mad moosic munday – automatic for the cover

„Even though we know that Automatic For The People came out fifteen years ago, and we can clearly recall purchasing the neon yellow cassette back in the fall of 1992, it’s increasingly difficult to hear the album without imagining that its songs have somehow always existed in the world.“ – Matthew Perputa

Was für ein schönes Zitat – aber was ist es auch für ein schönes, melancholisches, tolles Album, das R.E.M. da gemacht haben. Gerade, weil es so schön ist, hebe ich es mir für richtig besondere Momente auf, und im Grunde will ich es auch nur komplett durchhören, ohne Unterbrechung.
Vor etwa einem Jahr habe ich mir die ein Tribute-Album heruntergeladen, das aus Coverversionen dieses Albums besteht, die verschiedene Bands aufgenommen haben.
Seitdem lag es auf meiner Festplatte und wurde nicht mehr angerührt – bis gestern.
Von der Vorstellung her klingt dieses Vorhaben in etwa so, als würde man z.B. den Liebesbrief eines anderen neu schreiben. Dann allerdings ist Musik auch immer etwas Öffentliches. Sobald ich ein Lied geschrieben und anderen vorgespielt habe, ist es zwar noch immer meine kleine Welt, die ich da erschaffen habe, aber zum Teil gehört dieses Lied auch denjenigen, die es hören, die davon beeinflusst werden oder inspiriert oder zumindest – auch das ist legitim – provoziert.

Ich habe also das Album heruntergeladen und wurde nicht enttäuscht – einige Cover sind beinah wie eigenständige Songs. Spannend zu hören, was aus einem Lied werden kann, wenn man es anders interpretiert.

Mein Vorschlag also: Kauft euch Automatic For The People im Original, hört es euch an, lernt es kennen, sofern ihr es nicht schon lange kennt. Und dann ladet das Coveralbum herunter. Ist übrigens völlig legal.

Übrigens gibt es an gleicher Stelle je ein Radiohead- und ein Björk – Coveralbum…

Stereogum – tribute to Automatic
Stereogum – tribute to OK Computer
Stereogum – tribute to Post.

so this is sunday…

… und folgerichtig habe ich den tag genutzt, um eher, äh, herumzuhängen. fedora wollte nicht so wie ich, aber immerhin habe ich ein vernünftiges plugin für mp3s gefunden, sodass ich die schon vorher heruntergeladenen musikstücke (alle legal über tonspion.de!) mal probehören konnte, zuvorderst die „Tribute To Automatic“ – coversammlung, die sich mit dem wunderbaren, von mir sehr geschätzen „Automatic For The People“ von R.E.M. beschäftigt – das gesamte album wurde lied für lied von verschiedenen bands in verschiedenen stilrichtungen interpretiert – „man on the moon“ wird so beispielsweise von den shout out louds eine bossa-nova-funk-version umgestaltet, die eher entfernt an das sonstige oevre der schweden erinnert…
alles in allem kommt das tribute-album lange nicht an die tiefe, herzergreifende schönheit von automatic heran – aber es ist unterhaltsam, und ich finds immer wieder spannend, wie unterschiedlich man ein und dasselbe lied interpretieren kann.

ähnliches gibt es auch von radioheads „ok computer“ – allerdings sind diese bands nicht so bekannt und bleiben näher an den originalen: download.

etwas größeres ohrenkino sind kwoon, bei denen ich mich erst einmal davon überzeugen musste, dass sie wirklich franzosen sind und keine isländer, denn manchmal erinnern sie mich schon stark an diese andere band aus island. sehr schöne, stellenweise bedrückende musik – „I Lived On the Moon“ könnte mir musikalisch noch weiter gehen; es klingt für mich wie eine – eindrückliche und sehr gute, aber entwicklungsfähige – skizze, und das video ist richtig super:

hier gibts dann ähnliches live, das ist „Eternal Jellyfish Ballet“ von kwoon.

sehr viel ruhiger, aber nicht weniger schön, geht bonnie prince billy zu werke (habe ich schon mal über ihn geschrieben?). der singer-songwriter sieht aus, als hätte er das ende des bürgerkriegs in amerika verpasst, aber meine güte, wenn man gute musik macht, kann man die zeit schon mal vergessen, oder?

bonnie prince billy – cursed sleep

wir sind ja jung, dynamisch und flexibel, und deswegen habe ich auch über zwei filme zu berichten, die ich mag:

der nebel – nach einer kurzgeschichte von stephen king. weniger horror als vielmehr spannung. eine gute, wenn auch simple geschichte, endlich mal ein konsequentes (und grausames) ende – was will man mehr? überzeugendere monster, die cgis waren schon unglaubwürdig. ansonsten: sehenswert!

broken flowers – mr. so wenig mimik wie möglich bill murray nebst einigen hochkarätigen schauspielerinnen als abgehalfterter don juan auf der suche nach der frau, die behauptet, er habe einen sohn. schönes, subtil witziges roadmovie, das ich schon immer mal sehen wollte.

zum abschluss ein kleines schmankerl von imogen heap. euch allen eine schöne woche!

 

bild: www.nordische-musik.de

die geschichte des don juan

cover me!

 

 

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