Sünndagsschnack (30)

Moin moin,

Mit Paketdiensten die Stadt kennenlernen
Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die sich an den legendären Tag erinnern, an dem ich lauthals postuliert habe, niemals wieder etwas liefern zu lassen und nur noch lokal zu kaufen. Vermutlich, weil ich wieder halb durch die Stadt hirschen musste, um mein Paket aus irgendeinem verraucht-versifften Späti zu holen, den ich noch nie vorher gesehen habe (und vermutlich auch danach niemals wieder), wo ich vermutlich angemeckert wurde, weil ich keine Abholkarte dabei hatte – und das Ganze, obwohl ich vermutlich den ganzen Tag quasi neben der Wohnungstür gelauert habe und schon beinahe die ninja-artige Auslieferungsvermeidungsstrategie bewundere, die Art, mit der Paketboten sich in quasi-schrödingschem Überlagerungsstatus aus Noch-nicht-da und Schon-wieder-weg befinden, mag und verteufle.

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Sünndagsschnack (4)

Moin moin,

Manchmal braucht es zwei, um zu bleiben
Es ist kein großes Geheimnis, dass ich die Musik von Tina Dico schätze und ihre Stimme sehr gerne mag. Wenn sie singt, denke ich: „höre bitte niemals auf, zu singen.“ Sie singt deutlich tiefer als Anneke van Giersbergen, deren Stimme ich ebenfalls großartig finde – und frage mich, wie ein Duett der beiden wohl klingen würde.
Es brauchte zwei Momente, damit Tina Dico diesen Wert für mich bekam: eine Freundin schickte mir vor Jahren den Link zur Radioaufnahme von „No Time To Sleep“, und alle Jubeljahre kramte ich sie hervor. Toller Song, tolle Stimme, tolle Chemie zwischen den beiden.

Wirklich Bedeutung bekam die Musik von Tina Dico für mich erst, seit eine mir wichtige Person sie häufig gehört hat. Einerseits entdeckt man so eben auch Songs, die man vorher nicht kannte, und gleichzeitig höre ich Tina Dico weil sie es ist, aber eben auch, weil ich mich dann der Person nahe fühle, die mir diese Musik nahe gebracht hat.


Die schwere Bettdecke
Neulich beim Mittagessen habe ich mich mit einer Kollegin über meine Bettdecke unterhalten. In der Hauptsache ging es darum, dass es in meiner Wohnung immer aussieht wie nach einer Film-Kissenschlacht, wenn ich die Bettwäsche wechsle, weil sie ordentlich Federn verliert, die sich überall hin verteilen, und ich dann eigentlich mehrfach staubsaugen muss, bis sie weg sind.
Gleichzeitig haben wir aber festgestellt, dass die Bettdecke im Vergleich zu modernen Bettdecken aus Kunstfasern recht schwer ist – und das ist im Sommer zwar uncool, gibt aber gerade im Winter ein schönes Gefühl von Geborgenheit. Man möchte die Schwere spüren, vielleicht als Versprechen, auch garantiert zu wärmen, oder so.


Das Leben kommt zurück
Kurzer Blick aus dem Fenster/vom Balkon: Sonnenschein, Insekten, Vögel, Nachbarn – das Leben scheint an diesem frühlingshaften Wochenende zurückzukehren, und das ist auch gut. Nachteil: ich sehe mich genötigt, mein kuscheliges Bett (siehe oben) zu verlassen und am Leben dort draußen teilzunehmen. Aber ein bisschen frische Luft kann ja nicht schaden. Vielleicht kommt ja sogar ein Foto dabei rum.


Jümmer schön suutje blieven.

The Dark Side of The Sun

…während ich mich hier mit irdischen mathematischen Problemen herumschlage, hat die NASA mithilfe von Sonden ein 3D-Bild der Sonne erstellt. Man kann jetzt also auch die erdabgewandte Seite jeweils nicht sichtbare Seite¹ gleichzeitig genauer unter die Lupe nehmen, was ich wirklich spektakulär finde:

(C) NASA

(Ja, es ist nur ein Konzeptbild. Trotzdem sehr schick)

Passend dazu läuft Pink Floyds „Set the controls to the heart of the sun“

Unterdessen habe ich meine eigenen Forschungen bezüglich Polarisation mithilfe einer 3D-Brille betrieben (jeweils durch die Brille fotografiert):

rechts...
links...

 

Spannend, oder? Es ist immer genau das Glas dunkel, durch das ich hindurch fotografiere.
Also: Hinweg durchlässig, Rückweg nicht.
Noch spannender: schaue ich „richtigrum“ durch die Brille auf das Laptop-Display, passiert nicht viel. Abhängig von der Neigung ändert sich die Farbtemperatur.
Drehe ich die Brille aber so, dass die Bügel in Richtung Laptop zeigen und drehe sie dann im Uhrzeigersinn, kann ich in „zehn-nach-sieben-Stellung“ nichts mehr auf dem Bildschirm erkennen – außer des Staubes:

 

ohne...
...und mit Brille!

Damit könnte ich jetzt eine Menge über die optischen Eigenschaften der Brille und die Bauweise des Laptop-Displays aussagen, aber das ginge an dieser Stelle zu weit.

Wissenschaft, die begeistert.

Nächstes Mal werde ich mithilfe der Mikrowelle die Lichtgeschwindigkeit bestimmen…

¹denn die Sonne dreht sich natürlich um die eigene Achse, und zwar recht recht langsam.

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