegenwind…

Macht es gut und bis bald!

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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Eine Antwort zu Kulturschock in Reykjavik

  1. Jetteken schreibt:

    Wie spannend!
    Weiterhin gute Fahrt!

    Gefällt mir

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