Sünndagsschnack (4)

Moin moin,

Manchmal braucht es zwei, um zu bleiben
Es ist kein großes Geheimnis, dass ich die Musik von Tina Dico schätze und ihre Stimme sehr gerne mag. Wenn sie singt, denke ich: „höre bitte niemals auf, zu singen.“ Sie singt deutlich tiefer als Anneke van Giersbergen, deren Stimme ich ebenfalls großartig finde – und frage mich, wie ein Duett der beiden wohl klingen würde.
Es brauchte zwei Momente, damit Tina Dico diesen Wert für mich bekam: eine Freundin schickte mir vor Jahren den Link zur Radioaufnahme von „No Time To Sleep“, und alle Jubeljahre kramte ich sie hervor. Toller Song, tolle Stimme, tolle Chemie zwischen den beiden.

Wirklich Bedeutung bekam die Musik von Tina Dico für mich erst, seit eine mir wichtige Person sie häufig gehört hat. Einerseits entdeckt man so eben auch Songs, die man vorher nicht kannte, und gleichzeitig höre ich Tina Dico weil sie es ist, aber eben auch, weil ich mich dann der Person nahe fühle, die mir diese Musik nahe gebracht hat.


Die schwere Bettdecke
Neulich beim Mittagessen habe ich mich mit einer Kollegin über meine Bettdecke unterhalten. In der Hauptsache ging es darum, dass es in meiner Wohnung immer aussieht wie nach einer Film-Kissenschlacht, wenn ich die Bettwäsche wechsle, weil sie ordentlich Federn verliert, die sich überall hin verteilen, und ich dann eigentlich mehrfach staubsaugen muss, bis sie weg sind.
Gleichzeitig haben wir aber festgestellt, dass die Bettdecke im Vergleich zu modernen Bettdecken aus Kunstfasern recht schwer ist – und das ist im Sommer zwar uncool, gibt aber gerade im Winter ein schönes Gefühl von Geborgenheit. Man möchte die Schwere spüren, vielleicht als Versprechen, auch garantiert zu wärmen, oder so.


Das Leben kommt zurück
Kurzer Blick aus dem Fenster/vom Balkon: Sonnenschein, Insekten, Vögel, Nachbarn – das Leben scheint an diesem frühlingshaften Wochenende zurückzukehren, und das ist auch gut. Nachteil: ich sehe mich genötigt, mein kuscheliges Bett (siehe oben) zu verlassen und am Leben dort draußen teilzunehmen. Aber ein bisschen frische Luft kann ja nicht schaden. Vielleicht kommt ja sogar ein Foto dabei rum.


Jümmer schön suutje blieven.

Elaine und die Sache mit der Magie

Unwillkürlich kichert Elaine, obwohl sie doch eigentlich leicht genervt ist, weil ihr guter Freund Vincent ihr diesen blöden Zaubertrick schon zum abertausendsten Mal gezeigt hat.
Als sie vorhin noch bei Elaine gefrühstückt hatten, hat Vincent ihn spontan erfunden, und zwar eigentlich nur, weil seine Nase läuft. Das tut sie fast immer, und Vincent hatte sich eine von den Sternenservietten gegriffen, dunkelblau und weiße Sterne. Er schnaubte kurz hinein, steckte sich die Serviette in die Tasche, stutzte – und zog grinsend ein weißes Taschentuch heraus.
„Guck mal, ich kann zaubern! Weiß -„, er steckte die Hand in die Tasche, “ und jetzt blau mit Sternen!“

Und das hat er seitdem etwa alle drei Minuten getan.

Also auch eben, als sie sich an einem Flohmarktstand einen Bilderrahmen angesehen hat.
„Guck mal Vincent, ist der nicht toll?“ hat sie ihren Begleiter um dessen Meinung gebeten, worauf der mit einem nonchalanten „Toll. Aber schau mal hier, das hier ist wirklich toll.“ wieder seine Taschentuch-Nummer abzog.
„Weiß…blau mit Sternen…weiß…blauhauhauu…“ als sie ihm in den Magen geboxt hat. Weiterlesen „Elaine und die Sache mit der Magie“

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: