Sünndagsschnack (37)

Moin moin,

Das Totenschiff
Ich habe heute – aus was für Gründen auch immer – ein wenig an die schräge Aufführung von „Das Totenschiff“ gedacht, die ich vor acht Jahren in Dresden gesehen habe.
Eine schöne, schräge Erinnerung an eine schräge, nicht-schöne Geschichte.
Vielleicht habe ich daran gedacht, weil ich gestern draußen war („Wo ist dieses „Draußen“? Ich weiß nicht, wo es liegt.“) und – nunja – mich einfach unwohl damit fühle, was gerade dort los ist. Man merkt den Leuten an, dass viele versuchen, sich aus dem Weg zu gehen, Einige schlicht verunsichert sind oder nicht so genau drauf achten, und es immer wieder Stellen in der Öffentlichkeit gibt, wo man sich gar nicht wirklich aus dem Weg gehen kann.
Und ich habe den Eindruck, dass Viele „vorsichtige Lockerung“ verwechseln mit „alles ist wieder wie vorher“.
Und während ich das Bedürfnis sehr, sehr gut nachvollziehen kann – in meinem Kopf teile ich die Zeit schon jetzt in ein „bis Corona“ und „seit Corona“ ein, vielleicht sogar in einem stärkeren Maße, als ich es damals mit dem 11.September getan habe – finde ich die Entwicklung besorgniserregend. Nächsten Sonntag werden wir wissen, was Ostern uns gekostet hat und wie sehr wir entspannen können – oder eben nicht.

* * *

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