Sünndagsschnack (19)

Moin moin,

Take me to the Moon
Ich bin noch ganz bewegt und beeindruckt von Apollo 11, einer Dokumentation über die Mondlandung vor fast genau 50 Jahren, die als Sondervorstellung heute und nächste Woche in einigen Kinos läuft. Der Film ist wahnsinnig beeindruckend; der Kollege von der Zeit hat nicht übertrieben. Ich war sehr gespannt, wie eine Doku ohne Erzähler, ohne Interviews, ohne Retrospektive wohl funktionieren würde – und es kam ein Film heraus, den ich viel, viel beeindruckender und befriedigender fand – optisch wie dramaturgisch – als Vieles, das in den letzten Jahren in Hollywood lief. Man kennt die Ereignisse, man kennt das Ende, und trotzdem bekommt man Gänsehaut, wenn die gewaltigen Triebwerke der Saturn V heißlaufen und das riesige Monster abhebt. Man spürt die Erleichterung und Begeisterung der vielen Beteiligten, wenn sie wieder einen Checkpoint auf der Liste abhaken können. Auch wenn die ganze Mondlandung Mittel zum Zweck der Amerikaner war zu zeigen, wer den längsten hat die beste Rakete hat, so tun der Optimismus, die Neugier, die Lust, etwas zu schaffen, das noch niemand geschafft hat, aus der heutigen Perspektive einfach gut. Wer sich auch nur im Mindesten für das Thema interessiert, wer gute Filme mag oder sich für das Handwerk interessiert – der Film ist unbedingt sehenswert. Schnitttechnik, Montage, Aufbereitung des Materials, Musik – alles beeindruckend orchestriert. Man darf nicht vergessen: Das Material ist 50 Jahre alt und sieht einfach gut aus.

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Margaret Hamilton
Es sieht aus wie ein dramaturgischer Kniff, aber Tatsache wäre die Mondlandung in einer sehr kritischen Phase beinahe abgebrochen worden, weil der Computer sehr viel mehr Daten bekam, als er verarbeiten konnte, und das hätte mit einem Windowsrechner schnell so ausgesehen. Der Computer war aber – vereinfacht gesagt – in der Lage, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, und dass er das konnte, hat er unter anderem einer brillianten Wissenschaftlerin zu verdanken: Margaret Hamilton. Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es einen Film (auch) über sie. Aus Sicht eines Betriebssystemprogrammierers (der ich nicht bin, aber es interessiert mich) ist höchst spannend, wie der Computer der Apollo 11 mit Fehlern und zu vielen Daten umgehen konnte. Und weil Bilder mehr sagen als 1000 Worte: Das ist sie neben einem Ausdruck ihres Quelltextes.

margaret_hamilton_-_restoration

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Die Triebwerke der Saturn V
… und zu guter Letzt ein fantastisches Video vom Start mit Blick auf die Triebwerke und sehr interessantem (englischen) Kommentar. Die Slomo ist irre beeindruckend:

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Jümmer schön suutje blieven.

p.S.: Der Mond ist genau heute und morgen exakt so, wie zur Zeit der Mondlandung! (Das Bild sieht anders aus; es ist etwa ein Jahr alt…)

tagmond

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