Sammelsurium

Es gibt ein paar Ideen für „richtige“ Blogreinträge, aber die sind entweder noch nicht ausgereift, mir gerade zu anstrengend, oder die Zeit ist noch nicht reif (ich hatte eine Adventskalenderidee vier Tage nachdem die Adventszeit angelaufen war).

So wird dies eine bunte Themensammlung.

Arbeit, Arbeit
Seit ich aus Australien wieder da bin (immerhin Ende September), habe ich fast pausenlos gearbeitet. Das liegt ein bisschen daran, dass der Herbs nunmal Erntezeit ist (zwei meiner Auftraggeber haben im Herbst/Winter Hochsaison), ich mich ein bisschen ablenken wollte und letzten Endes das Geld auch gut gebrauchen kann.
Angenehmer Nebeneffekt: meine finanzielle Situation ist so gut wie lange nicht mehr, und jetzt, da der erste Tag meines Winterurlaubs beginnt, kann ich mit zufriedener Erschöpfung auf einen arbeitsamen, aber auch sehr gut gelaufenen Herbst zurückblicken.

In Zahlen:

Chorkonzert

Zu „Diverses“ gehört auch ein Konzert (das Debutkonzert!) des Berliner Chores „Spheregroove“, für den ich den Ton gemacht habe. Das habe ich in dieser Form zum ersten Mal gemacht, und da ich gleichzeitig den Live-Mitschnitt gemacht habe, habe ich Blut und Wasser geschwitzt, bis es wirklich so (gut) klang, wie es klingen sollte – aber anscheinend habe ich überzeugt: mir wurde gleich der nächste Job angeboten…

Lieblingsfragen

Auf den vielen Veranstaltungen gibt es immer wieder die gleichen Kundenfragen, und einige davon finde ich inzwischen sehr amüsant:

Können Sie das?!?

  • diese Frage stellt man gerne im Zusammenhang mit Präsentationen, die ich abspielen, Mikros, die ich lautmachen, Computer, die ich fitmachen soll. Meistens lautet meine Antwort irgendwas wie: „Weiß ich noch nicht.“ oder „Ich denke mal schon.“ oder auch ganz profan: „JA.“ – und meistens bekomme ich die Präsentationen abgespielt, die Mikros laut, den Computer fit.
    Die Frage – obschon sie ehrenrührig ist, nehme ich nicht persönlich, ganz im Gegensatz zur oft gehörten Abwandlung der Frage:

Können Sie das?!?

  • das nehme ich nun doch persönlich. Nach inzwischen gut 10 Jahren Berufserfahrung, der vorhergehenden dualen Ausbildung, nach etwa 500 Veranstaltungen, die ich betreut habe, nach dem persönlichen (perfektionistischen) Interesse an dem, was ich tue:
    JA.
    ICH.
    Kann es.
    Aber ich denke, diese Frage sagt weniger über mich aus, als über die Erfahrungen, welche die Kunden bisher gemacht haben.

Kann man das lernen?

  • man kann, und es hilft. Genauso wie man Bäcker/in, Busfahrer/in, Medizin oder Informatik lernen kann. Es ist sogar eine richtige Ausbildung, mit Prüfung und Allem.
    Nur mit den dusseligen Fragen der Kunden umzugehen, dass muss man selber lernen.

Das Mikro hat ja gar nicht gepfiffen…

  • richtig, denn das ist mein Job. Ich weiß, dass nach unzähligen schlechten amerikanischen Komödien fast jede/r erwartet, ein Mikrofon müsse zwangsläufig koppeln (also pfeifen), sobald man es auch nur in die Hand nimmt. Das zu verhindern ist mein Job, genauso wie es der Job des Busfahrers ist, einen Verkehrsunfall zu verhindern. Übrigens kann man mit ein bisschen Erfahrung hören, wann das Mikro kurz davor ist, rückzukoppeln – und dementsprechend kann ich reagieren, bevor es pfeift.
    Auch diese Aussage sagt eine Menge über die bisherigen Erfahrungen der Kunden aus.

(Papp)möbel
Unter meinem Arbeitspensum hat nicht nur mein Privatleben gelitten (habe ich noch Freunde? und wenn ja, wo?) – auch meine Wohnung befindet sich noch immer in einem reichlich uneingerichteten Zustand. Aber ich habe angefangen, das zu verändern: dieser Blogeintrag wurde auf einem Schreibtisch aus Pappe geschrieben, vor dem ich auf einem Papphocker sitze. Ein Garderobenelement ersetzt den Schrank, und ein Regalelement ist ab sofort mein Nachttisch. Auch wer keine Möbel kaufen will, nett anzuschauen sind sie schon: www.pappmoebelshop.de
Vor Allem freue ich mich auf den nächsten Umzug: auseinandernehmen, platt falten, fertig! Und leicht sind sie auch noch.

Werder
Macht mir große Sorgen, auch wenn das Pokalspiel gegen Gladbach eine tolle Überraschung war. Bittebitte noch irgendwie ein Sieg gegen Frankfurt, damit ich in der Winterpause keine grauen Haare bekomme.

Die ich im Übrigen vielleicht schon habe.

Um mich zu entspannen, gehe ich gerne

Bouldern
Dort war es eigentlich mein Ziel, bis Weihnachten mindestens eine Route des höchsten Schwierigkeitsgrads klettern zu können. Um es vorweg zu nehmen: das Ziel habe ich nicht erreicht. Aber ich war seit September sehr häufig und regelmäßig bouldern und bin kurz vor dem schwierigsten Schwierigkeitsgrad. Mir fehlen vielleicht noch 5 Prozent – oder zwei Wochen mit je drei Trainingseinheiten je Woche – ich bin also in Schlagdistanz. Viel wichtiger: ich habe mehr Spaß am Bouldern denn je, bin trotz meines Ehrgeizes sehr entspannt, wenn es mal nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle – und quasi nebenbei ist auch das Projekt „Manuelneuerbauch“ weit fortgeschritten.
Das Allerwichtigste: ich bin unverletzt geblieben.

Driving home for Christmas
Ich werde mich morgen in einen Zug setzen. Ein gemütlicher alter IC. Ich werde mich ins Bordrestaurant begeben, mir einen Tee bestellen, mich an einen Tisch setzen und den Laptop aufklappen. Vielleicht Musik hören. Oder bloggen. Oder ein Buch lesen. Oder einfach auf die vorbeiziehende Landschaft starren.
Und ich werde es genießen.

Genauso, wie ich es genießen werde, dass es die wichtigste und einzige Aufgabe für die nächsten 10 Tage sein wird, rechtzeitig am Essenstisch zu sein.

Über sushey

twitter.com/milch_mit_honig
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5 Antworten zu Sammelsurium

  1. ma schreibt:

    Nach soviel Arbeit und Erfolg sei dir die Erholung von Herzen gegönnt und ja Mum arbeitet schon an den Essensvorbereitungen. Gute Fahrt und wir freuen uns, daß du kommst. LG Mum

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  2. Köllesvenja schreibt:

    Ja, du hast noch Freund(e)😉 Die sagen: DER kann das! Frohe Weihnachten!

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  3. Conny schreibt:

    Kurzer Hinweis: Deinem Link zum Pappmöbelshop wurde deine Webadresse vorangestellt. (https://milchmithonig.wordpress.com/www.pappmoebelshop.de) Du hast übrigens Recht: Sie sind interessant anzusehen.

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