Island 2013 – Fæhre und Færöer (3)

Philipp ist fast ein bisschen euphorisch, als er zum ersten Mal die Trinkflaschen in einem Fluss auffüllt, und auch ich bin etwas überwältigt, als wir uns nach der langen Fährfahrt, nach der Fahrt durch Dänemark, durch Norddeutschland, zwei Wochen Freunden, Familie, futtern (meistens Grillen) über den Pass aus Seyðisfjörður heraus fahren. Gerade noch hat sich Island aus dem Meer erhoben; jetzt spüren wir die Erhebungen am eigenen Leib: Wir haben gleich auf den ersten 26 Kilometern 600 Höhenmeter zu überwinden, was Steigungen von 10% bedeutet – es ist wahnsinnig anstrengend, so sehr, dass ich mir hinter meinem ersten Gang noch einen Nullten, einen Minusersten und einen Minuszweiten wünsche. Der Schweiß fließt, während man selber das Gefühl hat, am Asphalt zu kleben.

Es geht steil bergauf
Es geht steil bergauf

Auf der Norröna

Von diesem Moment sind wir noch ein paar Tage entfernt, schließlich haben wir ja quasi erst die Fähre betreten. Das Auslaufen eines anderen Schiffes und die Ankunft der Norröna beobachteten wir noch von einer Pier aus, nun gibt es einen letzten Blick zurück auf das europäische Festland – und dann geht es auf die Nordsee und den Atlantik.

Hirtshals aus der Luft - bzw. von der Fähre
Hirtshals aus der Luft – bzw. von der Fähre

Die anderthalb Tage zu den Färöern verlaufen relativ ruhig. Wir beschäftigen uns damit, die Fähre zu erkunden, knüpfen – unter anderem in der Sauna – erste Kontakte.
Das Leben auf dem Schiff ist natürlich völlig anders, als das auf dem Fahrrad. Zwar ist man auch in einer Art Wüste unterwegs – es gibt eben nur das Meer, und das ist weit und offen – aber man ist eben auch mit einem ganzen Haufen anderer Menschen in einer Stahlbadewanne. Da wir in der Holzklasse unterwegs sind, verbringen wir den größten Teil unserer Zeit auf dem halboffenen Außendeck.

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