Sünndagsschnack (40)

Moin moin,
kleines Jubiläum heute: das ist der 40. Sünndagsschnack 🙂

Al-Andalos
In der Sonnenallee in Neukölln hat es vor Kurzem eine Explosion in einem libanesischen Lokal gegeben, das völlig ausgebrannt ist. Wie es zur Explosion kam, weiß man derzeit wohl noch nicht.
Was ich weiß: damit ist ein Teil Neuköllner Kultur verloren gegangen und auch ein Teil meiner eigenen Geschichte. Das Al-Andalos gab es über 25 Jahre. Ich habe oft im dort gegessen, vor oder nach dem Bouldern, an einem verkaterten Sonntag, Abends nach dem Friseur, mitten in der Nacht, auf dem Weg zwischen zwei Kneipen. Im Sommer, im Winter, bei Regen und Sonnenschein. Jahrelang habe ich quasi um die Ecke gelebt, am Anfang noch Shawarma mit Hähnchenfleisch gegessen, später dann die rein vegetarische Variante mit Kartoffelecken, Gewürzgurken, Rote Beete und anderem Gemüse. Manchmal blieb ich länger, manchmal saß ich draußen auf dem Rand der Rabatte und habe die Passanten beobachtet. Oft allein, ab und zu mit Freunden und Freundinnen. Das Essen war lächerlich billig, frisch und lecker, und nicht immer haben sie mich verstanden, wenn ich Trinkgeld geben wollte. Und nicht immer war ich nüchtern genug, um mich verständlich auszudrücken.
Die Fassade des Al-Andalos bestand aus schönen, blau-bunten Fliesen – eine Wohltat in den zwar bunten, aber nicht immer schönen Fassadenreihen Neuköllns – und wenn ich will, habe ich wieder den Geruch in der Nase: eine Mischung aus süßlichem heißem Fett und Hähnchenfleisch, erdiger Roter Beete, frischer Petersilie, Zitrone überm Hummus, Knoblauch, frittierten Kartoffeln, Falafeln und allerlei Gewürzen. Süßlicher, schwarzer Tee und Fritz Orangenlimo.
Habe den Tresen vor Augen, das Gewusel im oft sehr vollen Laden und das Gewusel auf dem immer vollen Gehsteig.

Ich wünsche den Verletzten der Explosion von Herzen gute Besserung, und wenn man den Laden wieder aufbauen kann, komme ich zur Wiedereröffnung!

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Sünndagsschnack (39)

Moin moin,

Kleine Pfingsttour durch Schleswig-Holstein
Anruf kurz vor Himmelfahrt von Philipp: „Was hastn über Pfingsten vor? Hast du Lust auf eine kleine Radtour durch Schleswig-Holstein?“.
Hatte ich, und dank Zelt und Natur-Campingplätzen war nur ein minimales Maß an Planung und Vorbereitung nötig. In Kurzform: wir haben uns in Rendsburg getroffen, sind dem Ochsenweg in Richtung Flensburg gefolgt, haben dort auf einer Wiese übernachtet, weiter über den Ostseeküstenradweg Richtung Geltiner Birk und an der Schlei entlang nach Schleswig zurück gefahren.
Eine sehr schöne, entspannte Tour – mit einer oder zwei anderen Personen zu fahren, macht doch sehr viel mehr Spaß, als alleine – und die Landschaft richtig, richtig schön. Insbesondere Schleigegend und Geltiner Birk werde ich mit Sicherheit noch häufiger besuchen.

Links eine Person am Kochen neben einer Skulptur, die zwei stehende Hörner symbolisiert, rechts ein Zelt.
Zeltplatz „Schäferhaus“ nahe Flensburg.

Dieses und noch mehr Bilder dieser Tour kannst du dir auf flickr anschauen.

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1 Jahr Ultraweitwinkel
Ich habe mein Samyang 12mm-Objektiv jetzt ziemlich genau ein Jahr – am 17. Juni 19 habe ich dieses Foto damit gemacht:

Eine Welle kommt genau auf den Betrachter zu und füllt das Bild aus. Im Hintergrund Hafenkräne.
Taufe des Samyang 12mm.

Im Ursprung habe ich das Objektiv gekauft, um Landschaftsfotos zu machen (und um was Weitwinkliges zu haben, weil ich bei dieser Tour das Kit-Objektiv der Kamera versenkt habe), aber ich habe inzwischen herausgefunden, dass ich Landschaftsfotos lieber mit einer Brennweite über 50mm mache und das Samyang seine Stärken eher darin hat, Objekte im Vordergrund hervorstechen zu lassen, insbesondere in Bodennähe.

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Sünndagsschnack (38)

Moin moin,

Zeitempfinden
Mein Zeitempfinden gerade ist ein bisschen durcheinander – aber ich vermute, nicht nur bei mir. Die Wochen verlaufen relativ gleichförmig – ich arbeite, abends lese ich noch ein bisschen oder mache einen Spaziergang, fahre mit dem Rad und/oder mache Fotos. Und das ist gerade auch okay so.
In Retrospektive ist aber erstaunlich, wie unterschiedlich die Monate sich anfühlen. Der März hat schier unendlich lang gedauert, der April war in einem Fingerschnipsen vorbei, der Mai zieht sich gerade ein bisschen. Ich scheine nicht der Einzige zu sein, dem es so geht. Woran mag das liegen?

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13 Jahre
Am Freitag bekam ich eine Nachricht, dass ich nun seit 13 Jahren bei wordpress angemeldet sei. DREIZEHN JAHRE! Wahnsinn; das Ganze hat angefangen als Informatik-Projekt in der 12. Klasse, wo wir die Aufgabe hatten, eine eigene Webseite zu schreiben. Damals habe ich alles selber geschrieben, heute lasse ich wordpress die Arbeit machen. Eigentlich hätte ich aber Lust, wieder was ganz Einfaches, Minimalistisches, Eigenes zu machen… mal sehen.
Ich werde hier jetzt keine große Retrospektive starten, das ist was fürs 15-jährige Jubiläum und was für einen kompletten eigenen Artikel. Aber ich kann euch ein paar Artikel zum Stöbern empfehlen:

Der Sünndagsschnack von vor einem Jahr

Machs gut, und danke fürs Im-Weg-Stehen.

Und was machst du…

… oder Döner-Kalle 🙂

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Jümmer schön suutje blieven!

Der von vielen grün belaubten Bäumen gesäumte Fußweg zur Bunthäuser Spitze.

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