Lebenslang Grün-Weiss

Diesen Text habe ich seit Jahren für ein nie umgesetztes Projekt in der Entwürfebox liegen.
Es ist heute genau zehn Jahre her, dass Werder diese überragende Saison mit Meisterschaft und Pokalsieg gespielt hat.

Ich denke gerne daran zurück, und auch wenn ich Werders aktuellen Kurs in Ordnung finde, und Dutt seine Sache ordentlich macht, fehlt mir Thomas Schaaf.
Jeden Spieltag, und dazwischen manchmal auch.
Thomas wird immer unser Trainer bleiben.

Es ist ein langer, anstrengender Tag gewesen. Als besondere Aktion für Gemeindemitglieder und Interessierte, hatte sich die Kirchengemeinde, in der ich meinen Zivildienst gemacht habe, ein Gemeindefest mit Public Viewing ausgedacht – lange, bevor es den Begriff überhaupt gab 😉

Ich war an der Organisation des Festes beteiligt gewesen, hatte recherchiert, wie man das Spiel zeigen kann, war in der Werder-Geschäftsstelle gewesen, um mir ein Fanpaket, bestehend aus mehreren Postern und einem Ball, den wir verlosen wollten -mit Autogrammen! – abzuholen – nochmal vielen Dank! – und allerlei anderen Krams erledigt, den man als Zivi eben so erledigt für solch einen Tag.

An diesem Tag passte aber auch alles. In Bremen zweifelte niemand daran, dass Werder Meister werden würde – und das ausgerechnet bei den Bayern. Hoeneß hatte vorher ja noch wutentbrannt davon geredet, man werde Werder „zerfleischen“ und es könne ja nicht angehen, dass sich der HSV so hatte „abschlachten“ lassen (sie hatten eine Woche vorher 6:0 gegen Werder verloren).
Das Wetter war super, die Stimmung ausgelassen – und spätestens nach dem 1:0 durch Klasnic auch nicht mehr zu bremsen. Der Rest ist Geschichte…

Für mich aber war der Tag noch lange nicht vorbei. Ich arbeitete nebenbei als Barkeeper, und – natürlich! – heute sollte ich noch zu einer Geburtstagsfeier fahren und da mixen. Ich habe also nach dem Spiel mein Auto gepackt (alle anderen feierten natürlich die Meisterschaft), bin zum Geburtstagskind gefahren und habe mich dort auf den Abend vorbereitet. Es war eine recht schöne Feier, und als ich um ein Uhr nachts endlich einpacken konnte, war für mich klar, dass ich noch nach Bremen fahren würde – irgendjemand müsste ja noch feiern.

Um 2 Uhr in Bremen angekommen, hatten sich die Feierlichkeiten in Kneipen, Discos und Dergleichen verlagert; der Rathausplatz war wie leergefegt.

Da ich Hunger hatte, bin ich zunächst in eine Dönerbude gegangen – und wie es der Zufall so wollte, würde in Kürze das Spiel noch einmal gezeigt werden.
Es wurde mein längster Aufenthalt in einer Dönerbude ever…

Werbeanzeigen

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
Dieser Beitrag wurde unter 24 Songs That Matter, musik, werder, zeitmaschine abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar? Gerne!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s