Marceese – Young At Heart (2013)

Das Albumcover weckt Assoziationen. In Sepia gehalten, mit dem „Stereo“-Zeichen oben links, der semiakustischen Gitarre im Photo und dem großen, rechts oben prangenden Titel „Young At Heart“, fallen die Gedanken in Richtung amerikanischem Folk oder auch Blues.

marceese - young at heart

marceese – young at heart

Der in Frage kommende Gitarrist/Songwriter hat zuvor durch ein Kiss-Coveralbum auf sich aufmerksam gemacht, ist unplugged und auf einigen „Straßen Richtung Süden“ unterwegs gewesen.

Auf dem neuen Longplayer des Berliner Songwriters scheint es mehr in Richtung Westen zu gehen; die Texte sind nicht nur alle englisch, es ist auch ein deutlicher Americana-Einschlag zu hören.
Dazu trägt auch der Gesang bei; die Stimme hat natürlich noch denselben Charakter, aber manche Vokale scheinen bewusst (amerikanisch) lang gezogen zu sein.
Ein Teil der Geschichten allerdings ist gewohnt introspektiv, und das macht vielleicht auch den Reiz aus: auch durch den warmen Sound fühlt man sich schnell verbunden.

Spannung erhält das Album durch den Wechsel langsamerer und schnellerer Titel – das ruhige „Delighted Girl“ zum Beispiel wird durch den Groove von „King And Queen“ abgelöst.

Die stark blueslastige Instrumentalnummer „The Good Old Doctor“ gefällt mit dem ungewöhnlichen Anfang und bluestypischem Drive – und ufert mit fünfzehn Minuten Länge deutlich aus.

Der vielleicht stärkste Titel „Life In The Brown Stones“ ist da ein großer Kontrast: (fast) nur Gesang und Gitarre und die traurige Geschichte einer (obdachlosen?) Frau, die vom Leben gezeichnet ist.

Seinerseits wird dieses Lied von „Blue Lights“ abgelöst:

„Young At Heart“ ist ein gutes, hörenswertes Album – und man darf gespannt warten, was der Mann sich als nächstes vornimmt!
Marceese wird in Kürze auf Tour gehen; wer kann, sollte ihn sich ansehen.

Homepage von Marceese: www.marceese.de

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Eine Antwort zu Marceese – Young At Heart (2013)

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