Racing Bike

Nun. Ich liebe xkcd, und als ich mal wieder das Warp-Geräusch beim Radfahren machte, dachte ich: “Warum… eigentlich nicht?”.

Well. For starters we would have flies and other solid objects in the air. At some point, friction would become HUGE though.

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Joseph Myers – Puzzles And Places (VÖ 24.10.2014)

myers_puzzles_placesManchmal sind es die kleinen Dinge, welche die großen Geschichten erzählen. Die Zwischentöne, versteckten Details und Imperfektionen. So groß ein Puzzle sein mag, fehlt ein Teil, so fällt es sofort auf.

Der Osnabrücker Joseph Myers erzählt mit seiner warmen, angenehm rauchigen Stimme auf seinem zweiten Soloalbum “Puzzles And Places” nicht die ganz großen Geschichten, aber das macht vielleicht den Reiz seiner Texte aus: leicht melancholisch, teilweise schwermütig klingend, erzählt er von Dingen, die auch seine Hörer kennen dürften: die Trauer über eine vergangene Beziehung beispielsweise (“Waiting”), die Sehnsucht nach einem (inneren) Zufluchtsort (“Behind The Clouds”) oder auch die Suche nach einem Sinn im Leben (“To Give Up Hope”) – ein emotionaler Herbst.

Passend zum Genre singt Myers häufig nur von der Gitarre begleitet, und das ist auch in sich stimmig. Seine Stimme kann Songs tragen, ist aber manchmal emotional zu ausgeglichen – wenn er davon singt, die Hoffnung nicht aufzugeben, darf er auch gerne einmal schreien (das langgezogene “No” deutet es ja an).
Musikalisch deutlich spannender – ohne an Seele oder Schönheit zu verlieren – sind allerdings die Stücke, in denen er auf die volle Bandinstrumentierung zurückgreift. So lebt der starke Opener “Puzzles And Places” vom Zusammenspiel aus Klavier, akkustischem Bass und der teilweise in Effekten verschwindenden Stimme des Sängers.
Die immer mal wieder eingestreuten Klavierakkorde machen sich sehr gut, und was wäre (s)eine Ode an Dänemark ohne Akkordeon?
Was man von Joseph Myers noch erwarten kann, deutet das Highlight “Footsteps” an, einem sehr schönen Duett mit Marie Katzer, das durch die elektronischen Samples deutlich gewinnt. Man wünscht sich fast, es hätte noch ein, zwei Experimente dieser Art gegeben.

Unterm Strich ist es ein gelungenes Album voller Zwischentöne und versteckter Details geworden, das Lust auf mehr macht. Eine besondere Erwähnung verdient auch die nicht nur sehr schön gezeichnete, sondern auch aus Pappe bestehende Hülle, die in Zeiten digitaler Releases nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Joseph Myers wird im Herbst intensiv durch Deutschland touren; unter Anderem:
17.10. in Hamburg, Cafe Brooks,
24.10. in Osnabrück, Bocksmauer (Release Konzert),
25.10. in Lübeck, Kulturcafe Tonfink,
26.10. in Hamburg, Music Club Live,
04.11. in Leipzig, Cafe Könnteman,
08.11. in Berlin, Cafe Bilderbuch,
10.11. in Hamburg, Pony Bar

Viele weitere Tourdaten, Songschnipsel etc. finden sich auf seiner Künstlerseite beim Label timezone records.

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Lieblingstweets im September

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