Tag 16: An welchem ich mich inspirieren lasse

oder:

The setting sun is set in stone
And it remains for me alone
To carve my own and set it free (Moloko: „Statues“)

Im heutigen Buch kommt eine Statue vor. Eher beiläufig wird sie erwähnt und hat auch recht wenig Bedeutung in Hinsicht auf die Geschichte, aber sie hat mich zu einer kleinen Kurzgeschichte inspiriert:

Die Statue des unbekannten Künstlers

16. Buchfrage: 9.Buch in deinem Regal von rechts.

Chuck Palahniuk – Diary

„Diary“ war fast so ein Fall wie „Oh, Play that thing“ – ich fand es sehr anstrengend zu lesen, auch wenn ich die Geschichte durchaus erzählenswert fand. Wechselnde, introvertierte Perspektiven, Gedankenflüsse, Rückblenden – man muss hellwach dabei sein. Eher nix für mich – in der Horizontalen penne ich recht schnell ein 😉
Im Groben und Ganzen geht es um eine Künstlerin – Misty – welche ein „Coma-Diary“ schreibt – ihr Mann liegt nach einem Selbstmordversuch im Koma. Während sich langsam ihre Trauer in Hass und dann Verachtung verwandelt, beginnt sie nach langer Zeit wieder, Bilder zu malen. Zunächst zögernd, doch dann mit wachsender Intensität, und so langsam entspinnt sich eine Geschichte, die es in sich hat.
„Diary“ hat mich ein bisschen ratlos hinterlassen – ich habe es gerne gelesen, war aber erleichtert, dass das reine Lesen vorbei ist – und gleichzeitig habe ich mich unwohl gefühlt – eben, wie wenn man einer Statue gegenübersteht und irgendein Teil tief, tief in deinem Kopf fest glaubt, dass sie eines Tages ihre Augen aufschlägt…

Ein fucking Event (2/3)

fucking event
Es ist beinah einen Monat her, dass ich mir Sarah Kuttners „Mängelexemplar“, „Diary“ von Chuck Palahniuck und „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrematt gekauft habe.

Zeit also für einen Zwischenbericht:

„Mängelexemplar“ – Sarah Kuttner

Ich begann also mit dem Buch, das ich – ohne Frau Kuttner zu nahe treten zu wollen – als literarisches Milky Way empfinde – ein großartiger, süßer Snack für zwischendurch. Ich möchte hier nicht missverstanden werden. Eine Protagonistin, die unter Panikattacken leidet und ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt, das ist schon eine Geschichte, die unter die Haut geht. Aber die Art und Weise, auf die das Ganze erzählt wurde, gibt dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit, die es mir ermöglicht, das Buch als schnellen Spaß für zwischendurch zu betrachten.
Wirklich bemerkenswert sind einige der Wortspiele und Formulierungen, und hier gebe ich der Autorin Recht: Wenn etwas scheiße ist, dann sollte man das auch so aufschreiben, da brauchts keine blumigen Worte. Weiterlesen „Ein fucking Event (2/3)“

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