Sünndagsschnack (26)

Moin moin,

Vorfreude
In genau einer Woche werde ich schon seit einem Tag in Dänemark sein. Ein Kollege hat dort ein Haus gemietet, ein paar Freunde gefragt, ob sie mitkommen wollen – und so werden wir dort eine Woche in einem sehr modernen Haus am Strand wohnen (er kennt das Haus von vorherigen Urlauben und wollte dort immer mal wohnen) und mehr oder minder nichts tun. Wobei „Nichtstun“ in meinem Fall heißt: Meer und Dünen fotografieren, sowie eventuell das Haus. Als ich letzten Freitag mit meinem Kollegen darüber gesprochen habe, wie wir hin und wieder zurück kommen (mal mit dem Auto und nicht mit dem Rad) und was wir essen und dort tun, habe ich gemerkt, dass ich mich sehr drauf freue, eine langsame, unspektakuläre, ruhige, schöne Woche am Strand zu verleben. Hat ein bisschen was von Weihnachten. Also, ohne Schnee, Familie, Geschenke, Last Christmas, Baum und co. – aber eben mit Ruhe, Ausschlafen, gemeinsam essen, quatschen. Und Dänemark.

* * *
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Prolog

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Es ist ein merkwürdiges Gefühl, das mich gerade schlaflos sein lässt. Das große Abenteuer steht unmittelbar bevor, doch gerade fühlt es sich noch unendlich weit weg an – und ein anderer Urlaub, eine andere Welt, neigt sich dem Ende zu.

Die vergangenen zwei Wochen waren sehr besonders, und sie als „Zwischenetappe“ auf dem Weg nach Island zu betrachten, wird den Erlebnissen der vergangenen Tage nicht ansatzweise gerecht. Sie waren so dicht gepackt mit Gesprächen, Treffen, Grillen, Orten, Vergangenheit, Grillen, Vorbereitungen, Gegenwart, Grillen und Zukunft, dass auch schon das Eiswettessen meiner Tante und meiner Mutter scheinbar unendlich weit zurück liegt, weil in den zwölf Stunden seitdem ein weiteres Grillen bei Freunden, zwei, drei Details fürs Gepäck und ein Besuch des Weserstrandes in Rechtenfleth – wo ich vor etwa 15 Jahren zuletzt war – liegen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich zwei Wochen am Stück in der alten Heimat war, seit ich von hier weggegangen bin, und jetzt geht es erst richtig los – Samstag ist die Einschulung meines kleinen Neffen, und Sonntag Abend werde ich in Elmshorn sitzen, mal wieder grillen, und die letzten Details mit Philipp planen und packen, um dann am Montag früh endgültig aufzubrechen.

Wir werden uns in Dänemark mit den dort campierenden Tante und Onkel treffen, worauf ich mich sehr freue – und uns Schritt für Schritt bzw. Kurbelumdrehung um Kurbelumdrehung Island nähern.

Das Gepäck, welches ich physisch bewegen kann – und muss – ist größtenteils gepackt; der Schlafsack darf noch etwas atmen, bevor ich ihn in die Tasche stopfe.

Im Kopf muss ich allerdings erst einmal ein bisschen Platz schaffen, was vermutlich ein paar Kilometer in Anspruch nimmt (der erste Schritt ist dieser Blogpost) – zu eindrücklich und letzten Endes auch voll waren die vergangenen Tage.

Die eine Schwester, die sich im Seilgarten eine Etage höher getraut hat als noch im vergangenen Jahr, die andere, die sehr gastfreundlich und über alle Maße großzügig war. Die vielen tollen Begegnungen mit Freunden und Familie und auch dem ein oder anderen Bekannten, was beide Parteien gleichermaßen überrascht hat. Haake Beck. Das Fußballtraining mit dem Neffen, der so stolz drauf ist, dasselbe Trikot wie Sebastian Mielitz zu tragen – er will Torwart werden…Die Tante, die ihr eigentlich gutes, aber kaum benutztes Fahrrad hervorkramt.
Viele, viele Kilometer mit dem Rad, teilweise bei großer Hitze, und an Orte, die ich lange nicht gesehen habe.

Und so wurde aus einer Zwischenetappe ein Prolog, ein Vorspann zu etwas anderem nicht minder Großem, aber völlig Verschiedenem. Was könnte hier besser passen, als der Titel des ersten Albums von Sigur Rós, das ich je gehört habe:

„Ágætis byrjun“

Ein guter Anfang.

Schweden

Prolog: Vor etwa drölf Jahren traf ein junger Abiturient die Entscheidung, zu einer Party zu fahren. Als viel folgenreicher erwies sich die Idee, einen weiteren jungen Mann mitzunehmen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Wegen dieser aber landete ich am vergangenen Freitag in

Schweden

Die erste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: in Schweden nennen sie den Euro „Krone“, und sie sind ein bisschen eigen mit dem Bezahlen – man kann nämlich nur mit einer Euro-Sonderedition bezahlen, deren Banknoten deutlich anders aussehen als die, welche ich dabei hatte.
Na gut, dann würde ich mich einmal mehr auf meinen Charme verlassen müssen, um eventuell aufkommende Bezahlungen diplomatisch zu klären.
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… steckst den Finger in’n Po und

DRESDEN

  • es gab Leute zu besuchen
  • ich war noch nie dort
  • und
  • ich wollte ein paar Tage Urlaub

Und so kam es, dass ich die letzten zwei Tage in Dresden verbracht habe, wo ich mir –  neben erwähnter Besucherei – alle Mühe gegeben habe, die Stadt touristisch zu erschließen.
Wie man das so macht als Tourist, habe ich mich zuallererst auf das größte Politikum der Stadt gestürzt: die Waldschlösschenbrücke.

Waldschlösschenbrücke - nicht im Bild: Waldschlössen. Und die Brücke ist auch nur halb fertig...

Pedologisch von meiner Unterkunft aus gut zu erreichen, wanderte ich zur Brücke hin. Unter sie hindurch. Ein Stückchen elbaufwärts. Wieder zur Brücke hin. Und wieder unter sie hindurch.
Meine Meinung: auch wenn das Tal ohne Brücke wesentlich besser aussähe und auch der Blick nach Dresden hinein hübscher wäre ohne, so ist die Brücke an sich – und so unfertig sie noch ist – ästhetisch an sich ganz ansprechend. Ob sie sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen.

Wo ich eh schon zu Fuß unterwegs war, dachte ich mir, es wäre vielleicht ganz schön, die Stadt komplett gehend zu erschließen – und wanderte an der Elbe entlang, links Wasser, rechts ehrwürdige Gemäuer.
Mein Interesse weckte ein Gebäude, das mich an eine Moschee erinnerte – und weil ich noch ein wenig Zeit hatte, dachte ich, es sei eine gute Idee, sich selbige von innen anzuschauen. Das sollte ich noch bezahlen, doch dazu später mehr. Weiterlesen „… steckst den Finger in’n Po und“

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