Sünndagsschnack (38)

Moin moin,

Zeitempfinden
Mein Zeitempfinden gerade ist ein bisschen durcheinander – aber ich vermute, nicht nur bei mir. Die Wochen verlaufen relativ gleichförmig – ich arbeite, abends lese ich noch ein bisschen oder mache einen Spaziergang, fahre mit dem Rad und/oder mache Fotos. Und das ist gerade auch okay so.
In Retrospektive ist aber erstaunlich, wie unterschiedlich die Monate sich anfühlen. Der März hat schier unendlich lang gedauert, der April war in einem Fingerschnipsen vorbei, der Mai zieht sich gerade ein bisschen. Ich scheine nicht der Einzige zu sein, dem es so geht. Woran mag das liegen?

* * *

13 Jahre
Am Freitag bekam ich eine Nachricht, dass ich nun seit 13 Jahren bei wordpress angemeldet sei. DREIZEHN JAHRE! Wahnsinn; das Ganze hat angefangen als Informatik-Projekt in der 12. Klasse, wo wir die Aufgabe hatten, eine eigene Webseite zu schreiben. Damals habe ich alles selber geschrieben, heute lasse ich wordpress die Arbeit machen. Eigentlich hätte ich aber Lust, wieder was ganz Einfaches, Minimalistisches, Eigenes zu machen… mal sehen.
Ich werde hier jetzt keine große Retrospektive starten, das ist was fürs 15-jährige Jubiläum und was für einen kompletten eigenen Artikel. Aber ich kann euch ein paar Artikel zum Stöbern empfehlen:

Der Sünndagsschnack von vor einem Jahr

Machs gut, und danke fürs Im-Weg-Stehen.

Und was machst du…

… oder Döner-Kalle 🙂

* * *

Jümmer schön suutje blieven!

Der von vielen grün belaubten Bäumen gesäumte Fußweg zur Bunthäuser Spitze.

Sünndagsschnack (17)

Moin moin,

Sieben Minuten
Ich habe mit Erstaunen und auch ein wenig Belustigung festgestellt, dass die präziseste Zeitangabe, die ich kenne „Sieben Minuten“ ist. Es passiert mir z.B. durchaus öfter mal, dass ich mit dem Rad in der Stadt unterwegs bin und überschlage, wie lange ich noch brauchen werde. Fünf Minuten scheinen mir dann immer sehr wenig (wobei man in fünf Minuten erstaunlich weit kommen kann), zehn Minuten insbesondere in Relation zur schon gefahrenen Strecke zu viel. Sieben Minuten trifft es da viel besser. Wenn es sein muss, bin ich in sieben Minuten komplett ausgehfertig. Wenn ich Feierabend mache, sind sieben Minuten ein guter Wert für die Zeit zwischen Computer ausschalten und am Fahrrad stehen.
Natürlich kommt diese Zeit nicht immer perfekt hin. Aber oft genug ganz gut. Sieben Minuten entsprechen zwei durchschnittlichen Pop-Songs – was nicht ganz unwichtig ist, da ich Musik gerne ausspielen lasse. Nur für das Schreiben eines durchschnittlichen Sünndagsschnacks reichen sieben Minuten lange nicht aus – da sind es eher 45 Minuten bis anderthalb Stunden, je nachdem wie inspiriert ich bin und ob die Wörter fließen oder nicht.

* * *

Neukölln
Ich habe zufällig diese Doku über Neukölln gesehen. Und ein bisschen sowas wie Heimweh verspürt. Ich mag Neukölln, eben gerade nicht, weil dort alles so schön wäre, wie das Video gerne vermitteln würde, sondern weil Neukölln auch hässlich ist, die Menschen dort alles sind und nichts, weil es passieren kann, dass man mit seinem gehäkelten Kunstwerk aus der Ladentür tritt und wahlweise angerempelt wird, in Hundescheiße tritt, den Spätibesitzer von Nebenan beim Backgammon-Spielen mit dem Friseur sieht, eines der zahlreichen dort verklappten Möbelstücke sieht – gerne mit Müll und einem Spruch verziert – oder alles gleichzeitig. Weil Neukölln trotz Gentrifikation bunt ist, divers, heruntergekommen, neu, umgewidmet, lebendig. Weil es auf unserem Hinterhof unglaublich ruhig und friedlich war, und man durch die Tür ging und einen das Treiben, der Lärm, der Dreck, die Gerüche, Geräusche, Geschäftigkeiten schlicht erschlagen konnten.

Doku in der Ard-Mediathek.

* * *

Jümmer schön suutje blieven.

BrutalMetal_01

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: