Sünndagsschnack (38)

Moin moin,

Zeitempfinden
Mein Zeitempfinden gerade ist ein bisschen durcheinander – aber ich vermute, nicht nur bei mir. Die Wochen verlaufen relativ gleichförmig – ich arbeite, abends lese ich noch ein bisschen oder mache einen Spaziergang, fahre mit dem Rad und/oder mache Fotos. Und das ist gerade auch okay so.
In Retrospektive ist aber erstaunlich, wie unterschiedlich die Monate sich anfühlen. Der März hat schier unendlich lang gedauert, der April war in einem Fingerschnipsen vorbei, der Mai zieht sich gerade ein bisschen. Ich scheine nicht der Einzige zu sein, dem es so geht. Woran mag das liegen?

* * *

13 Jahre
Am Freitag bekam ich eine Nachricht, dass ich nun seit 13 Jahren bei wordpress angemeldet sei. DREIZEHN JAHRE! Wahnsinn; das Ganze hat angefangen als Informatik-Projekt in der 12. Klasse, wo wir die Aufgabe hatten, eine eigene Webseite zu schreiben. Damals habe ich alles selber geschrieben, heute lasse ich wordpress die Arbeit machen. Eigentlich hätte ich aber Lust, wieder was ganz Einfaches, Minimalistisches, Eigenes zu machen… mal sehen.
Ich werde hier jetzt keine große Retrospektive starten, das ist was fürs 15-jährige Jubiläum und was für einen kompletten eigenen Artikel. Aber ich kann euch ein paar Artikel zum Stöbern empfehlen:

Der Sünndagsschnack von vor einem Jahr

Machs gut, und danke fürs Im-Weg-Stehen.

Und was machst du…

… oder Döner-Kalle 🙂

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Jümmer schön suutje blieven!

Der von vielen grün belaubten Bäumen gesäumte Fußweg zur Bunthäuser Spitze.

ach, es ist gar nicht sonntag?

Da hatte ich eigentlich noch schnell die letzte Viertelstunde von dieser Radioshow hören wollen, musste aber feststellen, dass heute gar kein Sonntag ist.

februar.jpg

Dies nur am Rande, gänzlich unpassend ist es aber nicht, denn es geht hier um einen Kalender – besser gesagt, den Bad Usability Calendar der norwegischen Firma Netlife Research. Dieser Kalender ist völlig unbrauchbar, wenns um das Verwalten von Terminen geht, macht aber trotzdem viel Spaß, weil er seinem Namen sehr gerecht wird und dabei sehr anschaulich ist.

Gefunden habe ich das gute Stück über justaddwater.dk, dem Projekt eines dänischen Webentwicklers, der sich viel mit Usability im Netz auseinandersetzt.

Auf dessen Seite wiederum bin ich gekommen, weil ich wissen wollte, wer eigentlich hinter WordPress steckt und – viel wichtiger – was die eigentliche Motivation dieser Menschen ist, die mir – und unzähligen anderen – diese unglaubliche Infrastruktur zur Verfügung stellen. Matt Mullenweg selber scheint ein positiv verrückter Webentwickler und Jazzmusiker, und tatsächlich scheint es noch immer mehr um Idealismus, als schnöden Kommerz zu gehen – solange Google WordPress nicht kauft, fühle ich mich hier also recht wohl.

Warum ich über diesen ganzen Kram schreibe und Videos poste, statt ordentlicher Geschichten? Weil mich gerade ein Phänomen namens Schreibblockade trifft und ich meine Zeit damit verbringe, all diese kleinen Dinge zu tun, die ich nicht tue, wenn ich gerade vor Kreativität platze, wie unzufrieden und auf der Suche nach Inspiration durch Berlin radeln, zum Friseur gehen, mich über Dinge informieren, die ich schon immer mal wissen wollte, Zeit verschwenden, Filme schauen und diesen ganzen Kleckerkram, der die Organisation des eigenen Lebens ausmacht.

Irgendwann kommt er dann schon wieder, der Gedanke, der eine Satz, der mich anspornt, einen der zahlreichen Entwürfe zu erweitern, und dann habe ich wieder das Gefühl, auf Speed zu sein und wirklich fast zu platzen – Döner-Kalle kennt das zu Genüge…

Während ich dies schreibe, fallen mir zwei Dinge auf:
– a) finde ich, dass das „Unplugged“-Album der Fantastischen Vier beinah perfekt produziert ist – transparent, druckvoll, balanciert; ebenso wie z.B. „Blue Lines“ von Massive Attack,
– b) hatte ich mal was versprochen und noch nicht umgesetzt. Das wird also mein nächstes Projekt sein.
Angesichts dieser Weltkarte sollte ich genug Motivation haben…

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