…ich habe mich ja mittlerweile ganz gut damit abgefunden, dass ich im Schnitt alle zehn Minuten den Schlauch meines Hinterrades flicken muss - nein, wirklich, das ist kein Problem, Flickzeug ist (jetzt nicht mehr, aber ab morgen wieder) reichlich vorhanden, und Übung habe ich auch jede Menge gesammelt, und ich schiebe/trage gern mein Fahrrad im Schneckentempo durch die Gegend - aber wenn du generell etwas dagegen hast, dass ich radfahre, dann sags doch einfach!

Ticket Blue Men Group

Ich war DA! Ich kanns selber kaum glauben, aber einem Zufall habe ich es zu verdanken, dass ich mir heute Abend die Show der Blue Men Group anschauen konnte.

Um es kurz zu machen: es hat sich absolut gelohnt.

Ich hatte vorher schon Ausschnitte aus verschiedenen Blue Men - Shows gesehen, wusste also in etwa, was mich erwarten würde - und wurde trotzdem in den gut anderthalb Stunden, die die Show zu Buche schlug, bestens unterhalten. Es begann schon mit den Ankündigungen, die vor dem eigentlichen Beginn gemacht wurden - verschiedene Gäste wurden aus unterschiedlichen Gründen be-und vom Publikum gegrüßt. Der Aufforderung, Mobiltelefone, Laptops, Gameboys, Communicator und tragbare Faxgeräte doch bitte auszuschalten, kam ich gerne nach - auch wenn ich noch ein dringendes Fax erwartete. Aufgrund des am Anfang geleisteten Schwurs, keine Bild- oder Tonaufnahmen zu machen, gibts diese von mir auch nicht.

Und dann ging es erst so richtig los. Natürlich besteht ein großer Teil der Schow aus Perkussion. Die Blue Men haben sich ja auf Abflussrohre spezialisiert, und so wurde getrommelt, was das Zeug hielt. Aber recht schnell sollte sich herausstellen, dass wir rundum unterhalten werden sollten - in Wort, Bild und Ton sozusagen, und so entfaltete sich eine Show, die - stets von treibenden Rhythmen unterlegt - mal witzig, mal augenzwinkernd ernst - vor allem die “Zivilisationskrankheit” Internet und die völlige Reizüberflutung auf die Schippe nahm - und auch sich selber, etwa wenn zwei Blue Men Schattenspiele spielen, und sich später herausstellt, dass es nur eine Projektion war und der eine in der Zeit gemütlich geraucht und Bier getrunken hat…

Überhaupt spielen die Blue Men viel mit den Sinnen und multimedialen Hilfsmitteln. So wurde aus einer 2D-Animation auf dem Bildschirm ein “echtes” 2D-Männchen auf der Bühne, das sein Lichtschwert geschwenkt hat. Das Prinzip des Phenakistiskop wird anschaulich erklärt und deutlich gemacht, und vieles mehr.

Um nicht schon alles zu verraten, halte ich mich kurz, was die tatsächlichen Inhalte der Show betrifft.
Was mich neben der erzählten Geschichte und deren Umsetzung sehr fasziniert hat, sind die große Originalität und der hohe ästhetische Anspruch, welche die Show prägen. So etwas habe ich in der Tat noch nicht gesehen, und trotz des hohen Eintrittspreises (fast 70 Euro für ‘ne Azubikarte) finde ich, dass sich diese Investition sehr gelohnt hat. Sollte man sich mal anschauen!

Eine fast perfekte Show also. Fast, weil: man kann sich ja immer noch mehr ausdenken.

Zwei kleine Schmankerl habe ich dann doch noch:


Blue Men Group, Moby, Jil Scott


Blue Men Group und Dave Matthews

rudi-dutschke-strasse

… vor allem, weil jetzt der Adolf Axel-Springer-Verlag zu großen Teilen direkt an der Rudi-Dutschke-Strasse residiert :-)

p.S.: und natürlich gilt mein volles Mitgefühl all denen, für die diese Umbenennung ein großer administrativer und monetärer Aufwand (gewesen) ist.

hallo

it came from the swamps...

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digges b...
äh, ebay
basteln


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