Sünndagsschnack (25)

Moin moin,

word mal woller tied, nech?

Das Salz der Erde
Der Fotograf Sebastião Salgado hat gerade den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen – und nachdem ich die Doku über ihn gesehen habe, die 2014 in die Kinos kam – finde ich, vollkommen zu Recht. Ein sehr interessanter Film, sehr bewegend, und er zeigt mir, worum es wirklich geht: viel wichtiger als die Qualität der Kamera, die Follower-/Klickzahlen ist die Haltung, die ich als Fotografierender (Beobachtender, Schreibender, Filmender) einnehme. Wie er selber im Film es sagt: Man macht kein Portrait, es wird einem geschenkt. Unbedingt anschauen, so lange er noch in der Mediathek ist.

https://www.arte.tv/de/videos/080121-000-A/das-salz-der-erde/

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Die sehen das als Spiel
Hunde verrichten ja die unterschiedlichsten Arbeiten für uns Menschen, ob nun als Blindenhund, als Schlittenhund, als Spürhund für die absurdesten Dinge (Festplatten!), als Lebensgefährte und viel mehr. Und oft, wenn man mit den Leuten redet, welche diese Hunde ausbilden und mit ihnen arbeiten, fällt der Satz: „Die sehen das als Spiel.“ – was einleuchtend klingt. Ich frage mich, ob die Hunde nicht manchmal dasselbe über uns Menschen denken, abends beim Feierabend-Hundekeks: „Weißt du Hasso, die Menschen sehen das als Spiel. Aber du und ich, wir wissen, wie immens wichtig es war, den Sprengstoff heute erschnüffelt zu haben. Wer weiß, was die Menschen sonst damit angestellt hätten. Aber es ist wichtig, dass sie es für ein Spiel halten, der Ernst der Lage würde sie sonst erdrücken.“

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Olga Karlovac – The Disarray
Ich hatte ja schon mal erzählt, dass ich Fotografinnen stark unterrepräsentiert finde – wenn man den Film über Salgado gesehen hat, weiß man, was für einen starken Einfluss seine Frau hatte und hat, und konzeptionell hätte sie den Friendenspreis mindestens ebenso verdient gehabt – und umso mehr freue ich mich über „The Disarray“ von Olga Karlovac, ein Projekt, das sich ebenfalls sehr stark dem (Mit)Menschen widmet, nur dieses Mal über die Streetfotografie – und ihre Bilder sind zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig, denn sie schaut nicht mit dem Auge des neutralen Reporters auf die Szenen, sondern spielt mit Unschärfe und Desorientierung – und das macht ihre Wirkung auf mich so stark.

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Jümmer schön suutje blieven.

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Feierabendspaziergang durch die HafenCity

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